Röhlig Logistics

Röhlig Logistics
Röhlig & Co. Holding GmbH & Co. KG
Rohlig Logo.png
Rechtsform Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG)
Gründung 1. Mai 1852
Sitz Bremen
Leitung Thomas W. Herwig
Quentin Lacoste
Ian Hamon
Hans-Ludger Körner
Ulrike Baum
Mitarbeiter 1.060 (Konzern)
1.850 (Gruppe)
Umsatz 272 Mio. € (Konzern)
385 Mio. € (Gruppe)
Branche Logistik
Website http://www.rohlig.com

Röhlig ist ein international agierender Logistikdienstleister mit mehr als 1850 Mitarbeitern und 130 Standorten in 29 Ländern. Kerngeschäft des 1852 gegründeten Unternehmens mit Sitz in Bremen sind Seefracht, Luftfracht und Projektlogistik.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1852–1890

Carl Röhlig

Am 1. Mai 1852 gründete der Kaufmann Carl Röhlig in Bremen das Unternehmen Röhlig, zunächst als Tabak-Handelsbetrieb und Agentur für Assekuranzen. 1859 begann das Speditions- und Frachtgeschäft. In der Zeit der Industrialisierung, des Freihandels und der aufstrebenden Dampfschifffahrt wuchs das Unternehmen. Carl Röhlig starb 1886; seine Söhne Oskar und Eduard Röhlig führten das Unternehmen weiter. Ab 1880 entwickelte sich der Geschäftsbereich in Nordamerika. Röhlig gründete Niederlassungen in Hamburg, Bremerhaven und Übersee.

1890–1960

Seefracht
Projektlogistik
Haus am Fluss (Computersimulation)

Ab 1913 führte Karl Herwig, Schwiegersohn von Oskar Röhlig und Großonkel des heutigen Inhabers, das Unternehmen. Das Speditionsgeschäft veränderte sich rapide. Die Industrie brachte großvolumige Waren auf den Weg. 1929 und 1930 starben Oskar und Eduard Röhlig. Seit den 1930er Jahren verbesserte sich die Entwicklung des Unternehmens. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Unternehmen zerstört.

Karl Herwig und sein Partner Adolf Backhus formten das Unternehmen in den 1950er und 1960er Jahren erneut zu einer der führenden deutschen Überseespeditionen. 1956 erfolgte ein weiterer Generationenwechsel: Die Söhne Oscar Herwig und Walther Backhus übernahmen zusammen mit Hans H. Schackow die Unternehmensleitung und dehnten die Geschäftstätigkeit weiter aus.

Seit 1960

Das Unternehmen baute die interkontinentale Luftfracht zum zweiten Geschäftsfeld aus. Röhlig entwickelte sich zum weltweit operierenden Logistikdienstleister. 1963 wurde eine Repräsentanz in Johannesburg eröffnet und 1973 ein Büro in Sydney eingerichtet.

1964 starb Karl Herwig. Sein Sohn Oscar Herwig in Hamburg und dessen Partner Hans H. Schackow in Bremen führten die Geschäfte bis in die 1980er Jahre. 1985 starb Hans H. Schackow, 1997 auch Konsul Oscar Herwig.

1985 übernahm Thomas W. Herwig die Geschäfte in der fünften Generation. Die Firma gründete Niederlassungen unter anderem in Polen, Hong Kong und Singapur sowie Büros in Frankreich, Italien und Spanien. Der weitere Ausbau eines weltweiten Netzwerks, mit dem indischen Markt und nationale Unternehmen in den USA, Kanada, Taiwan, Thailand und Japan folgten.

Das Geschäftsvolumen der Röhlig Gruppe verdoppelte sich innerhalb von zehn Jahren. Das Unternehmen befindet sich nach wie vor vollständig in Familienbesitz. Es ist ein global agierendes Unternehmen, das an 130 Handelsplätzen in 29 Ländern der Welt mehr als 1850 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2009 befindet sich die neue Unternehmenszentrale im Haus am Fluss in Bremen.

Gesellschaftliche Verantwortung

Röhlig ist seit 2008 im Rahmen des Audit berufundfamilie zertifiziert. Das Audit ist ein Managamentinstrument, mit dem Lösungen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt werden sollen. Das Zertifikat gilt als Qualitätssiegel für familienbewusste Personalpolitik. Konkrete Maßnahmen umfassen u.a. flexible Arbeitszeiten, Telearbeit und die Vermittlung von Betreuungsangeboten. 2006 und 2007 wurde das Unternehmen unter die Top-Arbeitgeber in Deutschland gewählt.

Röhlig engagiert sich zudem als Sponsor bei der Deutsche Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) und bei der privaten Jacobs University Bremen.

Literatur

  • Florian Langenscheidt, Peter May (Hrsg.): Lexikon der deutschen Familienunternehmen 1. Auflage. Gabler, 2009, ISBN 978-3-8349-1640-2.

Weblinks


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