Burg Herrnstein

Burg Herrnstein
Burg Herrnstein
Burg Herrnstein

Burg Herrnstein

Alternativname(n): huys zome Steyne, Schloß Herrnstein
Entstehungszeit: um 1300
Burgentyp: Höhenburg, Hanglage
Erhaltungszustand: Erhalten oder wesentliche Teile erhalten
Bauweise: Bruchstein, teilw. Fachwerk
Ort: Ruppichteroth-Winterscheid
Geographische Lage 50° 49′ 50″ N, 7° 23′ 21″ O50.8305555555567.3891666666667124.59Koordinaten: 50° 49′ 50″ N, 7° 23′ 21″ O
Höhe: 124,59 m ü. NN
Burg Herrnstein (Nordrhein-Westfalen)
Burg Herrnstein

Die Burg Herrnstein ist eine Höhenburg im Ortsteil Winterscheid der Gemeinde Ruppichteroth im Rhein-Sieg-Kreis. Sie wird, vornehmlich in älteren Quellen, auch als Schloß Herrnstein benannt.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Burg thront im Tal der Bröl zwischen Bröleck und Ingersau auf der südlichen Flanke eines Felskegels, der den Burghof noch um rund 25 m überragt. Nach Westen und Osten hin fällt das Gelände steil ab.

Geschichte

Burg Herrnstein geht auf ein um 1300 erbautes einfaches befestigtes Haus zurück, das im Besitz der Herren vam Steyne (vom Stein) war. Urkundlich erstmals erwähnt wurde das huys zome Steyne in einem Vertrag vom 15. November 1370, nach dem Johann von Stein es von Graf Wilhelm II. von Berg als Lehen erhielt. Die Burg entwickelte sich dann durch mehrfache Um- und Ergänzungsbauten zu einer rheinischen Hangburg. Um 1800 wurden bedeutende Teile der Anlage abgetragen und neu errichtet. Weitere Baumaßnahmen bis zum 19. Jahrhundert gaben ihr das heutige Aussehen.

Seit 1436 ist das Anwesen im Besitz des Grafengeschlechtes von Nesselrode, auch heute noch wohnt ein Angehöriger dieser Familie dort. Es ist außerdem Sitz der „Gräflich Nesselrodeschen Forstverwaltung“. Die Außenanlagen der Burg können (meistens jeden ersten Samstag im Monat ab 11:00 Uhr) besichtigt werden. Eine Besichtigung des Burginnern ist leider nicht möglich.

Anlage

Blick von Osten
Detail des östlichen Giebels

Es sind sowohl Gebäudeelemente aus der Gründungszeit (Teile der Kellergewölbe, nördliche Schildmauer), als auch aus dem Barock (Fenster, Dachkonstruktion und Treppenaufgang) erhalten. Einige ergänzende Bauten wurden im 20. Jahrhundert nach historischen Ansichten (1917 Ost- und 1953 Westflügel des Herrenhauses) neu errichtet. Charakteristisch für Burg Herrnstein ist die Ausführung der oberen Stockwerke der östlichen Giebelmauer des Herrenhauses in Fachwerk. Diese Wand ist über zwei Geschosse zwischen die traufseitigen Außenmauern so eingepasst, dass die Tiefe der nördlichen Schildmauer und die Stufenkonstruktion der südlichen Wand an der Giebelseite sichtbar sind.

Der südliche, mäßig steile Aufstieg wird von einer Torburg mit den beiden ursprünglichen Türmen dominiert, die den ohnehin wehrhaften Charakter der Anlage unterstreicht.

Die am Fuß der Burganlage, gut zehn Höhenmeter unterhalb des Burghofes liegenden großen Teiche – ein Altarm der Bröl – zeugen von der früheren vollständigen Umfassung von Burg und Felskegel mit Wassergräben.[1][2][3]

Denkmalschutz

2010 wurde die anliegende Hütte mit Teilen der Flure 1, 2 und 4 unter Denkmalschutz gestellt, ebenso die Teichdämme auf Teilen der Flure 1, 4 und 10.[4]

Quellen

  1. Schönenbrücher, Werner und Otterbach, Dieter: Wandern auf den Spuren der Historie - 16 Rundwanderungen im Bergischen Land zwischen Agger und Sieg, Gemeinde Much Tourismusbüro (Hrsg.), 2006, S. 10 und 11
  2. Geschichte und Beschreibung Burg Herrnstein, zugegriffen am 4. März 2007
  3. Rhein-Sieg-Kreis, Der Landrat (Hrsg.): Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2007. Edition Blattwelt, Niederhofen 2006, ISBN 3-936256-24-1, S. 64–66.
  4. Amtsblatt f. d. Regierungsbezirk Köln, 190. Jahrgang, Nr. 44, S. 434 v. 25. Oktober 2010

Weblinks

 Commons: Burg Herrnstein – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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