Mainhardt Graf von Nayhauß

Mainhardt Graf von Nayhauß

Mainhardt Maria Stani Julius-Cäsar Eduard Franciscus Hubertus Graf von Nayhauß-Cormons, kurz auch Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons, Mainhardt von Nayhauß-Cormons oder Mainhardt von Cormons (* 1. Juli 1926 in Berlin) ist ein deutscher Journalist. [1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nayhauß, dessen Vorfahren aus Schlesien stammen [2], ist der Sohn eines Offiziers [3] und lebte – mit zwei Jahren Unterbrechung – bis 1956 in seiner Heimatstadt, wo er seine Schullaufbahn an der Napola absolvierte [4] war und von 1947 bis 1948 den Beruf des Wirtschaftsjournalisten als Volontär bei den „Nachrichten für Außenhandel" erlernte. Von 1948 bis 1955 war er in der Presseabteilung des Schwedischen Generalkonsulat in Berlin tätig und arbeitete parallel dazu von 1951 bis 1952 als Redakteur beim RIAS. Anschließend zog er nach Bonn und wurde Korrespondent verschiedener Tages- und Wochenzeitungen (Der Spiegel (1956–1958), Stern (1958–1960), der Illustrierten Quick (1963–1966), JASMIN Die Zeitschrift für das Leben zu zweit (1967–1972), Wirtschaftswoche (1974–1978), Die Welt und Welt am Sonntag (1975–1981), Bunte, SUPERillu und Bild am Sonntag). [5]

Vom 5. Januar 1981 bis zum 15. Januar 2011 schrieb er politische Kolumnen für die Bild-Zeitung [6] [7](bis 1999 unter dem Titel „Bonn vertraulich“, 1999 bis 2005 unter dem Titel „Berlin vertraulich“[8], die von der neuen Kolumne Berlin Intern von Hugo Müller-Vogg abgelöst wurde [9], und seit 5. August 2005 seine neue Kolumne unter dem Titel „Meine Top 10 der Woche“). [10] Außerdem ist Nayhauß Buchautor und Kolumnist für die Illustrierte Bunte und die im Internet erscheinende Netzeitung. [6] Seit dem 11. Februar 2011 schreibt er jeden Freitag auf der Titelseite des Tagesspiegel eine Kolumne. Er veröffentlichte unter anderem Biografien über Helmut Schmidt (1988) und Richard von Weizsäcker (1994). Die meisten seiner Bücher sind im Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach, erschienen.

Nayhauß ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Er ist verheiratet mit der Journalistin Sabine Gräfin von Nayhauß geborene Beierlein[11] und hat zwei Töchter. Die 1972 geborene Tamara Gräfin von Nayhauß arbeitet als Fernsehmoderatorin.[12]

Schriften

  • Endlich Frieden! Prominente erinnern sich an das Kriegsende, Bergisch Gladbach 1985 (ISBN 3-404-10722-5)
  • Bonn vertraulich, Bergisch Gladbach 1986 (3. Auflage, Bergisch Gladbach 1987, ISBN 3-7857-0432-1)
  • Zu Gast bei ..., Bergisch Gladbach 1986 (ISBN 3-404-10804-3)
  • Helmut Schmidt. Mensch und Macher, Bergisch Gladbach 1990 (ISBN 3-404-61197-7)
  • Zwischen Gehorsam und Gewissen. Richard von Weizsäcker und das Infanterie-Regiment 9, Bergisch Gladbach 1994 (ISBN 3-7857-0712-6)
  • Bonn vertraulich. Die besten Kolumnen eines Insiders, Mainz 1998 (ISBN 3-7758-1370-5)
  • Denk ich zurück an Bonn. Das war die Macht am Rhein, Eltville am Rhein 2000 (ISBN 3-934519-55-5)
  • Die Geheimnisse der Kanzlerreisen. Unterwegs mit der Macht, Köln 2007, ISBN 978-3937490342 [13]
  • Helmut Kohl: Meine Jahre mit dem Kanzler der Einheit, Köln 2010 (ISBN 978-3938323106)

Literatur

  • Johannes Leeb: «Wir waren Hitlers Eliteschüler»: Ehemalige Zöglinge der NS-Ausleseschulen brechen ihr Schweigen. Heyne Verlag, ISBN 978-3453165045 [14]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: Person: Nayhauß, Mainhardt /von (männlich) - Adelstitel: Graf
  2. Der Spiegel vom 30. Juli 1958: Lieber Spiegelleser von Rudolf Augstein
  3. LINGEN VERLAG, S. 4 PDF-Datei, 4,56 MB
  4. Telepolis vom 6. Dezember 2009: "Die Napola-Erziehung hat mir in der Marktwirtschaft geholfen"
  5. bundesarchiv.org: Kabinettsprotokolle 1958 - Protokolle 32. Kabinettssitzung am 30. Juli 1958: Tagesordnungspunkt C: Ermittlungsverfahren gegen den „Spiegel"-Korrespondenten Graf Nayhauß
  6. a b Cicero: Rosen züchten sollen andere
  7. BILD: Meine 30 Jahre bei BILD
  8. sagmal.de: Interview mit Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons vom 6 Juni 2000
  9. http://www.hugo-mueller-vogg.de/index.php?article_id=130&version=1 Deutscher Depeschendienst vom 2. August 2005: Hugo Müller-Vogg schreibt «Bild»-Kolumne «Berlin intern»]
  10. www.taz.de: "Ich habe nur die Macht, zu ärgern" - Mainhardt Graf Nayhauß
  11. wc.rootsweb.ancestry.com: Sabine Beierlein
  12. ClubPremiere: Die charmanten Beobachtungen des meistgelesenen Kolumnisten in Deutschland
  13. Süddeutsche Zeitung vom 8. April 2008: 'Bild-Kolumnist Mainhardt Graf von Nayhauß - Ein Gesamtkunstwerk
  14. Focus vom 31. August 1998: NS-GESCHICHTE - Hitlers Zöglinge - Erstmals erzählen Prominente aus ihrer Zeit an den Eliteschulen der Nationalsozialisten

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