Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Neustadt


Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Neustadt
Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium
Foto
Schulform Gymnasium
Gründung 1880 (1. Vorläufer: 1578)
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 21′ 20,9″ N, 8° 9′ 25,5″ O49.35588.1570805555556Koordinaten: 49° 21′ 20,9″ N, 8° 9′ 25,5″ O
Träger Stadt Neustadt an der Weinstraße
Schüler 958 (Stand 2010)
Lehrer 77 (Stand 2010)
Leitung Oberstudiendirektor Hartmut Loos
Website www.krg-nw.de

Das Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium, abgekürzt KRG, ist eine Regelschule in der pfälzischen Stadt Neustadt an der Weinstraße.

Als Gymnasium im Bundesland Rheinland-Pfalz führt es in neun Jahren (Klassen 5 bis 13) zum Abitur oder in sechs (5 bis 10) zur Mittleren Reife. Traditionell liegt der Schwerpunkt auf den alten Sprachen Latein, das als Basis für alle Schüler Pflicht ist, und Griechisch. Obligatorisch ist – bis zum Ende der Sekundarstufe I (10. Klasse) – die Belegung von drei Fremdsprachen.

Inhaltsverzeichnis

Überblick

Größe

Das KRG hat (Stand: August 2010) 958 Schüler, 73 Lehrer und 4 Referendare. Die Veränderungen im Laufe seiner Geschichte spiegeln sich auch in den Schülerzahlen wider: Während bei der vormaligen Lateinschule 180 Schüler die Obergrenze bedeuteten, waren es beim altsprachlichen Gymnasium maximal 300. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre stieg die Zahl dann bis auf 1400 an, um sich heute auf ca. 900 einzupendeln.

Name

Namensgeber: Pfalzgraf und Kurfürst Ruprecht

Seit der Einführung der Neunklassigkeit im Jahre 1880 hieß die Schule Königliche Studienanstalt, von 1891 bis 1945 Humanistisches Gymnasium, bis 1964 Altsprachliches Gymnasium. Am 8. Mai 1964 diente dann der pfälzische Kurfürst Ruprecht I. (1309–1390), der aus der bayerischen Linie des Hauses Wittelsbach stammte, als Namensgeber. Er hatte um 1360 die Neustadter Stiftskirche erbauen lassen, in der er auch begraben ist, und die angegliederte Stiftsschule gegründet.

Lage

Fast ein Jahrhundert lang lag das Schulgebäude in der innerstädtischen Hindenburgstraße 14, bis am 3. Juni 1969 im damals neuen Schulzentrum Böbig, das am Nordostrand Neustadts entstand, der Neubau in der Landwehrstraße 22 eröffnet wurde. Nahe dem KRG liegen eine Haupt- und eine Realschule, die Berufsschule und eine kleine niederländische Schule. Das Schulzentrum Böbig hat durch die Deutsche Bahn einen eigenen Haltepunkt gleichen Namens erhalten, über den jeden Tag mehr als 1000 Schüler zum Unterricht kommen, während das übrige Schüleraufkommen über Busse und Privatfahrzeuge abgewickelt wird.

Anlage

Hauptgebäude

Die Anlage besteht aus einem dreistöckigen quadratischen Hauptgebäude mit einer Seitenlänge von etwa 50 Metern, das ein Atrium einschließt. Ein Brand des Flachdaches im Februar 1968, der bei Belagsarbeiten gegen Ende der Bauphase ausgelöst worden war, hatte erheblichen Schaden angerichtet und die Fertigstellung des neuen Gebäudes um über ein Jahr verzögert. Da Ende der 1970er Jahre der Platz innerhalb des Gebäudes nicht mehr ausreichte, wurde im Pausenhof ein Pavillon mit vier weiteren Klassenräumen errichtet.

