Grosse Pointe Blank

Grosse Pointe Blank
Filmdaten
Deutscher Titel Grosse Pointe Blank
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 107 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie George Armitage
Drehbuch Tom Jankiewicz
Produktion Susan Arnold
Musik Joe Strummer
Kamera Jamie Anderson
Schnitt Brian Berdan
Besetzung

Grosse Pointe Blank (lief 1998 in deutschsprachigen Kinos unter dem Titel: Grosse Pointe Blank – Ein Mann, ein Mord, TV-Titel: Grosse Pointe Blank – Erst der Mord, dann das Vergnügen) ist eine US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1997 vom Regisseur George Armitage, das Drehbuch schrieb Tom Jankiewicz.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Martin Blank ist Profikiller. Doch nicht immer läuft alles nach Plan, weshalb seine Auftraggeber unzufrieden sind. Sein Berufskollege Dan Grocer will Martin dazu überreden, in seine Killer-Gewerkschaft einzutreten, um höhere Preise durchzusetzen, er ist jedoch nicht interessiert, worauf ihm Grocer mit Konsequenzen droht.

Zum gleichen Zeitpunkt bekommt Martin eine Einladung zum zehnjährigen Klassentreffen der High-School-Abschlussklasse von 1986 in seine Heimatstadt Grosse Pointe. Seine Sekretärin ermuntert ihn, hinzugehen, er entschließt sich jedoch erst dazu, als ihn ein Auftrag ebenfalls nach Detroit führt. Dazu rät ihm auch sein Psychiater, da Martin seit Jahren von seiner Jugendliebe Debi träumt.

In Grosse Point trifft er zunächst alte Freunde und auch die Radio-Moderatorin Debi. Es funkt erneut zwischen beiden, Debi ist immer noch verärgert, weil Martin sie beim Abschlussball vor zehn Jahren versetzt hatte und spurlos verschwunden war. Martins Elternhaus existiert nicht mehr und seine Mutter lebt im Seniorenheim.

Dazu kommt, dass sein Rivale Grocer, der den Auftrag in Detroit ursprünglich bekommen hatte, zwei NSA-Agenten auf seine Spur bringt, die darauf warten, dass er etwas Illegales macht. Außerdem ist ein weiterer Killer auf ihn angesetzt, um ihn zu töten. Martin entgeht ihm knapp im Kugelhagel und übersteht auch die Explosion des Supermarktes.

Währenddessen nähert er sich wieder mit Debi an und sie gehen gemeinsam zum Klassentreffen. Fragen seiner Freunde, was er beruflich mache, versucht er zu umgehen oder antwortet halb scherzhaft Profikiller. Auch der auf ihn angesetzte Killer taucht beim Klassentreffen auf, Martin kann ihn nach einem Kampf mit einem Kugelschreiber töten. Debi kommt dazu und will anschließend nichts mehr von Martin wissen; ein alter Klassenkamerad hilft ihm bei der Beseitigung der Leiche.

Schließlich öffnet Martin doch noch die Akte des zu tötenden Zeugen. Er erkennt den Vater von Debi und beschließt, diesen zu retten – er hat erkannt, was ihm in den letzten zehn Jahren alles entgangen war. Er kommt Grocers Anschlag gerade noch zuvor und verschanzt sich mit Debi und deren Vater in dessen Haus. Dort kann er alle Killer töten.

Abschließend zeigt der Film, dass Martin und Debi wieder zusammengekommen sind.

Kritik

„Mißlungener Versuch einer Gesellschaftssatire auf den amerikanischen (Alb-)Traum vom Streben nach beruflichem Erfolg um jeden Preis. Inszenatorisch bieder und wenig pointiert in den Dialogen, gerät der Film eher zu einer Mischung aus romantischer Komödie und überdrehter Action, deren platte ‚Pulp Fiction‘-Anleihen von der Einfallslosigkeit der Autoren zeugen. Er ragt allenfalls durch die sympathischen Hauptdarsteller aus dem derzeitigen Hollywood-Mittelmaß heraus.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Die Leser von Total Film, der zweitgrößten britischen Filmzeitschrift, wählten den Film im Jahr 2000 auf Platz 21 der besten Komödien aller Zeiten.

Trivia

  • In der Videoversion wurde der deutsche Titel Ein Mann – ein Mord der Kinoversion durch Grosse Pointe Blank – Erst der Mord, dann das Vergnügen ersetzt. Inzwischen wird der Film in Deutschland nur noch mit dem Originaltitel Grosse Pointe Blank beworben.
  • Als Blanks Privatsekretärin ist Cusacks Schwester Joan zu sehen.
  • Seine andere Schwester, Ann Cusack, taucht als betrunkene ehemalige Schulkameradin Amy im Hippo Club auf, sein Bruder Bill als der dortige Kellner.
  • Alan Arkin spielt Blanks Psychiater, dessen Patient ihn selbst langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt.
  • Der Soundtrack enthält durchgehend Popmusik der 1980er Jahre, unter anderem auch Blister in the sun von den Violent Femmes und 99 Luftballons von Nena, das im Hintergrund (auch in der englischen Filmversion auf Deutsch) auf dem Klassentreffen läuft, direkt nachdem Blank seinem Gegner einen Kugelschreiber in den Hals gerammt hat. Des Weiteren enthält der Soundtrack Lieder von The Clash (Rudie Can't Fail sowie Armagideon Time), Queen und David Bowie (Under Pressure). Faith No More (We Care A Lot) und The Jams Absolute Beginners.
  • Als Martin sein Elternhaus sucht, wird im Hintergrund zunächst die Coverversion des James-Bond-Titelsongs Live and Let Die von Guns N’ Roses gespielt. Wenn er den Supermarkt betritt, läuft das Stück in einer Easy-Listening-Version im Laden.
  • Ursprünglich war eine Fortsetzung dieser von Cusack mitproduzierten skurrilen Gangsterkomödie geplant, wurde aber nur inoffiziell mit dem Film War, Inc. realisiert.
  • John Cusack war Co-Autor des Drehbuchs.
  • Der englische Titel ist ein Wortspiel. Zum Einen steht er für die Stadt Grosse Pointe und den Nachnamen Blank. Zum anderen bedeutet aber point blank (Pointe wird wie point ausgesprochen) auf Deutsch „aus kurzer Entfernung (erschießen)“. Möglicherweise ist der Titel eine Anspielung auf den Film Point Blank von John Boorman aus dem Jahre 1967. Hier spielt Lee Marvin einen Berufskiller ohne Selbstzweifel.
  • Der Killer Felix La PuBelle, der von einem verärgerten Auftraggeber auf Martin angesetzt wird, wird von John Cusacks Kickbox-Trainer Benny Urquidez gespielt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Grosse Pointe Blank im Lexikon des Internationalen Films

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