Hoppecke

Hoppecke
Hoppecke
Quelle

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Daten
Gewässerkennzahl DE: 442
Lage Nordrhein-Westfalen und Hessen; Hochsauerlandkreis und Landkreis Waldeck-Frankenberg
Flusssystem WeserVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_falsch
Abfluss über Diemel → Weser → Nordsee
Quelle Südlich von Willingen
51° 15′ 30″ N, 8° 34′ 59″ O51.2583472222228.58305780
Quellhöhe 780 m ü. NN[1]
Mündung Zwischen Bredelar und Marsberg
51.4305777777788.8154055555555268

51° 25′ 50″ N, 8° 48′ 55″ O51.4305777777788.8154055555555268
Mündungshöhe 268 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 512 m
Länge 34,7 km[2]
Einzugsgebiet 92,371 km²[2]
Abflussmenge
am Pegel Bredelar
(4,5 km oberhalb der Mündung,
Einzugsgebiet: 77,4 km²)[3]
NNQ: 83 l/s (im Jahr 2003)
MNQ: 183 l/s
MQ: 1,370 m³/s
MHQ: 13,5 m³/s
HHQ: 25,2 m³/s (im Jahr 1986)
Rechte Nebenflüsse Bremecke; sonstige siehe unten
Linke Nebenflüsse Schmala; sonstige siehe unten
Mittelstädte Brilon, Marsberg
Gemeinden Willingen,

Die Hoppecke ist ein 34,7 km[2] langer, orografisch linker bzw. westlicher Zufluss der Diemel in Nordrhein-Westfalen und Hessen, Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Die Hoppecke entspringt nahe der Grenze zwischen dem mittleren Osten von Nordrhein-Westfalen und dem nordwestlichen Teil von Hessen und somit nahe der Grenze vom Hochsauerlandkreis zum Landkreis Waldeck-Frankenberg an der Nahtstelle der Regionen Sauerland und Upland. Ihre Quelle liegt auf nordrhein-westfälischem Gebiet etwa 2 km nordnordöstlich von Hildfeld bzw. rund 4,5 km südsüdwestlich von Willingen (jeweils Luftlinie) zwischen dem Clemensberg (839,1 m ü. NN) im Südwesten und dem Hegekopf (842,9 m ü. NN) im Nordnordosten in der Hochheidelandschaft des Naturschutzgebiets Neuer Hagen. An dem auf etwa 780 m ü. NN gelegenen Ursprung des Flusses, an dem ein Naturstein mit der Aufschrift Hoppeckequelle steht, führt der Fernwanderweg Rothaarsteig vorbei.

Anfangs fließt die oft wasserreiche Hoppecke, die zumeist in nordöstlicher Richtung verläuft, nach Überqueren der Grenze zu Hessen recht steil bergab und dann östlich vorbei an Willingen-Hoppern sowie knapp westlich vorbei an der Kernstadt von Willingen, um knapp unterhalb der Stadt wieder nach Nordrhein-Westfalen zu gelangen. Danach macht sie einen langgestreckten Rechtsbogen entlang der von Willingen über Brilon-Wald, Hoppecke, Messinghausen und Beringhausen nach Marsberg führenden Eisenbahnlinie; auch der Nordwestabschnitt der Uplandbahn-Trasse, die von Korbach nach Brilon-Wald führt, verläuft durch das Hoppecketal. Dabei verläuft die Hoppecke unterhalb von Willingen in der Gegend von Brilon-Wald, vor dem die von Südwesten kommende Schmalah einmündet, erst entlang eines Abschnitts der B 251, später entlang der Landesstraße „L 870“, die an der Diemel von der Ortschaft Hoppecke nach Bredelar führt, und letztlich entlang eines Abschnitts der B 7, die hiesig von Brilon nach Marsberg führt.

Wenige Kilometer weiter flussabwärts bzw. nordöstlich mündet die Hoppecke an dieser Eisenbahnlinie in einem siedlungslosen Talbereich unterhalb der Ortschaft Bredelar, in der das gleichnamige Kloster steht, in die von Südwesten heranfließende Diemel. Ihre Mündung befindet sich auf etwa 268 m ü. NN, so dass sich insgesamt 512 m Höhenunterschied ergeben.