Nebenanlagen

Zum KRG gehören eine Sporthalle und ein Sportplatz. Die im ursprünglichen Bauplan eingezeichnete und bei der Einweihung von den rheinland-pfälzischen Landespolitikern für „bald“ versprochene Aula lässt seit 1969 auf sich warten. Deshalb müssen kulturelle Aufführungen (z. B. der bekannten Big Band des KRG, des Orchesters, des Schulchors oder der Theater-AGs) weiterhin in der durch Zugluft beeinträchtigten Sporthalle stattfinden. Diese wartet naturgemäß mit schlechter Akustik auf und muss vor Veranstaltungen durch die Akteure selbst mehrhundertfach bestuhlt sowie hinterher – oft spät in der Nacht und in Festkleidung – auch wieder „entstuhlt“ werden, damit sie am Folgetag wieder für den Sportunterricht frei ist.

Die Unterrichtsgebäude und der Pausenhof liegen zwischen Speyerbach und Rehbach, die sich 200 Meter westlich am Winzinger Wassergescheid trennen. Zu den Sportanlagen nördlich des Rehbachs führen zwei kleine Brücken; die östliche ist überdacht und stellt eine direkte Verbindung vom Hauptgebäude zur Sporthalle dar.

Geschichte

Das KRG besitzt von allen Neustadter Gymnasien die längste Tradition. Quelle für diesen Abschnitt war 2004 u. a. auch die Website des KRG.[1] Mittlerweile wurden auch Formulierungen des Wikipedia-Artikels auf die KRG-Website übernommen.

Vorläufer

Hochschulgründer: Pfalzgraf Johann Casimir

1578 gründete Pfalzgraf Johann Casimir an seinem Verwaltungssitz im damaligen Neustadt an der Haardt das nach ihm benannte Casimirianum. Dies war eine calvinistische Hochschule, der zur Vorbereitung auf das Studium eine Partikularschule und ein Pädagogium (auch Gymnasium illustre genannt) vorgeschaltet waren. Die Hochschule blieb nur sechs Jahre in Neustadt und wurde nach Heidelberg verlegt, nachdem Johann Casimir 1583 Administrator der Kurpfalz geworden war.

Das Pädagogium dagegen konnte sich mehr als 200 Jahre halten, bis es 1797 unterging, als die linksrheinischen Gebiete der Kurpfalz durch französische Revolutionstruppen erobert und später größtenteils dem Departement Donnersberg zugeschlagen wurden. Gleichzeitig verschwand auch die einst von Jesuiten gegründete Lateinschule, um erst 1808 als École Secondaire wiederzuerstehen.

Mit dem Ende der französischen Besetzung nach Napoleons Niederlage bei Waterloo (1815) wurde 1816 das Königreich Bayern für den Rheinkreis zuständig, wie der linksrheinische Teil der vormaligen Kurpfalz zunächst genannt wurde, ehe er 1835 in der Rheinpfalz aufging, die mit der heutigen Pfalz fast identisch ist.

Bereits 1817 löste die neue Verwaltung in Neustadt die École Secondaire wieder auf. Eine neue private Lateinschule nahm den Unterricht auf, die nach zehn Jahren staatlich anerkannt wurde. In langsamen Schritten erfolgte der Ausbau zur vierklassigen, dann fünfklassigen Lateinschule, an die eine Art Gewerbeklasse als realer Zweig angehängt wurde.

Aufstieg zum Gymnasium

Erst 1880 stieg die Schule zur Vollanstalt auf, einem humanistischen Gymnasium mit dem bayerischen Titel Königliche Studienanstalt.[2] Latein und Griechisch standen noch im Vordergrund, doch neben der Muttersprache wurden auch die neueren Fremdsprachen berücksichtigt, dazu kamen Geschichte, Geographie, aber auch Naturkunde und Mathematik. Für die körperliche Erziehung konnte man sich nur zögerlich erwärmen, Gesang anstelle von Instrumentalmusik wurde angeboten. 1886, nach zwei Jahren Bauzeit, wurde das damals neue Schulgebäude in der jetzigen Hindenburgstraße bezogen, das samt Bauplatz 265.793,16 Mark gekostet hatte.

