South Park


South Park
Seriendaten
Deutscher Titel South Park
South Park Logo.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Produktionsjahr(e) seit 1997
Produktions-
unternehmen
Comedy Central,
Braniff,
Comedy Partners
Länge 22 Minuten
Episoden 222+ in 15+ Staffeln
Genre Comedy
Idee Trey Parker,
Matt Stone
Musik Les Claypool/DVDA
Erstausstrahlung 13. August 1997 (USA) auf Comedy Central
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
5. September 1999 auf RTL
Synchronisation

South Park ist eine animierte US-amerikanische Fernsehserie von Trey Parker und Matt Stone mit gesellschaftskritischem, humoristischem Inhalt. Seit 1997 läuft die Serie, von der bereits 15 Staffeln produziert wurden, auf dem US-Kabelsender Comedy Central. In Deutschland wurde South Park von 1999 bis 2006 auf RTL, von 2003 bis 2005 auf VIVA, seit 2006 auf MTV sowie seit 2008 auf Comedy Central Deutschland ausgestrahlt. Seit dem 15. Juli 2009 stellt der Rechteinhaber zudem nahezu alle deutschen und englischen Episoden auf der offiziellen Website kostenlos zur Verfügung.

South Park basiert auf dem Videoclip The Spirit of Christmas, welcher von Stone und Parker im Auftrag eines Fernsehproduzenten als Weihnachtskarte für dessen Freunde produziert wurde. Der animierte Clip wurde derart oft an verschiedenste Empfänger (auch in Hollywood) verschickt, dass den beiden bald angeboten wurde, basierend auf den Figuren eine komplette Fernsehserie zu produzieren. Trotz sehr schlechter Noten bei Probevorstellungen vor sogenannten Television Focus Groups wurde die Sendung für sechs Folgen in Auftrag gegeben. Schon nach den ersten Ausstrahlungen wurden weitere Produktionen verhandelt, die 15. Staffel startete in den USA am 27. April 2011.[1] Ab dem 11. Dezember 2011 soll auf Comedy Central Deutschland die deutschsprachige Erstausstrahlung der 15. Staffel erfolgen. Zunächst werden die ersten sieben Folgen gezeigt.[2]

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung, Humor und Kontroversen

Die Serie dreht sich um das Leben der vier acht- beziehungsweise neunjährigen, frühreifen Jungen Stan Marsh, Kyle Broflovski, Eric Cartman und Kenny McCormick. Sie besuchen die Grundschule in dem fiktiven typisch idyllischen US-amerikanischen Bergstädtchen South Park, Colorado. Durch ihre Augen erlebt der Zuschauer Konfrontationen mit teilweise heiklen Themen, die häufig polarisierend behandelt werden. Dabei bedienen sich die Macher verschiedener satirischer Stile, sowohl des klassischen englischen schwarzen Humors, wobei etwa Monty Python als Vorbilder genannt wurden, als auch in einigen Episoden des Fäkalhumors. Sie wird daher erst am Abend ausgestrahlt und richtet sich vorwiegend an erwachsenes Publikum, dennoch finden sich unter den Anhängern auch Minderjährige, weshalb die Sendung des Öfteren in öffentliche Kritik geraten ist. Andererseits erhielt sie auch Lob für die vermittelnd wirkende Aufarbeitung schwieriger gesellschaftlicher Problemstellungen.

Wegen des sehr aggressiven Humors und der kontroversen Inhalte wird South Park stellenweise heftig kritisiert; dies führte zum Teil bis zum Verbot von einzelnen Folgen. So stoppte Tom Cruise im Januar 2006 die Folge Schrankgeflüster (Trapped in the Closet) durch ein Gerichtsverfahren in Großbritannien. In dieser Folge, die sich mit der umstrittenen Scientology-Sekte auseinandersetzt, wird Stan von Scientologen zunächst für die Reinkarnation des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard gehalten. Tom Cruise, selbst bekennender Scientology-Anhänger, tritt als Figur in dieser Folge auf. Weil Stan sich wenig begeistert von Cruises schauspielerischen Leistungen zeigt, versteckt dieser sich in Stans Wandschrank und weigert sich, ihn wieder zu verlassen. Dieser Gag spielt auf die englische Redewendung „to come out of the closet“, was soviel heißt wie „sich als homosexuell bekennen“, und die gleichnamige „Hip-Hopera“ von R. Kelly an. Kurz nach Ausstrahlung der Folgen kündigte Isaac Hayes, selbst Scientology-Mitglied, seinen Vertrag als amerikanische Synchronstimme des „Chefkochs“. Eigenen Angaben zufolge hatte Isaac Hayes zum Zeitpunkt der Kündigung jedoch einen Schlaganfall erlitten. Diese Ereignisse werden in einer eigenen South-Park-Folge behandelt.

