Fluch der Karibik


Fluch der Karibik
Filmdaten
Deutscher Titel Fluch der Karibik
Originaltitel Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl
Fluch der karibik.svg
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge 137 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 10[1]
Stab
Regie Gore Verbinski
Drehbuch Ted Elliott
Terry Rossio
Stuart Beattie
Jay Wolpert
Produktion Jerry Bruckheimer
Musik Klaus Badelt
Kamera Dariusz Wolski
Schnitt Stephen E. Rivkin
Arthur Schmidt
Craig Wood
Besetzung

Fluch der Karibik (Originaltitel: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl) ist ein US-amerikanischer Piratenfilm der Walt Disney Pictures aus dem Jahr 2003, der von Jerry Bruckheimer produziert wurde und der erste Teil der gleichnamigen Filmreihe ist. Regie führte Gore Verbinski. Er handelt von der Geschichte des Piraten Captain Jack Sparrow, der das Piratenschiff Black Pearl zurück in seinen Besitz bringen will und dabei auf Will Turner trifft, welcher die entführte Elizabeth Swann retten will.

Fluch der Karibik wurde von den Kritikern und dem Publikum weitgehend gut aufgenommen und spielte weltweit etwa 654 Millionen US-Dollar ein.[2] Bisher wurden drei Fortsetzungen veröffentlicht. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 erschien am 7. Juli 2006 in den USA und am 27. Juli in Deutschland. Der dritte Teil Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt lief am 24. Mai 2007 in den amerikanischen und deutschen Kinos an. Im Jahr 2008 wurde zudem ein vierter Teil, Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten, angekündigt. Dieser kam am 19. Mai 2011 in die deutschen Kinos, nachdem er am 7. Mai in den USA Premiere gehabt hatte.[3][4] Als Regisseur für den vierten Teil wurde Rob Marshall von Jerry Bruckheimer bestätigt.[5] Insgesamt spielten die ersten drei Teile bis jetzt mehr als 2,2 Milliarden Dollar weltweit ein.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In der Vorgeschichte des Films ist der Pirat Jack Sparrow in der Karibik Kapitän des Piratenschiffs Black Pearl. Als die Besatzung des Schiffs unter der Führung des Ersten Maats Barbossa meutert, wird Sparrow auf einer einsamen Insel ausgesetzt. Die Piratenehre gebietet es, einem Ausgesetzten eine Pistole mit einem Schuss zu überlassen, damit er nicht verhungern muss, sondern sich gegebenenfalls selbst erschießen kann. Später stiehlt die Besatzung aus einer Höhle auf der Insel Isla de Muerta (wohl nach span. Isla de la Muerte, dt. „Insel des Todes“) einen Aztekenschatz, der aus den Raubzügen des spanischen Konquistadors Hernán Cortés stammt. Auf diesem Schatz lastet ein Fluch, der die gesamte Besatzung zu Untoten macht, die im Mondschein die Gestalt von Skeletten annehmen. Der Fluch kann nur gebrochen werden, indem das gesamte Aztekengold an den Fundort zurückgebracht wird; zusätzlich müssen alle, die etwas von dem Gold an sich genommen haben, einen Blutpreis zahlen.

Schließlich ist alles Gold bis auf ein einziges Medaillon zurückgebracht und der Blutpreis von allen Piraten der Black Pearl bezahlt, mit Ausnahme des Piraten William Turner (Stiefelriemen Bill), der eine der Goldmünzen aus Protest gegen die Meuterei seinem kleinen Sohn Will sandte und dafür im Meer versenkt wurde. Deshalb sucht die Besatzung, um den Blutpreis bezahlen zu können, nun stattdessen das Blut eines Nachfahren von Turner.

Als die Handlung des Films einsetzt, findet ein englisches Schiff mitten auf dem Meer den im Wasser treibenden Will Turner. Um seinen Hals trägt er das gesuchte Piratenmedaillon, von dessen Bedeutung er ebenso wenig weiß wie vom Vorleben seines Vaters. Als der Junge an Bord geholt wird, entdeckt jedoch Elizabeth Swann, die etwa gleichaltrige Tochter des englischen Gouverneurs der Insel Port Royal, das Medaillon. Da darauf ein Totenkopf abgebildet ist, fürchtet sie, der Junge sei ein Pirat, und man könne ihn am Medaillon als solchen erkennen. Sie nimmt deshalb das Goldstück heimlich an sich.

