Ohrid-Debar-Aufstand


Ohrid-Debar-Aufstand
Die Flagge der Aufständischen von Ohrid mit der Flagge Bulgariens und der Aufschrift Freiheit oder Tod[1][2]
Die Tscheta von Petar Tschaulew mit der Fahne der Aufständischen von Ohrid

Der Ohrid-Debar-Aufstand (mazedonisch Охридско-Дебaрско вoстание, bulgarisch Охридско-Дебърско въстание) war ein von der Inneren Makedonisch Odrinischen Revolutionäre Organisation organisierter Aufstand der lokalen bulgarischen und albanischen Bevölkerung im Westen von Wardar Makedonien, der heutigen Republik Mazedonien, gegen die neue serbische Herrschaft im Land. Der Aufstand fand im September 1913 zwei Monate nach dem Ende des Zweiten Balkankrieges in der Region um Debar, Struga und Ohrid statt. Anführer der Aufständischen waren Milan Matow, Petar Tschaulew, Pawel Christow und Anton Schibakow.

Nach zwei Wochen langen Kämpfen gegen die 100.000 Mann starke reguläre Serbische Armee war der Aufstand blutig niedergeschlagen. Nach Berichten der internationalen Kommission der Carnegie Endowment for International Peace wurden viele bulgarische Intellektuelle verhaftet oder erschossen und eine Anzahl von Dörfern niedergebrannt. Über 25.000 Albaner flohen nach Albanien und über 30.000 Bulgaren nach Bulgarien.[3]


Einzelnachweise

  1. Nationales Militärgeschichtliches Museum Bulgarien
  2. Wer sind die Mazedonier von Hugh Poulton - Seite 57.
  3. Report der Internationalen Kommission über die Gründe und die Folgen der Balkankriege, publiziert von Endowment Washington, D.C. 1914, Seite 182

Literatur

  • Гоцев, Димитър. Национално-освободителната борба в Македония 1912-1915, София 1981

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ohrid — Охрид Ohër/Ohri …   Deutsch Wikipedia

  • Debar — Дебар Dibra …   Deutsch Wikipedia

  • Ohrid (Begriffsklärung) — Ohrid oder Ochrid (kyrillisch Охрид) bezeichnet: eine mazedonische Stadt, siehe Ohrid eine mazedonische Gemeinde, siehe Ohrid (Gemeinde) eine Ebene in Mazedonien, siehe Ohrid Ebene ein bulgarisches Dorf, siehe Ohrid (Dorf) ein historisches… …   Deutsch Wikipedia

  • Mazedonien — Република Македонија Republika Makedonija Republika e Maqedonisë Republik Mazedonien …   Deutsch Wikipedia

  • Struga — Струга Struga/Strugë …   Deutsch Wikipedia

  • Bulgarische Makedonien-Adrianopeler Revolutionäre Komitees — Die Gründer der BMARK Die Bulgarischen Makedonien Adrianopeler Revolutionären Komitees (BMARK, bulgarisch Български Македоно Одрински революционни комитети) war eine im Untergrund operierende Organisation im Osmanischen Reich. Das erste… …   Deutsch Wikipedia

  • Capari — Цапари Hilfe zu Wappen …   Deutsch Wikipedia

  • Albaner in Mazedonien — Die Bunte Moschee ist das religiöse Zentrum der Albaner in Tetovo Die Albaner in Mazedonien bilden die größte ethnische Minderheit des Landes und stellen in 16 (inkl. zwei Sondergemeinden von Skopje) von 84 Gemeinden die Mehrheit der… …   Deutsch Wikipedia

  • Bulgarisches Exarchat — Die Kathedrale Sankt Stefan im heutigen Istanbul (Frühes 20. Jahrhundert) …   Deutsch Wikipedia

  • Türkische Minderheiten in Südosteuropa — Rumelien im europäischen Teil des Osmanischen Reichs um 1800 Ethnograf …   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.