Auch die Doppelfolge S10E03/S10E04 Cartoon-Krieg wurde sehr kontrovers aufgenommen. Hier nahmen die Macher der Serie den heftigen Disput um die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung zum Anlass, um ein ähnliches Szenario in der Welt von South Park zu inszenieren (und zu karikieren). Hierbei ist anzumerken, dass in der Folge Die Liga der super besten Freunde Mohammed unzensiert dargestellt wurde und das ohne Reaktionen blieb; allerdings war das vor den Terroranschlägen am 11. September 2001. In der späteren Doppelfolge 200/201 war es Comedy Central zu heikel, Mohammed zu zeigen, obwohl er schon einmal in der eben genannten Folge zu sehen war. Deshalb ließen sie den Machern die Wahl, ob sie ihn selbst zensieren würden oder ob der Sender in die Folge eingreifen müsse. Es wird aber auch vermutet, dass der Streit der South-Park-Macher mit dem Sender nur inszeniert war und Parker und Stone den Propheten freiwillig zensiert hätten, um den satirischen Wert der Folge noch zu steigern.

Im April 2010 trat in der 200. Folge der Serie eine Figur im Bärenkostüm auf, die den Propheten Mohammed darstellen sollte. Daraufhin erhielten Parker und Stone von einer islamistischen Blogger-Gruppe eine Todesdrohung und Comedy Central entfernte im Alleingang die Mohammed-Anspielungen aus der Folge.[3][4] Bis heute ist die Folge weder im TV- noch im Online-Angebot des Senders einsehbar. In der Comedy-Central-Sendung The Daily Show wurden als Reaktion aufgrund der öfters geschehenen Drohungen von verschiedenen religiösen Fundamentalisten als Schwerpunkt Scherze mit religiösem Zusammenhang gesendet. Der muslimische CC-Mitarbeiter Aasif Mandvi erklärte, er fühle sich unwohl, wenn Mohammed gezeigt werde, aber viel ärgerlicher sei es, wenn Leute im Namen der Religion dafür bedroht werden.[5][6]

Die Inhalte von South Park tragen oft politische Hintergründe mit sich. In der Folge, in der Al Gore die Bevölkerung vor dem „Mannbärschwein“ (man bear pig) warnt, werden oft Andeutungen auf die Panikmache der Klimaschutz-Organisationen, unter anderem von Ex-Vizepräsident Al Gore, gemacht. Zudem werden in den Geschichten auch immer wieder militärische Auslandseinsätze der USA thematisiert.

Ein besonderes Merkmal der Sendung ist auch die Zeichenstilästhetik, die an die ursprüngliche Legetrick-Stop-Motion-Technik angelehnt ist, jedoch (mit Ausnahme der Pilotfolge) mit aktueller Technologie produziert wird. Die Figuren wirken flächig (2D) und sind in ihren Details stark vereinfacht. Laut eigenen Angaben entstand dieser Stil während der Studienzeit, als Matt Stone und Trey Parker Semesterprojekte abzugeben hatten und sich aufgrund mangelnden Zeichentalents nicht anders zu behelfen wussten. Ab der zweiten Episode bis einschließlich der vierten Staffel entstanden sie am Computer mit der Software Power Animator, danach mit Maya. Die Animationen und der Detailgrad haben sich dabei in den Jahren deutlich weiterentwickelt, ohne jedoch die Legetrick-Ästhetik zu verlieren. Bei der Darstellung real existierender Personen wurde in den ersten Staffeln der Serie meist ein reales Foto als Gesicht eingesetzt. Der Mund dieses Fotos wurde animiert, indem Teile des Bildes verschoben wurden, ähnlich wie bei den Animationen von Monty Python.

Der rasche und durchschlagende Erfolg der teils sehr eigenwilligen Perspektiven, die Matt Stone und Trey Parker der amerikanischen Öffentlichkeit präsentierten, erklärt sich nicht zuletzt durch die Verarbeitung aktueller politischer und gesellschaftlicher Themen, was teils auf karikierende, überzeichnende Weise, teils mittels hintergründiger Metaphern geschieht. Hierauf wurde auch Filmemacher Michael Moore aufmerksam, der ein Interview mit Matt Stone in seinen Film Bowling for Columbine einbrachte.