Acht Jahre später arbeitet Will Turner als Geselle eines Waffenschmieds im karibischen Hafen Port Royal, wo Elizabeth mit ihrem Vater lebt. Eines Tages kommt der Pirat Jack Sparrow unerkannt auf die Insel. Kaum ist er an Land gegangen, stürzt Elizabeth – durch ein enges Korsett belastet – ohnmächtig von einer Festungsmauer ins Meer. Sparrow kann Elizabeth retten, wird danach jedoch von Commodore Norrington als Pirat erkannt und verhaftet. Norrington macht abfällige Bemerkungen darüber, dass Sparrow nur einen Schuss und einen Kompass hätte, der nicht Richtung Norden zeige. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit nimmt Sparrow Elizabeth kurzzeitig als Geisel und entkommt schließlich mit einer waghalsigen Flucht den königlichen Truppen. Beim Versuch, sich zu verstecken, bricht er in die offenbar menschenleere Schmiede ein und befreit sich von den Ketten. Will kommt zurück und bemerkt, dass sich in seiner Abwesenheit etwas geändert hat. Sparrow bedroht ihn mit seinem Säbel, will aber davon absehen, gegen ihn zu kämpfen, da er schließlich auf der Flucht vor den königlichen Truppen ist. Will fordert Sparrow aber heraus, was Sparrow durch Taktieren zu einem kurzen Duell machen will, als er in der Nähe des Ausgangs steht. Will hindert ihn jedoch daran, indem er seinen Säbel so schleudert, dass der Riegel der Tür blockiert wird. Als Sparrow zur Hintertür gehen will, stellt sich Will ihm in den Weg. Es gelingt ihm, Sparrow seinen Säbel aus der Hand zu schlagen, was dieser jedoch damit beantwortet, dass er jetzt seine Pistole zieht. Will beschuldigt ihn des Schwindels in einem fairen Kampf, woraufhin Sparrow nur sagt, dass er ein Pirat sei. Zur selben Zeit versuchen die königlichen Truppen, in die Schmiede zu gelangen, woraufhin Sparrow sagt, dass der Schuss, den er habe, nicht für Will bestimmt sei. Hier wird klar, dass Sparrow den einen Schuss, den Barbossa ihm gelassen hat, immer noch nicht abgefeuert hat. Daraufhin wird er vom besoffenen Schmiedemeister, der während der ganzen Szene geschlafen hatte, mit einer Flasche niedergeschlagen und von den eindringenden königlichen Truppen erneut verhaftet.

Bei ihrem Sturz trug Elizabeth das Medaillon bei sich, und als dies den Meeresgrund berührte, ging von ihm ein Signal aus, das den untoten Piraten der Black Pearl den Ort des Medaillons mitteilte. In der darauffolgenden Nacht überfällt die Besatzung der Black Pearl die Inselbewohner und entdeckt bei Elizabeth das goldene Medaillon. Elizabeth beruft sich auf das Recht des Parler (franz. für „sprechen, reden“), bei dem Verhandlungen zwischen Angegriffenen und dem Piratenkapitän möglich sind. Sie wird zur Black Pearl gebracht. Um ihre Identität als Tochter des Gouverneurs nicht preisgeben zu müssen, gibt sie sich den Piraten gegenüber als Elizabeth Turner aus, weshalb die Piraten in ihr eine Nachfahrin des Piraten Bill „Stiefelriemen“ Turner sehen und sie schließlich entführen. Zwei der Piraten dringen in das Fort ein, wo sie hoffen, die Waffenkammer zu finden, jedoch nur in das Gefängnis kommen. Dort treffen sie Sparrow, der bisher nur geglaubt hat, der Fluch sei eine Legende, allerdings erkennt, dass dem nicht so ist, als einer der Piraten seinen Arm durch die Gitterstäbe steckt und dieser im einfallenden Mondlicht zu einem Skelett wird.

Am nächsten Tag planen Norrington und seine Männer das weitere Vorgehen, was Will nicht schnell genug geht, weil er Elizabeth in Gefahr sieht. Er wird jedoch barsch abgewiesen, da er nur ein Schmied sei und diese Operation gut durchgeplant werden muss. Will bittet daraufhin Sparrow, ihm mit seinen Piratenkenntnissen bei der Suche nach Elizabeth zu helfen, da er sich in sie verliebt hat. Sparrow erkennt, dass der gesuchte Nachfahre des Piraten Turner vor ihm steht, und verspricht seine Hilfe, woraufhin Will Turner ihn aus dem Gefängnis befreit. Tatsächlich aber will Sparrow den jungen Turner dazu benutzen, die Black Pearl für sich wiederzugewinnen.

Die beiden starten ein Täuschungsmanöver, indem sie vorgeblich das Flaggschiff der Navy, die Dauntless, kapern, dort allerdings das Ruder blockieren, so dass das Schiff nur noch im Kreis fahren kann. Die Interceptor, das schnellste Schiff der Flotte, wird auf die Verfolgung geschickt und erreicht die Dauntless schnell. Alle Besatzungsmitglieder stürmen auf die Dauntless. Unterdessen schwingen sich Sparrow und Will auf die Interceptor, kappen die Leinen und segeln aus dem Hafen zur Verfolgung der Black Pearl. Auf dem Weg erfährt Will Turner einen Großteil der Vorgeschichte. Nach einem Umweg über die Pirateninsel Tortuga, auf der Sparrow eine neue Besatzung für die Interceptor verpflichtet, gelangen sie bei der Verfolgung der Black Pearl auf die Isla de Muerta. Dort wollen die untoten Piraten den fehlenden Blutpreis mit Elizabeths Blut bezahlen. Das misslingt jedoch, da Elizabeth nicht die gesuchte Nachfahrin des Piraten Turner ist. In der Aufregung um den Fehlschlag gelingt es Will, mit Elizabeth und der Besatzung der Interceptor zu fliehen. Sparrow hingegen wird von den Piraten gefangengenommen. Mit ihm an Bord nimmt die Besatzung der Black Pearl die Verfolgung der Interceptor auf.

