Monty Python


Monty Python
Monty Python

Fuß aus dem animierten Vorspann vonMonty Python’s Flying Circus
Fuß aus dem animierten Vorspann von
Monty Python’s Flying Circus

Art Komiker
Genre Britischer Humor, Satire, Schwarzer Humor, Nonsens
Medien Fernsehen, Kino, Video, Tonaufnahmen, Bücher
Nationalität Britisch
Gründung 1969
Auflösung 1983
Mitglieder Graham Chapman
John Cleese
Terry Gilliam
Eric Idle
Terry Jones
Michael Palin
Website Pythonline

Monty Python [ˌmɒnti ˈpaɪθn] war eine britische Komikergruppe. Sie wurde 1969 gegründet und hatte ihre Blütezeit in den 1970er Jahren, in denen die Fernsehserie Monty Python’s Flying Circus und mehrere Kinofilme, unter anderem Das Leben des Brian, gedreht wurden. 1983 löste sich die Gruppe auf. Monty Python hatte großen Einfluss auf zahlreiche Humoristen in verschiedenen Medien.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Monty Python bestand aus:

Cleese, Chapman und Idle studierten an der Universität Cambridge, Palin und Jones an der Universität Oxford, wo sie im Schreiben und Darstellen komischer Sketche erste Erfahrungen sammelten. Diese Gruppenbildung beim Skript-Schreiben blieb während der Monty-Python-Zeit bestehen, dies bezeichnete Terry Jones später als „The Oxford-Cambridge-Divide“. Terry Gilliam kam vom Occidental College, Los Angeles, dazu und zeichnete sich hauptsächlich durch seine Cut-Out-Animationen und kleinere Rollendarstellungen aus. Mitarbeiter der Pythons waren auch Carol Cleveland, Connie Booth und Neil Innes, die in zahlreichen Sketchen des „Flying Circus“ und auch den meisten Kinofilmen mitwirkten.[1]

Von 1969 bis 1974 drehten sie für die BBC 45 Folgen (drei Staffeln mit je 13 Folgen, eine Staffel mit sechs Folgen) der Serie Monty Python’s Flying Circus, in der Sketche und Trickfilmszenen gemischt wurden. Die erste Sendung wurde am 5. Oktober 1969 um 23:00 Uhr ausgestrahlt. In den Jahren 1971 und 1972 wurden zwei Folgen in deutscher Sprache als Monty Pythons fliegender Zirkus speziell für das deutsche und österreichische Fernsehen produziert und gesendet.

Der Name "Monty Python’s Flying Circus" für die Show-Serie entstand erst 1969 kurz vor Drehbeginn bei einer der letzten Besprechungen in Cleeses damaliger Wohnung in der Basil Street in Kensington:

Several zany titles resulted until John Cleese came up with the last name Python and Eric Idle remembered a character he had met in a pub years before. The stranger had been a dapper sort and every time he came into the pub he would ask the patrons, "Has Monty been in yet?" Idle’s compatriots liked the name and so the troupe and the show became Monty Python’s Flying Circus.

Die Serie bestach durch ihren schrägen Humor. In Anlehnung an den Ausdruck „kafkaesk“ wurde diese Stilrichtung auch als „pythonesk“ bezeichnet. Sie zeichnete sich durch hintersinnigen und vor allem schwarzen Humor aus. Die Serie gilt sowohl formal als auch inhaltlich als wegweisend für das Genre der Comedy; insbesondere der Verzicht auf eine Pointe im Anschluss an eine besonders absurde Szene war revolutionär und wirkte stilbildend. Bekannt ist auch die Erkennungsmelodie aus Monty Python’s Flying Circus. Es handelt sich um John Philip Sousas Marsch The Liberty Bell. Nachdem John Cleese bereits nach dem zweiten Jahr mit dem Gedanken gespielt hatte, die Gruppe zu verlassen, war er schließlich in der vierten Staffel nicht mehr dabei. Es wurden nur noch sechs Folgen erstellt, wobei trotzdem noch Material von John Cleese (mit seinem Einverständnis) verwendet wurde.

Nach ihrer Zeit beim Fernsehen wandten sich Monty Python dem Film zu. And Now For Something Completely Different wurde bereits während der Zeit des Flying Circus für das Kino gedreht. Er enthielt fast ausnahmslos neu gedrehte Sketche, die bereits im Flying Circus zu sehen gewesen waren. Im direkten Anschluss begannen in Schottland die Dreharbeiten zum zweiten Kinofilm Die Ritter der Kokosnuß mit Beteiligung von John Cleese.