Parallel zur Serie entstand 1999 auch der Kinofilm South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten, der als Musical aufbereitet wurde. Die Macher von South Park haben angekündigt, dass es nie einen zweiten Film geben werde.

Figuren aus der Serie

Eric Theodore Cartman

Kennzeichen: hellblaue Mütze, darunter hellbraunes Haar, rote Jacke, braune Hose und „breiter Körperbau“

Eric Cartman ist dicklich und wird deshalb oft gehänselt und als „Fettarsch“ oder „Schwabbelbacke“ bezeichnet. Er selbst ist jedoch – ebenso wie seine Familie – davon überzeugt, er habe lediglich „schwere Knochen“ und sei in Wirklichkeit schlank, beziehungsweise müsse noch „in seinen Körper hineinwachsen“ und „komme nur in Form“, wie es ihm auch von seiner Mutter eingeredet wird. Sie verwöhnt ihn in höchstem Maße und ist ihm in manchen Situationen hörig. Auch deshalb ist Cartman verzogen und voller stereotyper Einstellungen, vor allem gegenüber Juden. So ist Adolf Hitler eines seiner größten Vorbilder, was er oft sehr ausführlich betont und sich auch in sozialdarwinistischen und chauvinistischen Handlungen und Ansichten äußert, unter anderem aber auch Mel Gibson, der sich durch den Film Die Passion Christi bei ihm sehr beliebt gemacht habe. Er handelt meistens sadistisch, berechnend und egoistisch (Charakterzüge, die in späteren Staffeln mehr und mehr offensichtlich werden). Auch seine Abneigung gegen Hippies (in den ersten Staffeln mit „Ökofritzen“ übersetzt) ist unübersehbar. Ständig versucht er seinen Mitschülern, insbesondere seinen besten Freunden Stan, Kyle, Kenny und Butters, übel mitzuspielen. Laut Aussage der Schöpfer ist er „der dreckige kleine Bastard, der in jedem von uns steckt“.

Trotz miserabler Schulnoten ist er ein intelligenter Junge, der es versteht, die Leute in seinem Umfeld (sehr oft seine vermeintlichen Freunde und seine Mutter) immer wieder hereinzulegen und zu manipulieren. Gelegentlich wird es dem Zuschauer allerdings auch ermöglicht, hinter die Fassade, welche sich Cartman errichtet hat, zu schauen. Dahinter kommt ein verzweifelter kleiner Junge zum Vorschein, dem vor allem eine Vaterfigur in seinem Leben fehlt. Was diesem Zustand noch die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, dass Mrs. Cartman sich kaum bemüht, ihre sexuellen Eskapaden vor ihrem Sohn geheim zu halten.

Erst in der 200. Episode wird offenbart, dass Jack Tenorman sein Vater ist – in Unwissenheit dessen hatte er jedoch zuvor für Mr. Tenormans Tod gesorgt um sich an Scott Tenorman (seinem Halbbruder) zu rächen. Bis dato wurde ihm weisgemacht, seine Mutter sei ein Zwitter und eigentlich sein biologischer Vater.

Laut den Machern von South Park basiert Eric Cartman auf der Figur Archie Bunker aus All in the Family, dem amerikanischen Pendant zu Ekel Alfred aus Ein Herz und eine Seele.

Kenneth „Kenny“ McCormick

Kennzeichen: orangefarbener Parka mit über den Kopf gezogener Kapuze, darunter blonde Haare und orangefarbene Hose

Kenny ist ein Sohn armer Eltern, die von Sozialhilfe leben. Seine Familie stellt eine Persiflage über den typischen amerikanischen Redneck dar (vgl. White trash). Dies macht Kenny in der ganzen Stadt, jedoch besonders bei Eric, zur Zielscheibe von Spott und Hohn. Charakteristisch für Kenny ist seine Wagemutigkeit. Wann immer die Jungs etwas Neues ausprobieren, macht er begeistert den ersten (oft fatalen) Schritt. Auch ist er der Junge, der auf sexuellen und obszönen Gebieten am aufgeklärtesten ist. Dieses Wissen wird von Eric, Kyle und Stan häufig mit Ekel erwidert. Da Kennys Kapuze seinen Mund bedeckt, klingt seine Sprache für den Zuschauer nur als ein unverständliches Nuscheln. Dabei spricht Matt Stone Kennys Text in ein Taschentuch, um das charakteristische Nuscheln zu erzeugen. Kennys Figur hat daher immer einen vorgegebenen Text, auch wenn dieser nicht immer verständlich wird. Fest steht, dass nur die anderen South-Park-Figuren Kenny immer verstehen.