Es kommt zu einer Seeschlacht, in deren Verlauf die Interceptor versenkt und ihre Besatzung sowie Will Turner und Elizabeth gefangengenommen werden. Um Elizabeth zu helfen, offenbart Will Turner den Piraten, dass er der gesuchte Nachfahre ist. Die Piraten nehmen ihn gefangen und setzen Elizabeth und Jack auf derselben einsamen Insel aus, auf der sie Jack schon einmal ausgesetzt hatten. Barbossa kommentiert das mit den Worten, dass er zwar zugestimmt hat, Elizabeth und Sparrow freizulassen, aber nicht spezifiziert wurde, wo und wann. Auf der Insel offenbart Sparrow, dass die Insel früher als Lager von Rumschmugglern genutzt wurde und dass er nur insgesamt drei Tage dort war, bis die Schmuggler auftauchten und ihn mitnahmen. Nach einer durchzechten Nacht mit dem verbliebenen Rum macht Elizabeth die Dauntless, ein Schiff der englischen Marine unter Führung von Commodore Norrington, durch ein großes Feuer auf sie aufmerksam. Die beiden werden gerettet und überreden Norrington, die Verfolgung der Black Pearl aufzunehmen. Sie teilen ihm allerdings nicht mit, dass die Piraten Untote sind.

An der Isla de Muerta eingetroffen, überzeugt Sparrow den Commodore, dass er die Schatzhöhle allein aufsuchen und die Piraten dazu überreden werde, herauszukommen, um sie so in einen Hinterhalt zu locken. Bei den Piraten angekommen, verrät Sparrow ihnen jedoch den Hinterhalt und gewinnt Anführer Barbossa für den Plan, das Schiff der englischen Marine zu kapern und in eine von Kapitän Barbossa angeführte Flotte einzugliedern. Sparrow würde dann wieder selbst Kapitän der Black Pearl werden. Fast alle Piraten begeben sich daraufhin zum Schiff der Engländer und beginnen ein Gefecht mit den Marinesoldaten. Unterdessen befreit Sparrow in der Höhle Will Turner und beginnt ein Fechtduell mit dem zurückgebliebenen Barbossa. Heimlich hat Sparrow ein Medaillon an sich genommen und ist so auch untot geworden, was darin resultiert, dass er und Barbossa sich nicht gegenseitig töten können. Will kann schließlich den Fluch aufheben, und Sparrow erschießt den wieder sterblich gewordenen Barbossa. Barbossa stirbt, und die gegen die Engländer kämpfenden Piraten ergeben sich, da sie nun verwundbar sind, was sich darin äußert, dass sie im Vollmondlicht nicht mehr als Skelette erscheinen.

Zurück im Hafen von Port Royal soll Sparrow für seine Verbrechen gehängt werden, doch Will und Elizabeth ermöglichen ihm in letzter Sekunde die Flucht auf die Black Pearl. Während Will und Elizabeth einander ihre Liebe gestehen, segelt Sparrow als Kapitän der Black Pearl auf die offene See hinaus. Nach dem Abspann sieht man wie sich der Affe von Barbossa auf der Isla de Muerta eine der Aztekenmünzen nimmt und somit wieder untot wird.

Entstehung

Das Drehbuch des Films wurde von Ted Elliott und Terry Rossio geschrieben. Bereits zu Beginn der 1990er-Jahre wurde es den Leitern der Walt Disney Company vorgelegt, allerdings lehnten diese eine Verwirklichung vorerst ab.

Die Produktion des Films kostete 140 Millionen Dollar, zusätzlich fielen Marketingkosten von 40 Millionen Dollar an. Die Dreharbeiten wurden teilweise dadurch erschwert, dass viele Crewmitglieder an Seekrankheit litten und an einem Drehort Feuer ausbrach, das einen Schaden von 350.000 Dollar verursachte.

Der Film enthält einige Hommagen an andere Filme: So ist die Szene, in der Jack Sparrow auf dem sinkenden Schiff in den Hafen Port Royals einläuft, eine Hommage an den Buster-Keaton-Film Der Navigator von 1924. Die Szene, in der Sparrow und Turner unter dem Ruderboot auf dem Meeresgrund langlaufen, bezieht sich auf den 1952 gedrehten Film Der rote Korsar mit Burt Lancaster.[6] Das Motiv des erzwungenen gemeinsamen Abendessens mit Barbossa und das Kleid, das Elizabeth dazu tragen muss, stammen ursprünglich aus Jäger des verlorenen Schatzes.[7]

Motive aus den Disney-Freizeitparks

Sowohl Kulissen als auch einzelne markante Filmszenen weisen, wie die Disney-Filme Im Jenseits sind noch Zimmer frei und Die Geistervilla, absichtlich Parallelen zu einer Attraktion in den Disney-Freizeitparks auf. Diesmal diente die Park-Attraktion Pirates of the Caribbean als Anregung und Vorlage. So war eine Filmszene, in der die im Gefängnis einsitzenden Piraten versuchen, einen Hund, der einen Schlüsselbund im Maul hält, mit Hilfe eines Knochens anzulocken, bereits Bestandteil der Park-Attraktion. Gleiches gilt für eine Filmszene, in der Jack Sparrow den Piraten Gibbs in einem Stall, von Schweinen umringt, schlafend vorfindet. Überdies hat man die Bühnenbilder von Tortuga sowie der Höhle auf der Isla de Muerta den Kulissen der Attraktion angepasst.