Nach 1880 behielt das altsprachliche Gymnasium bayerischer Provenienz seine Prägung durch die alten Sprachen bis lange nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Fach Deutsch wurde aufgewertet, die modernen Fremdsprachen fanden ihren Platz, selbst Italienisch wurde angeboten. Mathematik wurde allmählich stärker als früher betont, und auch die Naturwissenschaften bekamen eine gewisse Bedeutung.

Weltkriege und Drittes Reich

Der Erste Weltkrieg hatte keine schulischen Veränderungen gebracht, aber zu erheblichen personellen Einschnitten geführt: Ein Lehrer und 18 Schüler der Oberstufe fielen als Soldaten, dazu mindestens 120 ehemalige Schüler.[2] In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Sport stärker gefördert, doch hinterließ die Ideologie der Machthaber keine besonderen Spuren im Fächerkanon des altsprachlichen Gymnasiums. Gravierend waren allerdings die personellen Auswirkungen: Weitaus mehr Lehrer und Schüler verloren im Zweiten Weltkrieg ihr Leben als im Ersten.[3]

Schulleitung von bis
Hartmut Loos 2007
Ursula Anker 1996 2007
Dr. Günter Weingarth 1978 1996
Dr. Berthold Emrich 1970 1977
Karl Zeitlinger 1963 1970
Dr. Herbert Silbernagel 1952 1963
Fridolin Uhl 1952

Der einzige jüdische Lehrer der Schule, Studienprofessor Karl Strauß (* 1883), der seit 1922 die Fächer Mathematik und Physik unterrichtete, wurde 1935 aus dem Dienst entfernt. 1940 wurde er mit seiner Familie ins südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert und 1942 im KZ Auschwitz-Birkenau umgebracht.[4][5] Lediglich die 1937 als Gymnasiastin ausgeschlossene und 1938 in die USA emigrierte Tochter Margarete, später Margaret Berman, überlebte; 1998 war sie bei einem Besuch Gast ihrer Geburtsstadt. Zum Gedenken an ihren Vater wurde vor dem KRG am 16. Dezember 2002 der erste Neustadter Stolperstein des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegt.

Nachkriegsepoche

Schon vor der letzten großen Reform der Fächer 1964 waren drei Fremdsprachen gefordert, indessen spielte Englisch als zusätzliches Wahlfach nur eine Nebenrolle. Von Klasse 5 bis 13 wurde Latein gelehrt, von 7 bis 11 Französisch und von 8 bis 13 Altgriechisch. Beide alten Sprachen waren also Bestandteil der schriftlichen Abiturprüfung.[4]

1975 wurde am KRG als reformierte Oberstufe die Mainzer Studienstufe (MSS) eingeführt, die in modifizierter Form heute noch besteht. Das Kurssystem der MSS weitet den Unterricht auch auf die Nachmittage aus, der Samstag ist als Unterrichtstag ab dem Schuljahr 1994/95 weggefallen. In der MSS können die Schüler ihre Fächer in einem weiten Rahmen nach Leistungs- und Grundkursen festlegen.

Innerhalb weniger Jahre konnte das KRG drei Jubiläen feiern: 1978 die Gründung des Pädagogiums durch Johann Casimir vor 400 Jahren, 1980 das hundertjährige Bestehen als Gymnasium und 1986 hundert Jahre seit Neubau des Gymnasialgebäudes in der jetzigen Hindenburgstraße, wo allerdings seit 1969 die Volkshochschule residiert.

Schwerpunktangebote

Fremdsprachen

Alle Schülerinnen und Schüler lernen ab der 5. Klasse Latein, ab der 6. Englisch und ab der 8. Klasse eine dritte verpflichtende Fremdsprache, wahlweise Altgriechisch oder Französisch.