Ein Running Gag in South Park ist, dass Kenny bis zum Ende der fünften Staffel in (fast) jeder Episode auf eine meist bizarre Art stirbt, aber in der nächsten Folge wieder auftaucht. Wenn er stirbt, kommt fast immer folgender Ausruf von Stan und Kyle: „Oh mein Gott! Sie haben Kenny getötet!“ – „Ihr Schweine!“ („Oh my God! They killed Kenny!“ – „You bastards!“). Im Laufe der Staffeln wird selbst der Running Gag noch aufs Korn genommen: Waren die Tode Kennys in den ersten Folgen noch einigermaßen in die Story mit eingeflochten, so werden sie später immer absurder und gezwungener. Kennys Tod wird dabei oft als Quotentod angesehen. Es kommt auch vor, dass Kenny erst in der letzten Minute stirbt. In der Folge Kennys Karma 52 (Cartman Joins NAMBLA) (4. Staffel) wird erstmals eine Erklärung für das ständige Wiedererscheinen geboten: Am Ende der Episode, nach Kennys Tod, gebärt seine Mutter einen Sohn mitsamt dem kennzeichnenden, orangefarbenen Parka. Aufgrund des gleichen Aussehens geben die Eltern dem Kind abermals den Namen Kenny. Die Thematik wird in der Folge Mysterion schlägt zurück (Mysterion Rises) (14. Staffel) wieder aufgegriffen: Kenny ist unsterblich und wacht dank dieser „Superkraft“ jedes Mal am nächsten Tag nach seinem Ableben unversehrt zu Hause in seinem Bett auf, während alle anderen Bewohner South Parks sich nicht mehr an seinen Tod erinnern können. In der Folge Der Coon vs. der Coon and Friends (Coon vs. Coon and Friends) (14. Staffel) wird der Ursprung dieses Phänomens offenbart, Kennys Eltern waren vor seiner ersten Geburt auf einem Sektentreffen Cthulhus Einfluss ausgesetzt. Als Folge dessen gebärt seine Mutter ihn nach jedem seiner Tode erneut und sein Tod gerät in Vergessenheit.

Die Folge Kennys Tod (Kenny Dies) (Staffel 5) dreht sich dafür fast ausschließlich um eine ernste Erkrankung Kennys, an der er letztlich stirbt. Es ist wohl die erste Folge, in der Kennys Tod ernst genommen wird. Nach dieser Folge taucht Kenny nicht wieder, wie vorher üblich, lebendig in der nächsten Folge auf, sondern erst nach einer fast kompletten Staffel, in der letzten Folge von Staffel 6 Weihnachten im Irak: Blut & Wunder (Red Sleigh Down). Von dort an stirbt er nur noch sehr selten, und seine Stimme ist nun verständlich. In einem humoristisch inszenierten Interview als Vorspann zu den ersten Folgen antworteten die Macher von South Park auf die Frage, warum sie Kenny dauernd sterben lassen, einstimmig mit: „Weil er arm ist.“ Der wirkliche Grund für den häufigen Filmtod von Kenny wurde von Trey Parker in einem Interview erläutert. Demnach war die Figur bereits Kenny getauft worden, und bei dem Genuss von Kilkenny zusammen mit Matt Stone entwickelte sich daraus der Running Gag „Kill Kenny“, der zu dem häufigen Filmtod führen sollte.

Kyle Broflovski

Kennzeichen: grüne Mütze mit Ohrenschützern, darunter rote Haare, orangefarbene Jacke und olivfarbene Hose

Kyle repräsentiert das Alter Ego von Erschaffer Matt Stone, stammt daher wie dieser aus einer jüdischen Familie und ist, neben Stan, die einzig vernünftige Person in South Park. Dennoch lässt er sich sehr leicht provozieren und fühlt sich schnell angegriffen. Insbesondere von Cartman wird Kyle wegen seines jüdischen Glaubens attackiert und teilweise in heikle Lagen gebracht. Cartmans Abneigung gegen Juden spiegelt sich in mehr oder weniger jedem Dialog der beiden wider.

Sein Vater Gerald war früher einmal der beste Freund von Kennys Vater. Seine Mutter wird schnell hysterisch und neigt zu Überreaktionen. Außerdem hat Kyle einen gleichnamigen Vetter und einen kleinen (adoptierten, kanadischen) Bruder namens Ike. Da Kyles Vater ein recht erfolgreicher Anwalt ist, ist Kyle auch der wohlhabendste des Quartetts und muss sich auch deswegen diverse Seitenhiebe von Cartman gefallen lassen.

