Bukówka (Słupsk)

Bukówka (Słupsk)

Bukówka (deutsch Deutsch Buckow, 1938–1945 Bukau) ist ein Dorf bei Słupsk (Stolp) in der Woiwodschaft Pommern im Norden Polens. Es bildet ein Schulzenamt in der Gmina Słupsk (Landgemeinde Stolp) im Powiat Słupski (Stolper Kreis).

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Das kleine Dorf liegt in Hinterpommern, etwa acht Kilometer nordöstlich von Stolp und 101 Kilometer westlich der regionalen Metropole Danzig.

Geschichte

Das Dorf war ein altes Lehen der Familie Below, das im Jahr 1491 durch Tausch von Ländereien in den Besitz der Familie Puttkamer kam. Um 1784 gab es in Deutsch Buckow ein großes und ein kleines Vorwerk, zwei Bauern, drei Kossäten und acht Feuerstellen (Haushalte).[1] Im Jahr 1801 wurde das Gut nach dem Konkurs des Lehnsherrn Karl Gustav von Puttkamer verkauft und wechselte dann mehrfach seinen Besitzer, bis es 1894 von Siegfried von Boehn aufgekauft wurde. Dieser war der letzte Besitzer des Guts.

Im 19. Jahrhundert lag die Gerichtsbarkeit in Deutsch Buckow in den Händen eines Patrimonialgerichts.[2] 1932 verfügte das Dorf über eine einstufige Volksschule, in der ein einzelner Lehrer 45 Kinder unterrichtete. Der Ort gehörte bis 1945 zum Landkreis Stolp in der preußischen Provinz Pommern.

Die Region wurde im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt und anschließend zusammen mit ganz Hinterpommern unter polnische Verwaltung gestellt. Im Oktober 1945 nahmen Polen das Dorf in Besitz. Bukau wurde in Bukówka umbenannt. Die Bevölkerung wurde nach und nach vertrieben.[3] Der Ort hat heute (2010) etwa 350 Einwohner.

Kirchspiel

Die Dorfbewohner von Deutsch Buckow waren überwiegend evangelisch. 1925 hatte das Dorf 13 Bewohner katholischer Konfession, was 6,4 % der Einwohnerzahl entsprach. Das Dorf war in der in der Altstadt von Stolp gelegenen St.-Petri-Kirche eingepfarrt und gehörte damit zum Kirchenkreis Stolp-Altstadt.

Mit dem Ort verbundene Persönlichkeit

Verweise

Literatur

Einzelnachweise

  1. Ludwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königlich-Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 945–946, Nr. 10
  2. W. F. C. Starke: Beiträge zur Kenntnis der bestehenden Gerichtsverfassung und der neuesten Resultate der Justizverwaltung in dem Preußischen Staate. Teil II, Band 1: Preußen, Posen, Pommern, Schlesien, Berlin 1839, S. 254
  3. Karl-Heinz Pagel: Der Landkreis Stolp in Pommern. Lübeck 1989, S. 422–423

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