Weitere Sprachen werden nach Interesse und Lehrerverfügbarkeit angeboten, teilweise in Zusammenarbeit mit den anderen Gymnasien, z. B. Spanisch, Italienisch oder Russisch. Die umfangreichen fremdsprachlichen Aktivitäten des KRG enthalten auch Schüleraustauschprogramme mit Partnerschulen in Mâcon (Frankreich), Hanover (New Hampshire, USA) und auf Sizilien. Für Schülerinnen und Schüler, die sich für Altgriechisch als dritte Fremdsprache entscheiden, wird außerdem regelmäßig Französischunterricht in Form einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft angeboten.

Musik

Die Big Band des KRG ist durch ihre Auftritte überregional bekannt und hat im Laufe ihres Bestehens seit Mitte der 1980er Jahre einige Schallplatten und CDs produziert und viele Preise gewonnen. U. a. erreichte sie beim landesweiten Skoda-Jazzwettbewerb den 3. Platz hinter zwei Musikgymnasien. Ihr langjähriger Bandleader, Musiklehrer Werner Dech, der 2005 im Alter von 55 Jahren verstorben ist, hatte die Big Band 25 Jahre lang geleitet. Nachdem sie vorübergehend von Stefan Weiß, einem ehemaligen Schüler des KRG, geführt worden war, wurde sie von Sommer 2005 bis Sommer 2009 von Zoltan Garami geleitet, einem Studienfreund des Verstorbenen. Der aktuelle Band-Leader ist der Musiklehrer Carsten Wegner.

Das Orchester und der Schulchor machten mit Preisen und Aufführungen – u. a. im Neustadter Saalbau und auf dem Neustadter Marktplatz – von sich reden. Manche der Aufführungen erschienen auch auf CD.

Naturwissenschaften, Informatik

Der dritte Schwerpunkt am KRG sind die Naturwissenschaften. In Arbeitsgemeinschaften ab der Klasse 6 haben die Schüler Gelegenheit, eigene Experimente durchzuführen. In der MSS vervollständigen Leistungskurse in Biologie, Chemie sowie Physik das Angebot. PCs mit kostenlosem Netzzugang stehen in den Computerräumen sowie in der Bibliothek zur Verfügung.

Studiengenossenschaft

Die Studiengenossenschaft des humanistischen Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums e. V., 1926 als Verein ehemaliger Schüler gegründet, zählt heute auch Lehrer, Eltern und Freunde des Gymnasiums zu ihren Mitgliedern. Im Jahre 2007 überstieg die Anzahl der Mitglieder mit 1471 die Größe der aktuellen Schülerschaft um 50 %. Die Studiengenossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, Aufgaben zu übernehmen, welche der Schulträger finanziell nicht leisten kann. Über ihr Aufkommen an Mitgliedsbeiträgen und Spenden hilft sie beim Erwerb von Lehrmitteln, wie z. B. PCs, Mikroskopen, Beamern oder Projektoren, und gewährt Beihilfen zu Klassenfahrten und anderen Schulveranstaltungen. Daneben verwaltet sie mehrere Stiftungen, aus deren Erträgen musisch oder sprachlich besonders begabte Schüler oder Studierende gefördert werden. 2006 beispielsweise wurden insgesamt fast 25.000 € an Hilfsgeldern zur Verfügung gestellt, von denen knapp 15.000 direkt von der Studiengenossenschaft und 10.000 aus Verwahrgeldern der Stiftungen stammten.[6]

2001 feierte die Studiengenossenschaft ihr 75-jähriges Bestehen. Dabei wurde Bernhard Argus, am 7. April 1906 geboren und Abiturjahrgang 1925, als letztes noch lebendes Gründungsmitglied geehrt. 2006 richteten ihm Gymnasium und Studiengenossenschaft einen Festakt zum 100. Geburtstag aus, am 28. Juli 2008 verstarb er mit 102 Jahren.[7]