Stanley „Stan“ Marsh

Kennzeichen: blaue Mütze, darunter schwarzes Haar, braune Jacke und blaue Hose

Stan stellt das Alter Ego von Erschaffer Trey Parker dar. Er ist sympathisch, vernünftig, intelligent und fungiert nicht selten als Mediator zwischen Cartman, Kyle und Kenny. Er ist der emotionalste des Quartetts, was sich beispielsweise in seiner Liebe zu Wendy oder im Umgang mit emotional berührenden Situationen widerspiegelt. So ist ein weiterer Running Gag, dass sich Stan jedes Mal übergeben muss, wenn ein Kuss mit Wendy kurz bevorsteht oder wenn sie ihn anspricht. Trotz seines stark emotionalen Charakters ist Stanley sehr ruhig und bedächtig. Wenn er alleine ist, hat er meistens die Hände in den Jackentaschen und den Blick auf den Boden gerichtet.

Stans Vater, Randy, wird als sehr leicht zu beeinflussen und zu begeistern dargestellt – häufig sind seine Reaktionen beziehungsweise sein Enthusiasmus stark übertrieben. Stans Mutter, Sharon, ist ruhig und streitet oft mit Randy wegen dessen irrationalen Verhaltens. Ebenfalls zur Familie gehört Shelley, Stans ältere, aggressive Schwester.

Eigentlich sind ausschließlich Stan und Kyle wahrhaft enge Freunde. Cartman wird mehr geduldet als gemocht, er kommt auch meistens zu den Freunden dazu und nicht umgekehrt − es sei denn, er wird gebraucht. Von Kenny trennt beide eine deutliche soziale und intellektuelle Kluft, dennoch hat er bei den beiden bessere Karten als Eric.

Synchronisation

Hauptdarsteller

Rolle Originalsprecher Deutsche Synchronisation
Eric Cartman Trey Parker Jörg Stuttmann
Kenny McCormick Matt Stone Sabine Bohlmann
Kyle Broflovski Matt Stone Jan Panczak
Stan Marsh Trey Parker Benedikt Weber

Nebendarsteller

Rolle Originalsprecher Deutsche Synchronisation
Big Gay Al Matt Stone Christian Weygand / Rufus Beck
Bürgermeisterin McDaniels Eliza Schneider Dagmar Heller
Clyde Donovan Trey Parker Sissy Elsholtz / Stefan Günther / Daniel Krause
Craig Trey Parker Johannes Raspe / Marc Stachel
Damien Matt Stone Solveig Duda
Diane Choksondik Trey Parker Ilona Grandke
Dr. Alphonse Mephisto Trey Parker Michael Habeck
Gerald Broflovski Matt Stone Gudo Hoegel
Gott Trey Parker Walter von Hauff
Herbert Garrison Trey Parker Michael Rüth
Ike Broflovski …/Milan Agnone Sabine Bohlmann
Jesus Matt Stone Silvan-Pierre Leirich / Philipp Moog
Jerome 'Chef(-koch)' McElroy † Isaac Hayes † 2008 Donald Arthur
Jimbo Kern Matt Stone Arne Elsholtz / Gudo Hoegel
Jimmy Vulmer Trey Parker Hubertus von Lerchenfeld
Leopold 'Butters' Stotch Matt Stone Dirk Meyer
Liane Cartman Mary Kay Bergman † 1999 / Eliza Schneider / April Stewart Uschi Wolff
Mr. Hankey Trey Parker Christian Weygand
Mr. Mackey Trey Parker Randolf Kronberg / Walter von Hauff / Rufus Beck
Mrs. Veronica Crabtree † Mary Kay Bergman † 1999 / Eliza Schneider Dagmar Heller
Mrs. McCormick Mary Kay Bergman † 1999 / Eliza Schneider Solveig Duda / Marion Sawatzki / Michaela Amler (Film)
Ned Gerblansky Trey Parker Kai Taschner
Officer Barbrady Trey Parker Thomas Albus/…
Phillip Trey Parker Dominik Auer / Hubertus von Lerchenfeld
Pip Matt Stone Hubertus von Lerchenfeld
Randy Marsh Trey Parker Achim Geisler / Jakob Riedl
Sharon Marsh Mary Kay Bergman † 1999 / Eliza Schneider / April Stewart Christine Stichler / Carin C. Tietze
Sheila Broflovski Mary Kay Bergman † 1999 / Mona Marshall Katharina Lopinski
Shelly Marsh Eliza Schneider Julia Haacke / Sandra Schwittau (Film)
Stuart McCormick Matt Stone Jan Odle
Terrance Matt Stone Hubertus von Lerchenfeld / Dominik Auer
Timmy Trey Parker Daniel Krause
Token Williams (Token Black) Adrien Beard Johannes Raspe / Dominik Auer
Tweek Trey Parker Dominik Auer
Wendy Testaburger Mary Kay Bergman † 1999 / Eliza Schneider / April Stewart Shandra Schadt / Marieke Oeffinger