Aufgrund des großen Filmerfolgs wurde die Attraktion in dem Themenpark in Orlando erneuert und Teile der Handlung des Films eingebaut.

Eine weitere Parallele ist das im Film mehrfach gesungene Lied Yo Ho (A Pirate’s Life For Me), das 1967 als Titellied der Park-Attraktion komponiert und getextet wurde. Das Lied wird zu Beginn des Films von Elizabeth während der Überfahrt von England, später von Elizabeth und Jack gemeinsam auf der Insel, auf der sie ausgesetzt werden, sowie in der Schlussszene von Jack gesungen. Es wurde von George Bruns geschrieben, der Text stammt von Xavier Atencio in Anlehnung an die Erzählung Dead Man’s Chest in Robert Louis Stevensons Roman Die Schatzinsel (1881).

Drehorte

Um die Authentizität zu wahren, wollte Verbinski den Film gerne in der Karibik drehen. Einen geeigneten Drehort zu finden, stellte sich allerdings als schwierig heraus, weil viele potentiell geeignete Orte bereits stark besiedelt oder touristisch erschlossen waren. Schließlich entschied man sich für das vergleichsweise gering besiedelte St. Vincent. Dort ließ man in der Ankerbucht Walilalu Bay an der Westküste der Insel zusätzliche Bootsstege und Gebäude fertigen, die für die Dreharbeiten als Szenerie nötig waren. Für die Dreharbeiten konnten mehrere 100 Einheimische als Unterstützung für die Filmmannschaft bei den Dreharbeiten eingestellt werden.

In dem Themenpark Marineland in Kalifornien wurde ein Fort errichtet, welches für die Szenerie des Hafens von Port Royal benötigt wurde. Es wurde aus Zement und Gipswänden hergestellt und ist eine reine Fassade. Der Drehort wurde speziell wegen der Ähnlichkeit der Sonnenverläufe in Marineland und St. Vincent gewählt.

Das Haus des Gouverneurs konnte kein reales sein, da es im Film von den Piraten in Brand gesetzt und teilweise zerstört werden sollte. Aus diesem Grund baute man die inneren Räumlichkeiten in den Raleigh Studios in Manhattan Beach und errichtete eine adäquate Fassade in Marineland, die in Brand gesetzt werden konnte.

Man versuchte, ihren Stil möglichst an die Höhle in der Attraktion Pirates of the Caribbean des Disney-Freizeitparks anzupassen. Da die Höhle mit Wasser gefüllt sein sollte, stellten die Dreharbeiten eine besondere Herausforderung an die Filmmannschaft dar.

Spezialeffekte bei Schiffen und Piraten

Spezialeffekte wurden auch bei der Visualisierung der drei wesentlichen Schiffe eingesetzt, die im Film vorkommen: des Piratenschiffs Black Pearl und zweier Militärschiffe, der Interceptor, des schnellsten Kriegsschiffs der damaligen britischen Flotte, und der 50 m langen Dauntless, eines großen britischen Linienschiffes mit hundert Kanonen an Bord.

Der Black Pearl wollte Gore Verbinski laut eigenen Aussagen Symbolcharakter verleihen, indem er sie als eine Art Geisterschiff mit zerschlissenen Segeln darstellte. Sie wurde für den Film im Spruce Goose Dome in Long Beach konstruiert. Im Vorfeld hatten Tests gezeigt, dass der Dreh auf offener See sehr gefährlich war, daher wurden auch einige Dreharbeiten in den Spruce Goose Dome verlegt. Die Takelage weist allerdings zahlreiche Anachronismen auf – so ist z. B. die Gaffel in einer Weise getakelt, die während der ersten Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts üblich war, während alle anderen Schiffrisse mindestens aus den 1770er Jahren datieren.

Mangels Verfügbarkeit von realen Schiffen in einer der Dauntless vergleichbaren Kategorie, wie etwa die HMS Victory im Museumshafen von Portsmouth, wurden für die Dreharbeiten Modelle und Kulissen des Bugs, Mittel- und Heckabschnitts für Großaufnahmen auf einen Lastkahn montiert und im Endschnitt mittels CGI-Technik verknüpft.

Die Lady Washington 2005 vor der Küste Südkaliforniens.

Die Interceptor wurde durch die Brigg Lady Washington dargestellt, die für die Filmaufnahmen in die Karibik gesegelt werden musste. Die Lady Washington ist eine Reproduktion des ersten US-amerikanischen Schiffs, das 1789 an der pazifischen Nordwestküste anlegen konnte. Für die Filmaufnahmen wurde die Außenseite der Lady Washington neu gestrichen, um ihre Schiffsfarben im Schwarzblau-Ocker-Karo[8] der britischen Marine zu Anfang des 18. Jahrhunderts als Interceptor an die der Dauntless anzupassen. Außerdem wurden die Schiffsräume verändert und neue Stückpforten für die speziell angefertigten Kanonen sowie ein „historisches“ Steuerrad eingebaut. Die Arbeiten an dem Schiff dauerten 49 Tage. Aber auch für die Darstellung der Interceptor konnte nicht gänzlich auf ein Modell verzichtet werden, da es Szenen zu drehen gab, die man mit der Lady Washington nicht realisieren wollte. Zum Beispiel hätte die Lady Washington Dreharbeiten für außergewöhnlich heftige Sturm-Szenen kaum unversehrt in Orkanen auf offener See überstanden.