1979 drehte die Gruppe ihren wohl einflussreichsten und bekanntesten Film, Das Leben des Brian. Der Film befasst sich satirisch und teilweise mit schwarzem Humor mit religiösen und sozialen Themen. Der Protagonist Brian, geboren zur selben Zeit wie Jesus von Nazareth, wird für den Messias gehalten und schließlich gekreuzigt. Aufgrund des kontroversen Inhaltes des Filmes protestierten beispielsweise amerikanische konservative Christen dagegen. So nahmen manche Kinobetreiber Monty Pythons Werk aus Rücksicht vor religiösen Empfindsamkeiten nicht ins Programm auf.

Auch einzeln waren die Mitglieder als Schauspieler, Autor oder Regisseur erfolgreich (auch schon vor ihrer Monty-Python-Zeit) und sind es zum Teil auch heute noch.

Zu den Pythons gehört die Produktionsfirma Python (Monty) Pictures Limited.

Vier der Pythons (Gilliam, Idle, Jones und Palin) traten zusammen mit Carol Cleveland und Neil Innes 2002 auf dem Gedenkkonzert für George Harrison auf, da er einen ihrer Filme mit seiner extra für die Pythons gegründeten Firma HandMade Films produziert hatte. Für John Cleese, der zu diesem Zeitpunkt krank war, sprang Tom Hanks bei einer Nummer ein.

2005 wurde das Monty-Python-Musical Monty Python’s Spamalot am New Yorker Broadway uraufgeführt, das dort seither regelmäßig gespielt wird und auch mehrmonatige Aufführungsreihen in London, Las Vegas und im Kölner Musical Dome hatte.

Werk

Filme

Dokumentationen

  • 2009 – Monty Python - Fast die ganze Wahrheit!

Tonträger

  • 1971 – Another Monty Python Record (Charisma Records)
  • 1972 – Monty Python’s Previous Record (Charisma Records)
  • 1973 – Matching Tie and Handkerchief (Charisma Records)
  • 1974 – Holy Grail Soundtrack (Charisma Records)
  • 1974 – Monty Python Live at Drury Lane (Charisma Records)
  • 1976 – Live! At City Center (Megaphon Import Service)
  • 1979 – Life Of Brian Soundtrack (Charisma Records)
  • 1980 – Monty Python’s Contractual Obligation Album (Charisma Records)
  • 1983 – The Meaning Of Life Soundtrack (Universal)
  • 1988 - The Final Rip Off (Virgin Records)
  • 1989 – Monty Python Sings (Virgin Records)

Computerspiele

  • 1984 – The Quest for the Holy Grail – Ein Textadventure für den C64
  • 1990 – Monty Python’s Flying Circus (entwickelt von Core Design Ltd. und herausgegeben von Virgin Interactive Entertainment)
  • 1994 – Monty Python’s Complete Waste of Time (deutscher Titel: Monty Python’s Reine Zeitverschwendung)
  • 1996 – Monty Python and the Quest for the Holy Grail (deutscher Titel: Monty Python – Die Ritter der Kokosnuß)
  • 1997 – Monty Python’s The Meaning of Life

Diese Computerspiele wurden von 7th Level in Zusammenarbeit mit Eric Idle und Terry Gilliam entwickelt.

Musical

Auszeichnungen

Trivia

Der Originalfuß (markiert): Allegoria del trionfo di Venere von Angelo Bronzino.

Literatur

  • 1993 – „Monty Python’s Flying Circus. Sämtliche Worte“ (Zwei Bände), Haffmans Verlag AG (Zürich 1993), ISBN 3-251-00223-6
  • 1997 – „Monty Python – Über den Sinn des Lebens“ Andreas P. Pittler
  • 1999 – „Eine Python namens Monty“ Guido Mann, BoD (Stuttgart 1999), ISBN 978-3-89811-326-7.
  • 2000 – „Monty Python’s Fliegender Zirkus. Sämtliche deutschen Shows“, Haffmans Verlag AG (Zürich 2000), ISBN 3-251-00414-X
  • 2003 – Buch/Biografie: „Python über Python“ (engl. The „Pythons“ Autobiography by the „Pythons“) von Monty Python, Bob McCabe
  • Volker Bleek: Kommen wir nun zu etwas völlig anderem – 40 Jahre Monty Python. Schüren Verlag, Marburg 2008, ISBN 978-3-89472-633-1.

Weblinks

 Commons: Monty Python – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

Einzelnachweis

  1. Cleveland und die Pythons

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