Persönlichkeiten

Name Lebensdaten Beziehung zum KRG Beruf
Johannes von Geissel 1796–1864 mehrjähriger Besuch der Lateinschule Bischof von Speyer, Erzbischof von Köln, Kardinal
Jakob Leyser 1830–1897 mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Neustadter Theologe und Historiker
Christian Mehlis 1850–1933 mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Historiker vor allem der pfälzischen Geschichte (Privatbibliothek mit ca. 3000 Bänden im Bestand der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer)
Lukas Grünenwald 1858–1937 Lehrer, Konrektor und Rektor am Gymnasium Lehrer und Heimatforscher
Adolf Boyé 1869–1934 Schüler und Abiturient am Gymnasium Diplomat, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, deutscher Gesandter in Peking
Karl Theodor Helfferich 1872–1924 Schüler und Abiturient am Gymnasium Vizekanzler des Deutschen Reiches und Vorsitzender der Deutsch-Nationalen Partei
Ludwig Sinsheimer 1873–1942 Schüler und Abiturient am Gymnasium Rechtsanwalt, Autor auf dem Gebiet des Weinrechts, Opfer des Holocaust
Max Hartmann 1876–1962 Schüler und Abiturient am Gymnasium Biologe, Autor vieler biologischer Standardwerke
Alban Haas 1877–1968 mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Theologe, Historiker vor allem der Neustadter Geschichte, Päpstlicher Hausprälat, Ehrenbürger von Neustadt
Hans Geiger 1882–1945 Schüler und Abiturient am Gymnasium Physiker und Mathematiker, Erfinder des Geigerzählers
Hermann Sinsheimer 1883–1950 Schüler und Abiturient am Gymnasium Journalist, Theaterkritiker und Schriftsteller (Hermann-Sinsheimer-Preis)
Karl Strauß 1883–1942 (?) mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Lehrer für Mathematik und Physik, Mitglied des Neustadter Stadtrates, Opfer des Holocaust, 1. Stolperstein in Neustadt (2002)
Konrad Linder 1884–1963 Schüler und Abiturient am Gymnasium Altphilologe und Pädagoge
Friedrich Sprater 1884–1952 Schüler und Abiturient am Gymnasium Historiker vor allem der pfälzischen Geschichte, Direktor des Historischen Museums der Pfalz
Johannes Pfeiffer 1886–1965 Schüler und Abiturient am Gymnasium Katholischer Priester, Kirchenhistoriker, Theologieprofessor an der Universität Santiago de Chile
Ludwig Stamer 1892–1977 mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Theologe, Historiker vor allem der pfälzischen Kirchengeschichte, Päpstlicher Hausprälat
Albert Finck 1895–1956 mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Rheinland-pfälzischer Minister für Unterricht und Kultus
Karl Lothar Wolf 1901–1969 Schüler und Abiturient am Gymnasium Chemiker und Leiter mehrerer naturwissenschaftlicher Institute
Eduard Orth 1902–1968 Schüler und Abiturient am Gymnasium Rheinland-pfälzischer Minister für Unterricht und Kultus
Erich Stolleis 1906–1986 Schüler und Abiturient am Gymnasium Jurist, von 1937 bis 1941 Oberbürgermeister von Ludwigshafen am Rhein
Bernhard Argus 1906–2008 Schüler und Abiturient am Gymnasium Gründungsmitglied (1926) der Studiengenossenschaft und 2001 als letzter Zeitzeuge Teilnehmer der 75-Jahr-Feier
Margaret Strauss Berman (geb. als Margarete Strauß) * 1922 Schülerin am Gymnasium (1937 als Jüdin relegiert) Mikrobiologin, als Tochter von Karl Strauß (s. o.) Zeitzeugin für die Judenverfolgung im Nationalsozialismus
Luise Hackelsberger * 1924 mehrjährige Lehrtätigkeit am Gymnasium Autorin und Verlegerin
Gernot Rumpf * 1941 Schüler und Abiturient am Gymnasium Bildhauer und Dozent, Professor an der Universität Kaiserslautern
Michael Stolleis * 1941 Schüler und Abiturient am Gymnasium Jurist und Rechtshistoriker, emeritierter Professor an der Universität Frankfurt
Karl-Jörg Walter 1941–2006 Schüler und Abiturient am Gymnasium Pfälzer Mundartdichter, mehrfacher Preisträger und langjähriger Juror von Mundartwettbewerben
Ulf Hoelscher * 1942 Schüler und Abiturient am Gymnasium Violinist, Solist und Kammermusiker, Professor für Violine an der Staatlichen Musikhochschule Karlsruhe
Uwe-Martin Haiberg
(eig. Uwe Hoelscher)
* 1944 Schüler und Abiturient am Gymnasium Violinist, Solist und Kammermusiker, Professor für Violine an der Universität der Künste Berlin
Benedikt Koehlen * 1945 (?) Schüler und Abiturient am Gymnasium Pianist und Dozent am Richard-Strauss-Konservatorium München
Gerd Weiland * 1945 Schüler am Gymnasium Maler und Bildhauer
Albert H. Keil * 1947 Schüler und Abiturient am Gymnasium Pfälzer Mundartdichter, Literaturpreisträger, dreimaliger Gewinner von Mundartwettbewerben
Mario Scheuermann * 1948 Schüler am Gymnasium Journalist und Weinautor
Judith Kauffmann * 1949 Schülerin am Gymnasium Journalistin und Fernsehmoderatorin
Udo Röbel * 1950 Schüler am Gymnasium Journalist
Gunhild Hoelscher * 1953 Schülerin und Abiturientin am Gymnasium Violinistin, Solistin und Kammermusikerin
Ruth Ratter * 1955 Schülerin, Abiturientin und Lehrerin am Gymnasium Gymnasiallehrerin und Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen)
Bertram Brossardt * 1960 Schüler und Abiturient am Gymnasium Wirtschaftsfunktionär
Thomas Kiefer * 1962 Schüler und Abiturient am Gymnasium Theologe und Autor
Steffen Christmann * 1965 Schüler und Abiturient am Gymnasium Präsident des Verbandes der Deutschen Prädikatsweingüter (VDP)