In der Folge Cartmans unglaubliche Gabe (813) wird ein Serienmörder gesucht; die dritte Leiche ist Mrs. Veronica Crabtree. Ein Polizist sagt auch des Öfteren, dass sie nur eine Nebendarstellerin sei und sie in denn letzten Folgen sowieso nicht aufgetreten sei und die Zuschauer sie deshalb nicht vermissen würden, aber der Fall trotzdem aufgeklärt werden muss.

Berühmte Gastsprecher

Synchronisation der Gastdarsteller
Rolle Originalsprecher Deutsche Synchronisation
Adolf Hitler Matt Stone Willi Herren
Barbra Streisand Mary Kay Bergman Jutta Speidel
Bob Saget Trey Parker Ingolf Lück
Bücherwurm Matt Stone Tim Sander
Chorleiterin Miss Stevens Jennifer Aniston Lilo Wanders
Fitnesstrainerin Susan Eliza Schneider Jeanette Biedermann
Geologe Trey Parker Heiner Lauterbach
Goth-Kids (714) ? Wir sind Helden
Krankenschwester Gollum Mary Kay Bergman Dolly Buster
Leonard Maltin Trey Parker Sigmar Solbach
Ms. Ellen Natasha Henstridge Jasmin Tabatabai
Notorious B.I.G. Eldridge Hudson Kool Savas
Opa Marvin Marsh

(1. Staffel)

Trey Parker Klaus Höhne
Oprah Winfrey Eliza Schneider Dagmar Dempe
Rektorin Victoria

(bis zur 7. Staffel)

Mary Kay Bergman Désirée Nick
Reporter Frank Matt Stone Wigald Boning
Robert Smith Robert Smith Guildo Horn
Romper Stomper Matt Stone Ingo Schmoll
Rosie O’Donnell Eliza Schneider Ariane Sommer
Sally Struthers Mary Kay Bergman Jenny Elvers-Elbertzhagen
Sparky George Clooney ?
Thom Yorke Thom Yorke Ben
Tom Trey Parker Wigald Boning

Staffeln und Ausstrahlung

Staffel Episoden Ausstrahlung (USA)
Comedy Central
Ausstrahlung (Deutschland)
Staffel 1 13 13. August 1997 bis 25. Februar 1998 5. September bis 28. November 1999
Staffel 2 18 1. April 1998 bis 20. Januar 1999 7. Oktober 2000 bis 24. Februar 2001
Staffel 3 17 7. April bis 12. Januar 2000 3. November 2001 bis 9. März 2002
Staffel 4 17 5. April bis 20. Dezember 2000 31. August bis 21. Dezember 2002
Staffel 5 14 20. Juni bis 12. Dezember 2001 27. September bis 27. Dezember 2003
Staffel 6 17 6. März bis 11. Dezember 2002 11. September 2004 bis 8. Januar 2005
Staffel 7 15 19. März bis 17. Dezember 2003 10. September 2005 bis 7. Januar 2006
Staffel 8 14 17. März bis 15. Dezember 2004 8. Januar bis 6. Februar 2007
Staffel 9 14 9. März bis 7. Dezember 2005 7. Februar bis 12. März 2007
Staffel 10 14 22. März bis 15. November 2006 13. März 2007 bis 7. Februar 2008
Staffel 11 14 7. März bis 14. November 2007 7. Februar bis 27. März 2008
Staffel 12 14 12. März bis 19. November 2008 11. Februar bis 19. Juni 2009
Staffel 13 14 11. März bis 18. November 2009 9. Februar bis 11. Mai 2010
Staffel 14 14 17. März bis 17. November 2010 17. Dezember 2010 bis 4. März 2011
Staffel 15 14 seit 27. April 2011 Ab 11. Dezember 2011

Episoden

Eröffnungsliedtext

Das Titellied wird im amerikanischen Original von der Band Primus gesungen.