Die Szenen mit den Miniaturmodellen wurden in einem 20 Meter mal 40 Meter großen und 1 Meter tiefen Wasserbecken gefilmt. Man entschloss sich für diese Art des Filmens, weil es auf dem offenen Meer zu teuer und zu gefährlich gewesen wäre. Außerdem benötigten einige Szenen das Sprengen von Schiffen. Die Schiffsmodelle wurden mit Hilfe von Unterwasservorrichtungen bewegt. Um die Umstände eines Sturms auf offener See zu simulieren, wurden große Ventilatoren, Wassertanks, die ca. 3000 Kubikmeter Wasser fassten, sowie zwei Wellenmaschinen benutzt. Jerry Bruckheimer hatte ursprünglich vor, denselben Wassertank zu mieten, der auch für die Dreharbeiten von Titanic benutzt worden war. Allerdings war dieser gerade belegt, da Peter Weir dort Szenen für seinen Film Master & Commander – Bis ans Ende der Welt realisierte.[6]

Bei der Gestaltung der Piratenskelette blieben typische äußere Merkmale der dargestellten Personen erhalten, indem sie mittels Motion Capture auch auf das jeweilige Skelett, das per CGI erstellt wurde, übertragen wurden. Um die verschiedenen Verwesungszustände darzustellen, wurde (frisches) Truthahnfleisch fotografiert und die jeweilige Fleischstruktur auf die Knochen der Skelette übertragen. Hinzu kamen Details wie Fleischfetzen oder Haare. Die Skelette wurden in den Film eingebaut, indem man eine Aufnahme der Schauspieler, die durch Skelette ersetzt werden sollten, als Vergleich sowie eine Aufnahme bei gleicher Kameraeinstellung, aber ohne die Schauspieler filmte, in die dann die computergenerierten Skelette eingesetzt wurden.

Kostüme und Masken

Gore Verbinski wollte es laut eigenen Angaben vermeiden, Piraten in seinem Film durch Klischees, wie zum Beispiel Augenklappen, darzustellen. Stattdessen wollte er eher ihre unhygienische Lebensweise in den Vordergrund stellen. Die hauptverantwortliche Kostümdesignerin wollte ihnen eine möglichst verwilderte Erscheinung geben, daher legte sie einige Kostüme zusammen mit Steinen in einen Betonmischer, damit diese zerschlissen aussahen und das Aussehen der Piraten unterstützen konnten.

Für das Make-Up der Piraten verwendete man eine spezielle Technik. Man trug die Farben in Form von Fetten und Tinten in Schichten auf die Haut der Darsteller auf und tupfte die Farbe anschließend ab. Für das Auftragen verwendete man keine Schwämme, sondern Pinsel, um zu erreichen, dass die Farbe besser in die Hautfalten gelangte.

Mackenzie Crook, der Darsteller des holzäugigen Piraten Ragetti, trug vor allem weiche Kontaktlinsen, die sein Holzauge veranschaulichen sollten. Allerdings wurden bei ihm auch je nach Situation härtere Kontaktlinsen verwendet, die sein Auge größer wirken ließen, so dass es aussah, als würde es hervorstehen. Den Darsteller Pintels Lee Arenberg ließ man gelbe Kontaktlinsen tragen, mit dem Ziel, ihn furchterregender wirken zu lassen. Geoffrey Rush und Johnny Depp trugen ebenfalls Kontaktlinsen, allerdings eher unauffälligere. Rushs Kontaktlinsen lassen seine Augen trübe aussehen. Johnny Depps Kontaktlinsen haben eher eine praktische Funktion. Sie sollen seine Augen wie eine Sonnenbrille vor größerem Lichteinfall schützen. Er trägt sie, wenn er in einer Szene gegen die Sonne blicken muss, so wird ständiges Blinzeln verhindert.

Vince Lozano stellt einen Piraten dar, dessen Bart ständig brennt. Den Bart Jacobys, des von ihm verkörperten Piraten, fertigte man mit Dreadlocks an, in die man Drähte mit Kupferfassungen an den Enden einflocht. In die Fassungen wurden Räucherstäbchen gesteckt, die man vor dem Dreh anzündete, sodass sein Bart aussah, als würde er rauchen.

Soundtrack

Der Soundtrack stammt von Klaus Badelt und Hans Zimmer und besteht aus 15 Titeln.

Ursprünglich war Alan Silvestri als Komponist vorgesehen, dieser verließ allerdings recht früh das Projekt, weshalb Verbinski sich an Hans Zimmer wandte. Zimmer wollte nicht alleine für den Soundtrack verantwortlich sein und verwies Verbinski auf seinen bis dahin relativ unbekannten Kollegen Klaus Badelt. Zusammen engagierten Zimmer und Badelt sieben weitere Komponisten für die Arbeit am Soundtrack. Das Material wurde schließlich mit einer kleinen Gruppe von Musikern aufgenommen, die sich Hollywood Studio Symphony nennt. Die Leitung der Gruppe unterlag dabei dem Dirigenten Blake Neely.

Wegen des kleinen, einfachen Orchesters und des knappen Zeitplans waren diese ersten Aufnahmen zunächst wenig überzeugend. Badelt und sein Team überarbeiteten diese noch einmal digital, fügten Soundeffekte sowie Aufnahmen eines Londoner Chors ein. Für die Veröffentlichung wurde der Soundtrack dann auf 43 Minuten gekürzt und thematisch gegliedert.