Siehe auch

Literatur

  • Karl Tavernier: Geschichte des Gymnasiums zu Neustadt a. d. Haardt 1880–1930. In: Festschrift zur Feier des 50jährigen Bestehens der Anstalt. Neustadt 1930
  • Otto Müller: Geschichte des Humanistischen Gymnasiums Neustadt a. d. Weinstraße in der Zeit vom 1. September 1930 bis 29. Februar 1952. Neustadt 1952
  • Karl Zeitlinger: Überblick über die Geschichte der Schule. In: Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium. Festschrift zur Einweihung des Neubaus, 3. Juni 1969. Neustadt 1969
  • Hilde Schmidt-Häbel: Die Familie des Dr. Karl Strauß – Lehrerschicksal im 3. Reich. In: Vorbei – Nie ist es vorbei. Beiträge zur Geschichte der Juden in Neustadt an der Weinstraße, Schriftenreihe der Bezirksgruppe Neustadt im Historischen Verein der Pfalz, S. 197. Neustadt 2005
  • Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium / Studiengenossenschaft (Hrsg.): Ruprechtiana. Chronik des Kurfürst-Ruprecht-Gymnasiums und Jahresbericht der Studiengenossenschaft, jährlich seit 2007/08

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Gerd N. Meyer: Geschichte der Schule. Abgerufen am 21. Januar 2010.
  2. a b Karl Tavernier: Geschichte des Gymnasiums zu Neustadt a. d. Haardt 1880–1930
  3. Otto Müller: Geschichte des Humanistischen Gymnasiums Neustadt a. d. Weinstraße in der Zeit vom 1. September 1930 bis 29. Februar 1952
  4. a b Karl Zeitlinger: Überblick über die Geschichte der Schule
  5. Hilde Schmidt-Häbel: Die Familie des Dr. Karl Strauß – Lehrerschicksal im 3. Reich
  6. Jahresbericht 2006 der Studiengenossenschaft vom 16. März 2007
  7. Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium / Studiengenossenschaft (Hrsg.): Ruprechtiana, Chronik und Jahresbericht 2007/08, S. 147

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