Die deutsche Version lautet:

„Ich schau mal hier nach South Park, Mann, dort ist es echt heiß.
Nette Leute überall und nur strahlende Gesichter.
Ich geh mal nach South Park, da vergess’ ich jeden Scheiß.
Jederzeit bei Tag und Nacht ist dort echt der Park am krachen!
Überall im South Park ist was los, wie jeder weiß.
Mrph mhm mrm mhp mrph mmph mrph-prh mrph mmh mrmm mrh mpr mph mprh mph!
Komm schnell mal her nach South Park, denn da ist dein Freundeskreis!“

Die Originalversion lautet:

“I’m going down to South Park, gonna have myself a time.
Friendly faces everywhere, humble folks without temptation.
Going down to South Park, gonna leave my woes behind.
Ample parking day or night, people spouting, “Howdy neighbor!”
Headin’ on up to South Park, gonna see if I can’t unwind.
Mrph mhm mrm mhp mrph mmph mrph-prh mrph mmh mrmm mrh mpr mph mprh mph!
So, come on down to South Park and meet some friends of mine.”

Das unverständliche „Mrph mhm mrm…“ bedeutet im Original anfangs: “I love girls with deep vaginas, I love girls with big fat titties.” (deutsch: „Ich steh’ auf Mädchen mit tiefen Vaginas, ich steh’ auf Mädchen mit großen, dicken Titten.“) Seit Staffel 3 bedeutet es “I have got a ten inch penis, use your mouth if you want to clean it” (deutsch: „Ich habe einen 10-Zoll-Penis, nutz' deinen Mund, wenn du ihn säubern willst.“) Seit Staffel 7 “Someday I'll be old enough to stick my dick in Britney's butt” (deutsch: „Eines Tages werde ich alt genug sein, um meinen Schwanz in Britneys Arsch zu stecken.“) Seit Mitte der Staffel 10 bis heute bedeutet es “I like fucking silly bitches, cause I know my penis likes it.” (deutsch: „Ich ficke gerne dumme Schlampen, weil ich weiß, mein Penis mag es.“) In den Folgen der 6. Staffel, in denen Kenny nicht erscheint, wurde es durch „Timmy Timmy Timmy Timmy Timmy Timmy livinalie Timmy“ ersetzt („livinalie“ steht für „living a lie“, neben seinem Namen und einigen wenigen, episodenabhängigen Worten das einzige, was Timmy sagen kann). In den ersten Versionen des Vorspanns wurde der erste Satz mit „Ich schau mal in den South Park…“ übersetzt.

Auszeichnungen

  • 1997: Cable ACE Award „South Park“, Animated Programming Special or Series
  • 1997: Los Angeles Film Critics Association Award „The Spirit of Christmas“, Best Animation
  • 1997: Producers Guild of America „South Park“, Nova Award for Television
  • 1998: Emmy-Awards „South Park“, Nominierung für die Folge „Big Gay Al’s Big Gay Boat Ride“
  • 2000: Emmy-Awards „South Park“, Nominierung für die Folge „Chinpokomon“
  • 2000: 72nd Annual Academy Awards „Blame Canada“, Oscar-Nominierung Best Song
  • 2000: MTV-Movie-Awards „Uncle Fucka“, Movie-Award für die beste Musical-Einlage
  • 2001: Austin Film Festival
  • 2002: Emmy-Awards „South Park“, Nominierung für die Folge „Osama Bin Laden Has Farty Pants “
  • 2004: Emmy-Awards „South Park“, Nominierung für die Folge „Christmas Time in Canada“
  • 2005: Emmy für die Folge „Best Friends Forever“, in der Kategorie: Outstanding Animated Program (for Programming Less Than One Hour)
  • 2006: Emmy-Awards „South Park“, Nominierung für die Folge „Trapped in the Closet“
  • 2007: Emmy für die Folge „Make Love, Not Warcraft“ in der Kategorie: Bestes animiertes Programm (weniger als eine Stunde)
  • 2008: Emmy für die Folge „Imaginationland“ in der Kategorie: Bestes animiertes Programm (länger als eine Stunde)
  • 2009: Emmy für die Folge „Margaritaville“ in der Kategorie: Outstanding Animated Program (for programming less than one hour) [7]

Veröffentlichungen

In den USA sind die ersten dreizehn Staffeln auf DVD erschienen, die zwölfte und dreizehnte Staffel wurden zusätzlich auf Blu-ray Disc veröffentlicht. Die DVDs sind in Englisch und Regionalcode 1 und der Fernsehnorm NTSC. Seit März 2008 werden darüber hinaus alle Folgen der Serie auch kostenfrei als Online-Stream in annähernd DVD-Qualität auf der offiziellen Webseite bereitgestellt, darunter auch ein Zusammenschnitt der Episoden mit dem Titel Imaginationland, die als unzensierter Director’s Cut zusätzlich zur Originalfassung zu sehen sind.