Die Musik ist hauptsächlich in d-Moll geschrieben und bedient sich in weiten Teilen eines simplen Orchesters, Kontrapunkte werden eher selten verwendet. Die Soundtracks der Fortsetzungen basieren auf der Arbeit zum ersten Film.

Die Musik findet auch außerhalb der Filme Anwendung. So wurde der Titel Barbossa is Hungry bei den Biathlon-Wettkämpfen der Olympischen Winterspiele 2006 regelmäßig gespielt, sobald die führende Person am Schießstand einlief. Auch bei diversen Skisprung-Veranstaltungen oder bei Spielen der europäischen Fußball-Champions League war der Titel bereits zu hören.

Johnny Depp als Darsteller Captain Jack Sparrows

Typisches Erscheinungsbild der Figur Jack Sparrow.

Captain Jack Sparrow wird von Johnny Depp verkörpert, dem man bei der Darstellung des Charakters weitgehend seine künstlerische Freiheit ließ. Ursprünglich war für die Titelrolle US-Komiker Jim Carrey vorgesehen.[9] Johnny Depps charismatische Darstellung kann zu den Hauptgründen für den außergewöhnlichen Publikumserfolg des Films gezählt werden. Als Captain Sparrow schwankt er leicht beim Gehen und nuschelt bzw. lallt stark im Original. Johnny Depp wurde laut eigenen Angaben bei der Darstellung seines Charakters wesentlich von Keith Richards, dem Gitarristen der Rolling Stones, beeinflusst. Depp ließ hierzu verlauten, Piraten seien seiner Meinung nach die Rockstars ihrer Zeit gewesen. Da er Richards für den größten tatsächlichen Rockstar halte, habe es nahegelegen, den Charakter des Rockstars in die Rolle einzubauen. Zudem sei Depp von Pepé le Pew, einer Cartoonfigur aus dem Hause Warner Bros., beeinflusst worden, jedoch ist der Einfluss auf den Filmcharakter hier als geringfügig einzustufen.

Die deutsche Synchronstimme von Johnny Depp sollte zunächst von David Nathan, der üblicherweise Johnny Depp synchronisiert, übernommen werden. Der zuständige Supervisor entschied sich jedoch kurzfristig, den Part zusätzlich von Marcus Off aufnehmen zu lassen und die neue Version schließlich auch für den Film zu übernehmen. Auch in den beiden folgenden Teilen übernahm Marcus Off die deutsche Synchronisation Johnny Depps. Da Off aber für die Synchronisation des vierten Teils mehr Gage verlangte, wurde er in diesem Film durch David Nathan ersetzt.

Veröffentlichungen

Die Weltpremiere zu Fluch der Karibik fand am 28. Juni 2003 im Disneyland Resort in Kalifornien statt. Die Premiere für die Öffentlichkeit wurde am 9. Juli 2003 gefeiert. In Deutschland war der Film ab dem 2. September 2003 zu sehen. Die Altersfreigabe war von Land zu Land unterschiedlich. Während sie in Spanien bei 7 Jahren lag, durften in den Vereinigten Staaten wegen der dargestellten Gewalt und der Actionszenen nur über 13 Jahre alte Kinobesucher einer der Filmvorstellungen beiwohnen. In Deutschland war der Film ab 12 Jahren freigegeben. Fluch der Karibik spielte in den Vereinigten Staaten 305,4 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein. Hierzu kommen noch 348,5 Millionen weltweit, was zu einem Gesamteinspielergebnis von 653,9 Millionen Dollar führt. Das Eröffnungswochenende brachte 46 Millionen US-Dollar ein. Der Film lief bis zum 8. Januar 2004 mehr als ein halbes Jahr lang im Kino. Allein in Deutschland sahen den Film über 6 Millionen Menschen. [2]

Ab dem 2. November 2004 waren DVD und VHS im Handel erhältlich. Hierdurch steigerten sich die Einnahmen noch einmal um 15 Millionen US-Dollar aus dem Verleih. Die Verleihrechte liegen weltweit bei Walt Disney. In Deutschland wird der Film durch die Buena Vista International GmbH vertrieben.

Zusätzlich zum Film erschienen auch verschiedene Merchandisingartikel. So erschien bereits am 10. Juli 2003 das Action-Adventure Fluch der Karibik für Xbox und PC. Dieses Spiel wurde vom Spieleentwickler Bethesda Softworks entwickelt und ist der Nachfolger zu Sea Dogs. Der offizielle Entwicklungstitel Sea Dogs 2 wurde einige Monate zuvor umgeändert, als Disney die Lizenz zum Spiel erwarb. In das Spiel wurden nachträglich Elemente aus Fluch der Karibik eingearbeitet, wie das Auftreten der Black Pearl und einigen Skelettpiraten. Sonst gibt es keine Parallelen zum Film. Derweil hat Ubisoft ein Spiel mit dem Titel Fluch der Karibik – Die Legende des Jack Sparrow veröffentlicht, das sich unter anderem mit der Vorgeschichte zu Fluch der Karibik beschäftigt. In dem Spiel kommen auch im Film nicht gezeigte Szenen aus Jack Sparrows Erzählungen vor, wie die Eroberung des Hafens von Nassau oder die Flucht von der einsamen Insel. Die Figur Jack Sparrow tritt neben seiner Präsenz in offiziellen Fluch-der-Karibik-Spielen auch im Nachfolger des Videospiels Kingdom Hearts in Erscheinung, in welchem die Handlung des Films (in groben Zügen) thematisiert wird.

