Philine Fischer

Philine Fischer

Philine Fischer (geborene Franke; eigentlich Sannemüller; * 1. Februar 1919 in Leipzig; † Januar 2001) war eine deutsche Opern- und Konzertsängerin (Sopran).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Fischer wurde 1919 als Tochter eines Bibliothekars geboren. Sie studierte von 1936 bis 1941 bei Ilse Helling-Rosenthal und Fritz Polster am Leipziger Konservatorium und bei Erna Westenberger in Berlin.

Sie debütierte 1944 als Micaela in Bizets Oper Carmen am Landestheater Oldenburg.[1] Nach Erfolg des Händel-Oratoriums Messiah unter der Leitung von Hermann Abendroth in der Thomaskirche zu Leipzig im Jahr 1945, galt sie als Primadonna.

Sie wirkte Von 1945 bis 1952 am Opernhaus Leipzig und von 1952 bis 1980 am Landestheater Halle, welches ihr die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Konzertreisen führte die Solistin durch Europa. In Hamburg wurde sie zur Kammersängerin ernannt. Sie trat regelmäßig bei den Händel-Festspiele Halle auf. Als herausragende Händel-Interpretin in Deutschland erhielt sie mehrere Preise und sang allein in Halle 14 Händel-Opern.

Privat

In erster Ehe war sie mit dem Kantor Ulrich Fischer (1913–1993) verheiratet. Ihre gemeinsame Tochter ist die Mutter der Musiker Martin Krumbiegel (* 1963), Sebastian Krumbiegel (* 1966) und Susanne Krumbiegel. Aus ihrer zweiten Ehe, mit dem Violinisten Horst Sannemüller, ging der Bratschist Matthias Sannemüller hervor.

Preise

Diskographie

  • Mahamaya in G.F.Händel: „Poros“ (deutsch), Händel-Festspielorchester Halle, Dirigent Horst-Tanu Margraf, aufgenommen 7/1958, Berlin Classics 1998 (0093742BC)

Literatur

  • Peter Krumbiegel, Clemens Prokop: Jauchzet, frohlocket: Du musst kein Schwein sein. Von Bach, den Prinzen und einer Leipziger Musikerfamilie. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2004, ISBN 3-7618-1735-5.

Einzelnachweise

  1. Karl J. Kutsch, Leo Riemens: Unvergängliche Stimmen. Francke, München 1975.
  2. Dietrich Herfurth: Der Nationalpreis der DDR. Berlin 2006, S. 52.

Weblinks


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