Sternenhimmel


Sternenhimmel
Nachthimmel in südlicher Richtung (Winter)

Unter dem Sternenhimmel (auch Sternhimmel) versteht man

Der Sternhimmel besteht in mehrfacher Hinsicht aus zwei Hälften oder Hemisphären:

Universum – C. Flammarion, Holzschnitt, Paris 1888, Kolorit: Heikenwaelder Hugo, Wien 1998

Für Astrometrie und Sphärische Astronomie ist der Sternenhimmel die Basis zur Definition von Bezugssystemen für die sternfesten Koordinaten, siderische Perioden und für die Orts- bzw. Weltzeit (UT). Siehe hierzu auch Zeitsysteme.

Der Geodäsie und Navigation gibt er die Möglichkeit, absolute Richtungen zu messen, Ortungen durchzuführen und die Gestalt der Erde zu bestimmen. Für die Physik bietet der Sternenhimmel mittels weit entfernter Sterne und Galaxien die wichtigste Möglichkeit, ein Inertialsystem zu definieren.

Die Bezugssysteme für Zeit, Koordinaten und physikalische Messungen werden letztlich aus dem Sternenhimmel abgeleitet. Ihre bestimmenden Parameter und jene der Erde werden international einheitlich definiert – wobei die Dachverbände der Astronomen (IAU), der Physik, der Geophysik (IUGG) und der Geodäten (IAG, FIG) eng kooperieren.

Inhaltsverzeichnis

Bildergalerie: Sternenhimmel der vier Jahreszeiten

Untenstehend der Himmelsanblick der vier Jahreszeiten (mit Sternbildern) für Mitteleuropa um 21 Uhr in der Monatsmitte Januar, April, Juli und Oktober.


Sternkarten

Zur Orientierung am Sternhimmel dienen drehbare Sternkarten, die nach Datum und Zeit einstellbar sind. Im Regelfall sind sie für den Blick nach Süden ausgelegt. Für andere Blickrichtungen ist die gewünschte Himmelsrichtung nach unten zu halten. Die Haupthimmelsrichtungen sind meist mit N (Nord), E (Ost), S (Süd) und W (West) markiert.

Literatur

Siehe auch

Weblinks


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