Am 18. November 2010 wurde LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel angekündigt. Das Spiel wurde im Mai 2011 veröffentlicht werden und inhaltlich alle vier Filme abdecken. Das Spiel wurde von Nintendo entwickelt und erschien auch auf dem Nintendo3DS, der neuen Konsole von Nintendo, mit dem man das Spiel auch in 3D spielen kann.[10]

Zudem erschienen in der Vgs Verlagsgesellschaft auf der Handlung basierende Bücher von Wolfgang und Rebecca Hohlbein. Die Kiddinx Entertainment GmbH veröffentlichte außerdem ein Hörspiel, das die Handlung in gekürzter Form wiedergibt. Hasbro brachte ein Brettspiel zum Film heraus.

Kritik

Fluch der Karibik wurde von der Kritik gut aufgenommen und als „Überraschungs- und Sommerblockbuster“ gefeiert. Besonders Johnny Depps Darbietung als Captain Jack Sparrow und die Mischung aus Komödie und Abenteuerfilm wurden gewürdigt. So lautete das Urteil von filmdienst.de: „Intelligenter Mantel- und Degen-Film, der durch seine humorvoll-fantastische Atmosphäre und Erzählhaltung ebenso besticht wie durch seinen Hauptdarsteller, der seine Figur mit augenzwinkernder Ironie anlegt. Vergnügliche Unterhaltung.“ Die Tatsache, dass der Film auf einer Disney-Attraktion basierte, sorgte für Verwirrung. So war dies für Mick LaSalle vom San Francisco Chronicle ein Anzeichen für die geringe Anzahl an guten Ideen in der Filmbranche. Er schrieb: „Ist das ein Zeichen für die Apokalypse? Nein, aber es deutet auf den Mangel an Inspiration und weist auf einen Film hin, der gänzlich aus Oberfläche gebildet und mit Luft gefüllt ist.“[11]

Handlung

An der Handlung wurde einerseits bemängelt, dass sie unlogische Elemente enthalte, und andererseits, dass sie zu viele Wechsel habe, was den Film unnötig in die Länge ziehe. Nach der Meinung des Filmkritikers Roger Ebert seien die Kämpfe mit den Untoten der größte Fehler des Films. In seinen Augen seien die Gefechte zwischen den untoten Piraten und den Soldaten Port Royals sinnlos. Die Untoten müssten logischerweise von vornherein als Sieger feststehen, da sie nicht sterben könnten und insofern so lange kämpfen könnten, bis die lebenden Truppen besiegt wären. Unter anderem war dies einer der Gründe, weshalb Ebert die Handlung als „schwachsinnig“ bezeichnete.[12] Ed Park fragte im Pittsburgh Tribune: „Wie viele Verzögerungen und Umleitungen kann man in einem Film unterbringen?“[13] Er kritisierte damit die Vielzahl der Kämpfe und inhaltlichen Wechsel. Für Ty Burr vom Boston Globe war der Film schick, wenngleich er einen zunehmend verwirrenden Plot habe.[14]

Ebert störte auch die Länge des Films und trieb dies auf die Spitze, als er schrieb, der Film fühle sich an, als enthalte er bereits eine Fortsetzung.[12] Der Filmkritiker James Berardinelli sah dies ähnlich. Der Film sei gut 30 Minuten zu lang. Die langwierigen Kämpfe mit den Untoten, die nicht getötet werden könnten, wiederholten sich. Er fasste zusammen, dass der Film als Ganzes gesehen jedoch soliden Spaß liefere.[15]

Darsteller

Die Darsteller von Fluch der Karibik wurden von der Kritik insgesamt gelobt. Besonders die Darstellung Johnny Depps als exzentrischer Seeräuber Captain Jack Sparrow wurde gewürdigt. Mick LaSalle urteilte über die Besetzung, er sehe Depp und Rush gerne zu, und Orlando Bloom sei die Netter-Junge-von-nebenan-Rolle vertraut, in deren Grenzen er sich bewege. Keira Knightley mache ihre Sache gut, und es überrasche, dass sie erst 18 Jahre alt sei.[11] Roger Ebert war von Knightleys Darstellung der Elizabeth Swann hingegen nicht so begeistert. In seinen Augen erzeuge sie nicht genug Feuer, welches erkläre, weshalb diese Säbelrassler ihr Leben für sie riskieren würden. Bloom sei für ihn allerdings eine gute Besetzung, und Ebert fügte hinzu, Bloom habe das klassische Profil eines Stummfilm-Stars. Bezüglich Depps Interpretation Jack Sparrows schloss er sich der überwiegenden Ansicht an. „Man kann sagen, dass seine Darstellung in jedem Atom original ist. Es hat noch nie einen Piraten oder ein menschliches Wesen gegeben wie dieses in diesem Film.“[12] Berardinelli geht gar so weit zu sagen, Fluch der Karibik gehöre Johnny Depp.[15]