Auf Deutsch erschienen folgende DVDs mit Regionalcode 2 und einer Konversion nach PAL:

Filme

Name Veröffentlichung Laufzeit Bildformat Audio FSK
Southpark – Der Film 28. Juli 2000 ca. 78 Min 4:3 / 16:9 Full Frame Deutsch, Englisch Ab 16 Jahren
Imaginationland: The Movie März 2008 ca. 68 Min 16:9 Full Frame Englisch Ab 16 Jahren

Staffel-Boxen

Name Veröffentlichung Episoden Laufzeit Bildformat Audio FSK
Die komplette 1. Staffel 8. November 2007 13 Folgen ca. 302 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 2. Staffel 8. November 2007 18 Folgen ca. 410 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 3. Staffel 6. März 2008 17 Folgen ca. 377 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 4. Staffel 5. Juni 2008 17 Folgen ca. 380 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 5. Staffel 8. November 2007 14 Folgen ca. 297 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 6. Staffel 6. März 2008 17 Folgen ca. 377 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 7. Staffel 5. Juni 2008 15 Folgen ca. 329 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 8. Staffel 6. November 2008 14 Folgen ca. 301 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 9. Staffel 15. Januar 2009 14 Folgen ca. 301 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch, Spanisch Ab 16 Jahren
Die komplette 10. Staffel 9. April 2009 14 Folgen ca. 311 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch Ab 16 Jahren
Die komplette 11. Staffel 9. Juli 2009 14 Folgen ca. 311 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch Ab 16 Jahren
Die komplette 12. Staffel 15. Oktober 2009 14 Folgen ca. 311 Min 4:3 Full Frame Deutsch, Englisch Ab 16 Jahren
Die komplette 13. Staffel 7. Oktober 2010 14 Folgen ca. 312 Min 16:9 Deutsch, Englisch Ab 16 Jahren
Die komplette 14. Staffel 8. September 2011 12 Folgen ca. 267 Min 16:9 Deutsch, Englisch Ab 16 Jahren

Diese DVDs enthalten alle Folgen der jeweiligen Staffel (ausgenommen Staffel 14; siehe Beschreibung, Humor und Kontroversen). Es sind bisher die ersten vierzehn Staffeln komplett als Staffel-Box von Paramount Pictures erschienen. Neben diesen Veröffentlichungen existiert auch noch eine ältere DVD-Veröffentlichung von Warner Vision International, die als Volume 1–11 (erste bis dritte Staffel) jeweils vier bis fünf Folgen pro DVD enthält.

Verfilmung

Im Jahre 1999 kam die Verfilmung von South Park auf deutsch mit Titel South Park: Der Film – größer, länger, ungeschnitten (auf englisch: South Park: Bigger, Longer & Uncut) in die Kinos. Er erhielt überwiegend positive Kritiken, unter anderem auf Grund vieler prominenter Synchronsprecher. Im Jahr 2000 wurde der Film für den Oscar in der Kategorie Bester Song nominiert für Blame Canada. Außerdem bekam der Film im Jahr 2002 einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde für die meisten Flüche in einem Animationsfilm (399 Flüche, inklusive 146 Mal das Wort „fuck“, 79 Mal „shit“ und 59 Mal „bitch“, 128 beleidigenden Gesten und 221 Gewalthandlungen).

Southpark.de

Am 15. Juli 2009 startete das deutschsprachige Internetportal southpark.de. Genau wie im englischen Pendant können fast alle Episoden (mit Ausnahme von „Super Best Friends“, „200“ und „201“; siehe den Abschnitt: Beschreibung, Humor und Kontroversen) kostenlos und in voller Länge angesehen werden (wahlweise auf Deutsch oder Englisch)[8].

Einzelnachweise

  1. Die 15. Staffel kommt! – South Park Studios Deutschland, 31. März 2011
  2. Comedy Central bringt 15. Staffel ab Dezember 2011 nach Deutschland – Serienjunkies.de, 24. Oktober 2011
  3. Der Freitag: Zensur und Angst, 24. April 2010
  4. 'South Park’ Episode Is Altered After Muslim Group’s Warning, NY Times, 22. April 2010
  5. The Daily Show: South Park Death Threats, 22. April 2010
  6. Jon Stewart Takes On Comedy Central’s Censorship of 'South Park’, NY Times, 22. April 2010
  7. Emmy Nomination for Margartaville
  8. Englische Episoden verfügbar! southpark.de, abgerufen am 23. Juli 2009.

Weblinks

 Commons: South Park – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: South Park – Zitate

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