Hainburg

Hainburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hainburg
Hainburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hainburg hervorgehoben
50.0833333333338.933333333333390
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Höhe: 90 m ü. NN
Fläche: 15,95 km²
Einwohner:

14.221 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 892 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63512
Vorwahl: 06182
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 004
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
OT Hainstadt: Hauptstraße 44
OT Kl. Kr.: Krotzenburgerstr. 9
Webpräsenz: www.hainburg.de
Bürgermeister: Bernhard Bessel (CDU)
Lage der Gemeinde Hainburg im Landkreis Offenbach
Neu-Isenburg Dreieich Langen (Hessen) Egelsbach Rödermark Dietzenbach Heusenstamm Mühlheim am Main Rodgau Obertshausen Hainburg Seligenstadt Mainhausen Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Main-Kinzig-Kreis Offenbach am Main Kreis Groß-Gerau Frankfurt am MainKarte
Über dieses Bild

Hainburg ist eine Gemeinde im Landkreis Offenbach in Hessen in Deutschland.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hainburg ist eine von 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Offenbach. Sie liegt am Rande des Rhein-Main-Gebietes am Ufer des Main, östlich von Frankfurt am Main. Im Norden findet sich die Stadt Hanau (Main-Kinzig-Kreis). Das Gemeindegebiet erstreckt sich über knapp 16 km² und liegt im südlichen Teil Hessens und grenzt im Osten an das Bundesland Bayern.

Gliederung:

Hainburg besteht aus den beiden Ortsteilen Hainstadt und Klein-Krotzenburg, wobei in Klein-Krotzenburg etwa 2.000 Einwohner weniger leben als in Hainstadt.

Nachbargemeinden:

Hainburg grenzt im Norden an die Stadt Hanau und die Gemeinde Großkrotzenburg (beide Main-Kinzig-Kreis), im Osten (auf der anderen Mainseite) an die Gemeinden Kahl und Karlstein (beide Landkreis Aschaffenburg), im Süden an die Stadt Seligenstadt sowie im Westen an die Städte Rodgau und Obertshausen.

Geschichte

St.-Wendelinus-Kirche in Hainstadt
Pfarrkirche St. Nikolaus in Klein-Krotzenburg

Hainstadt

In der Nähe von Hainstadt sind Überreste eines römischen Kastells (Kastell Hainstadt) und einer römischen Siedlung erhalten. Es ist jedoch fraglich, ob zwischen dieser Siedlung und dem erst im 12. Jahrhundert erstmals erwähnten Hainstadt Siedlungskontinuität besteht.

Wappen von Hainstadt

Als Gottfried von Eppstein 1425 das Amt Steinheim mit allen dazugehörigen Orten an Kurmainz verkaufte, wurden die Kurfürsten und Erzbischöfe von Mainz an Stelle der Herren von Eppstein neue Landesherren. Im Jahre 1532 wurden durch Kurfürst Albrecht die zu leistenden Frondienste der Hainstädter in Geldabgaben geändert.

Durch die Aufteilung der Auheimer Mark 1786 erhielt Hainstadt einen Teil des Markwaldes. Nach der Säkularisation von Kurmainz fiel das Oberamt Steinheim 1803 an Hessen-Darmstadt. 1882 wurde die Eisenbahnlinie Hanau-Eberbach mit einem Bahnhof in Hainstadt eröffnet.

1977 wurde Hainstadt im Zuge der hessischen Kommunalgebietsreform mit dem Nachbarort Klein-Krotzenburg als Hainburg zusammengeschlossen.

Klein-Krotzenburg

Wappen von Klein-Krotzenburg

Crutzenburch wurde 1175 erstmals in einem Rechtsstreit zwischen der Abtei Seligenstadt und dem Mainzer Petersstift urkundlich erwähnt. Die Abtei Seligenstadt hatte zu dieser Zeit umfangreichen Grundbesitz in Krotzenburg. Bereits damals war der Kurfürst und Erzbischof von Mainz Landesherr in Klein-Krotzenburg.

Während des dreißigjährigen Krieges litt die Bevölkerung sehr stark. Allein 1632 starben 90 Einwohner an der Pest. Am Ende des Krieges ist das Dorf komplett von den Einwohnern verlassen.

Im Jahre 1736 wurde auf der Liebfrauenheide eine Kapelle gebaut, die bald darauf Ziel von Wallfahrten wurde. Durch die Säkularisation von Kurmainz 1803 kam das Oberamt Steinheim mit Klein-Krotzenburg an Hessen-Darmstadt.

Am 1. Januar 1977 wurde Klein-Krotzenburg im Zuge der hessischen Kommunalgebietsreform mit dem Nachbarort Hainstadt zur Gemeinde Hainburg zusammengeschlossen.

Im Jahr 1988 brannte die Pfarrkirche St. Nikolaus nieder und wurde anschließend wieder neu errichtet.

Politik

  • Bürgermeister: Der seit 1993 amtierende Bürgermeister Bernhard Bessel (CDU) wurde am 12. September 2004 im ersten Wahlgang mit 74,8 % der Stimmen für eine dritte Amtsperiode wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 79,1 %.
  • Gemeindevertretung:

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [2]

Kommunalwahl 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,2%
22,9%
16,2%
7,8%
2,0%
BFH Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Gewinne und Verluste
Im Vergleich zu 2006
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
-3,3%
-3,9%
+8,4%
+1,1%
-2,3%
BFH Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 51,2 19 54,5 20
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 22,9 8 26,8 10
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 16,2 6 7,8 3
BFH Bürger für Hainburg 7,8 3 6,7 2
FDP Freie Demokratische Partei 2,0 1 4,3 2
Gesamt 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 47,0 51,4

Städtepartnerschaften

Patenschaft

Verkehr

Bahnhof Hainstadt

Der Bahnhof Hainstadt liegt an der Odenwaldbahn, die die Gemeinde mit Hanau, Frankfurt sowie Groß-Umstadt Wiebelsbach und Erbach verbindet.

Nach Westen führt die Offenbacher Landstraße / L3416 zur B45 und A3, nach Norden geht es über die L3065 Richtung Hanau, sowie Offenbach am Main und in südlicher Richtung nach Seligenstadt. Nach Stilllegung der Mainfähre zwischen Klein-Krotzenburg und Großkrotzenburg im Jahre 1999 [3] verbleibt als einzige Verbindung über den Main der Fußgängersteg über die Staustufe Krotzenburg.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
  2. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  3. Wagenfähren am Main Website fjordfaehren.de. Abgerufen am 31. August 2011

Weblinks


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