Klischees

Der Film liefere klassische Piratenfilmklischees, was jedoch von den meisten Kritikern nicht bemängelt wurde. Der Boston Globe war von den Duellen im Takelwerk, den Breitseiten zu See, Papageien, Planken und Grog begeistert und merkt anerkennend an, dass auch genretypische Ausrufe wie „Arrrr“ in dem Film vorkommen.[14] Woran viele Piratenfilme der Vergangenheit gescheitert waren, machte sich Fluch der Karibik jedoch zunutze. So urteilten auch die Kinokritiker von Bayern 3, dass die Geschichte kaum ein bekanntes Motiv auslasse, aber fast immer einen neuen Kniff finde, dieses darzustellen. Diese Flexibilität gegenüber anderen Piratenfilmen zeige, dass sich der Film auf angenehme Weise selbst nicht ernst nehme. Auch äußerten sich die Bayern-3-Kritiker zu typischen Hollywood-Klischees: „Der Grundton von ‚Fluch der Karibik‘ ähnelt manchmal klassischem Hollywood, dann wieder in all seiner offenkundigen Selbstironie postmodernem Zitatenspiel.“[16] Gleiches urteilte auch der United States Congress of Catholic Bishops. Es handele sich um eine „selbstparodierende Geschichte“.[17]

Auszeichnungen

Fluch der Karibik war bei der Oscarverleihung 2004 für fünf Trophäen nominiert, unter anderem Johnny Depp als bester Hauptdarsteller, ging aber in allen Kategorien leer aus.

Bei den Golden Globes erhielt Fluch der Karibik eine Nominierung. Auch hier für Johnny Depp, allerdings musste er sich in der Kategorie Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder einem Musical Bill Murray geschlagen geben.

Der Film wurde in elf Kategorien (Hauptdarsteller, Nebendarsteller, Nebendarstellerin, Regie, Fantasyfilm, beste DVD-Special-Edition-Veröffentlichung, Make-up, Spezialeffekte, Musik, Kostüme und Keira Knightley für den Cinescape Genre Face of the Future Award) für den Saturn Award nominiert, wobei einzig Penny Rose für die besten Kostüme ausgezeichnet wurde.

Den britischen Filmpreis BAFTA Award nahmen Ve Neill und Martin Samuel für das beste Make-up entgegen. In den Kategorien Hauptdarsteller, Kostüme, Spezialeffekte und Ton erhielt Fluch der Karibik Nominierungen, die keine Auszeichnungen nach sich zogen.

Außerdem gewannen Keira Knightley und Orlando Bloom in den Kategorien Best Liplock und Best Chemistry beim Teen Choice Award.

Johnny Depp erhielt insgesamt 16 Nominierungen für verschiedene Filmpreise, darunter neben zahlreichen als bester Hauptdarsteller auch für den MTV Movie Award zusammen mit Orlando Bloom in der Kategorie Beste Action-/Kampfsequenz. In sieben Kategorien konnte er eine Auszeichnung entgegennehmen. Dazu zählt unter anderem die Auszeichnung der Schauspielergilde, der Screen Actors Guild Award.

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Rebecca und Wolfgang Hohlbein: Fluch der Karibik. Der Roman zum ersten Kinofilm. 1. Auflage Auflage. Vgs, Köln Mai 2006, ISBN 3-8025-3540-5, S. 251, DNB 97770954X.
  • Richard Platt und Glenn Dakin: Fluch der Karibik - Das große Piratenhandbuch. Eine Reise in die Welt des Jack Sparrow. 1. Auflage Auflage. Vgs, Köln 15. April 2007 (Originaltitel: Pirates of the Caribbean - The Essential Guide, übersetzt von Bettina Oder), ISBN 978-3-8025-3617-5, S. 93, DNB 982349769.

Einzelnachweise

  1. Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK)
  2. a b Einspielergebnisse von Fluch der Karibik
  3. disney.de: Offizielle Seite zu „Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt“, abgerufen am 27. März 2011
  4. Cinema.de: "Fluch der Karibik 4" ohne Verbinski
  5. elbenwald.de: Bestätigte Fakten zum vierten Teil der Fluch der Karibik Reihe: On Stranger Tides, 21. Januar 2009
  6. a b Dies und das auf imdb.de
  7. german.imdb.com: Bezüge zu anderen Titeln auf imdb.de
  8. Wechsel der Stückpforten-Streifens mit derjenigen des Rumpfes.
  9. Cinema: Hintergrundartikel Voll von der Rolle: Hollywoods Besetzungskarussel Ausgabe 02/11, S. 80.
  10. IGN: Fluch der Klötzchen: Lego-Spiel zu Disneys Piraten-Hit
  11. a b Mick LaSalle: Treasure chest of effects can't save 'Pirates' ' two-bit story. San Francisco Chronicle, 9. Juli 2003
  12. a b c Roger Ebert: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl. Chicago Sun-Times, 9. Juli 2003
  13. Ed Park: Sluggish pace sinks ‚Pirates’. Pittsburgh Tribune, 9. Juli 2003
  14. a b Ty Burr: ‚Pirates’ turn a Disneyland attraction into a high-seas hilarity. Boston Globe, 9. Juli 2003
  15. a b James Berardinelli: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl, A film review by James Berardinelli. reelviews.net
  16. Bayern 3, Film im Bayerischen Fernsehen
  17. USCCB (Film & Broadcasting)

Weblinks

 Commons: Fluch der Karibik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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