NXP Semiconductors


NXP Semiconductors
NXP Semiconductors
NXP Logo
Rechtsform Private Equity
Gründung September 2006, vorher ein Unternehmensbereich von Philips
Sitz Flag of the Netherlands.svg Eindhoven / Niederlande
Leitung Sir Peter Bonfield (Chairman), Richard L. Clemmer (Präsident & CEO)
Mitarbeiter 28.029 (31. März 2009)
Umsatz 4,4 Milliarden USD (2010)
Branche Halbleiterhersteller / Elektronikindustrie
Website www.nxp.com

NXP (für Next eXPerience) Semiconductors ist ein niederländischer Halbleiterhersteller. NXP ist der 2006 ausgegliederte Halbleiterbereich der Royal Philips Electronics. Die Neugründung wurde 2006 auf der Internationalen Funkausstellung Berlin vom Vorstandsvorsitzenden Frans van Houten bekanntgegeben. NXP bietet Halbleiter und Systemlösungen für den Automobilmarkt, für Fernseher, Set-Top-Boxen, Mobiltelefone sowie Sicherheitslösungen für Bankkarten, elektronische Ausweise, Reisepässe und Gesundheitskarten. Chips mit Mifare-Technologie werden in zahlreichen Verkehrssystemen und Veranstaltungszentren weltweit eingesetzt. Nach STMicroelectronics und Infineon ist NXP der drittgrößte Halbleiterhersteller Europas. 2007 erwirtschaftete das Unternehmen 6,32 Milliarden US-Dollar Umsatz (einschließlich des Geschäfts „Mobile & Personal“, das 2008 in das Joint Venture ST-NXP Wireless eingebracht wurde).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.
  • Am 29. September 2006 verkauft der Konzern Philips Electronics 80,1 Prozent seiner Halbleitersparte an ein Konsortium von privaten Beteiligungsgesellschaften, der Philips-Konzern selbst behält 19,9 Prozent der Anteile. Das Konsortium besteht aus den Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR), Bain Capital, Silver Lake Partners, Apax und AlpInvest Partners N.V.
  • Am 1. Oktober 2006 wird NXP Semiconductors rechtlich eigenständig.
  • Im Januar 2007 kündigt NXP an, dass es seine Beteiligung an der Forschungsallianz Crolles2 nicht erneuern wird. Der Ausstieg erfolgt Ende 2007.
  • Im Mai 2007 gehen NXP und Kestrel Wireless eine Kooperation ein zum Schutz gegen DVD-Klau im Einzelhandel.
  • Im September 2007 legen NXP und die amerikanische DSP Group die Geschäftszweige Schnurlose Telefonie (Cordless) und VoIP IP-Telefonie innerhalb der DSP zusammen. NXP hält rund zwölf Prozent der Anteile.
  • Im November 2007 gründen NXP und Sony das Joint Venture Moversa für kontaktlose Smartcards in Mobiltelefonen.
  • Im Dezember 2007 kauft NXP das amerikanische Unternehmen GloNav für GPS-Lösungen und das Handy-Geschäft von SiLabs.
  • Im April 2008 kauft NXP das Geschäft Set-Top-Boxen von der amerikanischen Firma Conexant, um seinen Geschäftsbereich Heimelektronik zu stärken.
  • Im August 2008 bringt NXP seinen Geschäftszweig „Mobile & Personal“ in ein Joint Venture (JV) mit STMicroelectronics ein. Im Februar 2009 übernimmt STMicroelectronics auch den verbliebenen 20%-Anteil von NXP und führt das Unternehmen in ein erneutes JV mit der schwedischen Ericsson: Aus ST-NXP-Wireless und Ericsson Mobile Platforms (EMP) wird nun die Firma ST-Ericsson.
  • Im September 2008 kündigt NXP ein Restrukturierungsprogramm für seine weltweite Organisation an. Insgesamt sollen bis Mitte 2010 insgesamt 4500 Stellen weltweit abgebaut werden.
  • Im Dezember 2008 wird die FAB in Böblingen geschlossen und 600 Mitarbeiter entlassen, trotz bester Qualität in Europa unter den NXP FABS .
  • Am 31. Dezember 2008 gibt Frans van Houten seinen sofortigen Rücktritt bekannt und verlässt das Unternehmen noch am selben Tag. An seiner Stelle wird Richard L. Clemmer eingesetzt, der früher schon für Agere und Texas Instruments und zuletzt für KKR aktiv war.
  • Am 1. Februar 2009 gliederte NXP seine Business Line General Applications (GA) in das eigenständiges Unternehmen NXP Semiconductors GA GmbH aus. Dieses bleibt zu 100 % im Besitz von NXP und wird als voll integrierte Produktionsgesellschaft geführt.[1]

Wirtschaftliche Situation

Am 12. September 2008 gab die Geschäftsleitung bekannt, im Rahmen eines Umstrukturierungsprojekts bis zum Jahr 2010 weltweit rund 4500 Arbeitsplätze abzubauen, einen Großteil davon in Europa. Als Gründe dafür wurden von der Geschäftsleitung unter anderem die Dollarschwäche, technologische Umstrukturierungen sowie eine verstärkte Verlagerung von Produktionskapazitäten in den asiatischen Raum genannt. Im Frühjahr 2010 gab NXP seinen geplanten Börsengang bekannt. Das Unternehmen soll in mehreren Teilen an die Börse gebracht werden, der erste Teil soll 800 Millionen USD einspielen und im August 2010 stattfinden.

Hauptmärkte

NXP konzentriert sich auf Halbleiterprodukte und Systemlösungen für die folgenden Märkte:

Aktivitäten in Deutschland

In Deutschland beschäftigte die NXP Semiconductors Germany GmbH mit Stand April 2008 rund 2.600 Mitarbeiter, bis Ende 2010 sank der Mitarbeiterstand auf weniger als 2.000 Mitarbeiter. Der Hauptsitz ist in Hamburg-Lokstedt, der Standort in Hausbruch wurde Ende 2010 geschlossen. Weitere Standorte von NXP sind in Dresden für Forschung und Entwicklung sowie München und Stuttgart für den Vertrieb.

Die Bundesregierung hat NXP mit der Chipherstellung für die neuen Personalausweise beauftragt; aus Gründen der Liefersicherheit vergibt sie solche Aufträge in der Regel an mindestens zwei Hersteller.[2]

Einzelnachweise

  1. NXP-Mitarbeiterinformation in dem Blog Filipsworld
  2. sueddeutsche.de vom 19. August 2010: Niederlande - Deutschland 1:0

Weblinks

 Commons: NXP Semiconductors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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