Wasserscheide

Das Quellgebiet der Hoppecke befindet sich auf der langgestreckten Rhein-Weser-Wasserscheide: Während sich die Hoppecke, die im Naturschutzgebiet Neuer Hagen entspringt, über die Diemel der Weser zuwendet, fließt der Hillebach, der an der südwestlichen Seite des Bergkamms entspringt, über die Ruhr in den Rhein.

Zur Einstufung als Nebenfluss

Interessant am Diemel-Zufluss Hoppecke ist, dass er bis zu seiner Mündung in die Diemel geringfügig länger (34,7 km gegenüber 32,4 km) ist als der Diemel-Oberlauf bis dorthin. Indes ist das Einzugsgebiet der Hoppecke deutlich kleiner als das der bereits durch Itter und Rhene gespeisten Diemel und die Abflussmenge entsprechend geringer.

Anders als die vor allem historisch als „Nebenfluss“ der Fulda geführte Eder ist somit, trotz ihrer Länge, die Hoppecke ein Nebenfluss der Diemel im eigentlichen Sinne.

Einzugsgebiet und Zuflüsse

Zu den Zuflüssen der Hoppecke, deren Einzugsgebiet 92,371 km²[2] umfasst, gehören diese Fließgewässer − angegeben ist jeweils die orografische Lage (l = linksseitig; r = rechtsseitig) der Mündung, die Flusslänge in Kilometer (km), das Mündungsgebiet und die Mündungshöhe in Meter über Normalnull (NN):

  • Ruthenaar (r; 1,8 km; bei Willingen-Hoppern; ca 610 m)
  • Bach an der Landesgrenze (l; 1,3 km; unterhalb Willingen; 545 m)
  • Steinsiepen (l; ca. 0,9 km; unterhalb Willingen; 519 m)
  • Große Eimecke (r; ca. 0,8 km; unterhalb Willingen / oberhalb Schellhorn; 500 m)
  • Schusterhöhlchen (r; ca. 1,1 km; in Schellhorn; ca. 498 m)
  • Klußsiepen (l; 0,9 km; bei bzw. unterhalb Schellhorn; 496 m)
  • Kleine Eimecke (r; 1,4 km; unterhalb Schellhorn; 483 m)
  • Kleines Höhlchen (r; ca. 1,1 km; unterhalb Schellhorn / beim Kloster St. Josef; 472 m)
  • Schmalah (l; 6,1 km; unterhalb Schellhorn / beim Kloster St. Josef; 470 m)
  • Leimständer Siepen (r; ca. 0,6 km; in Brilon-Wald; 468 m)
  • Lüttmecke (l; 1,7 km; bei unterhalb / bei Brilon-Wald; 440 m)
  • Bieber (r; 3,1 km; oberhalb der Jickjackmühle / bei Petersborn/Gudenhagen; 414 m)
  • Laupke (r; 3,85 km; unterhalb der Jickjackmühle / bei Petersborn/Gudenhagen; 410 m)
  •  ???-Bach (bei Petersborn/Gudenhagen) (l; 2,75 km; bei Petersborn/Gudenhagen / unterhalb der Pulvermühle; ca. 406 m)
  • Bremecke (r; 5,3 km; unterhalb der Pulvermühle; 400 m)
    • Jückenhohl (1,6 km lang; Bremecke-Zufluss; 524 m ü. NN)
    • Schwartmecke (r; 2,2 km; Bremecke-Zufluss; 438 m)
  • Hudebach (r; 1,9 km; in Hoppecke; 395 m)
  • Attenfils (l; 2,45 km; unterhalb Messinghausen / Niederhof; 321 m)
  • Bredelarer Bach (l; 3,75 km; in Bredelar; 297 m)
  • Schwarzbach (l; 1,45 km; unterhalb Bredelar; 275 m)
    • Langegrundbach (l; 3,55 km; Schwarzbach-Zufluss; 277 m)

Ortschaften

Ortschaften an der Hoppecke sind:

Einzelnachweise

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b c d Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW
  3. Gewässerkundliches Jahrbuch 2006 (PDF)

Weblinks

 Commons: Hoppecke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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