Mzilikazi

Mzilikazi
König Mzilikazi, portraitiert von Captain William Cornwallis Harris, circa 1836

Mzilikasi (sinngemäß übersetzt: „Der Pfad des Blutes“ oder „Die große Straße“) (* um 1790 in Mkuze, Zululand; † 9. September 1868 in Ingama nahe Bulawayo, Matabeleland) war ein König im südlichen Afrika, der das Königreich der Matabele gründete, das auf dem Gebiet des heutigen Simbabwe lag.

Leben

Mzilikasi war der Sohn von Matshobana KaMangete (ca. 1790 - ca. 1820) und dessen erster Frau Nompethu KaZwide. Viele betrachten ihn als den größten politischen Führer im südlichen Afrika in der Zeit nach dem ZulukönigShaka, der ihn, nachdem er ihn nicht besiegen konnte, lange drängte, eine Allianz mit ihm einzugehen, Mzilikazi als König des Nordens und Shaka als König des Südens, was Mzilikazi verweigerte, da er Shaka nicht traute.

Mzilikazi war zunächst Unterführer unter Shaka, aber 1823 kam es zum Zerwürfnis mit ihm und er rebellierte. Da er mit seiner rituellen Hinrichtung rechnen musste, floh er mit seinem Stamm nach Norden, erst nach Mosambik, dann 1826 nach Transvaal, immer verfolgt von Shakas Truppen.

Shakas Attacken zwangen ihn nach Westen nach Botsuana und dann 1837 nach Norden bis ins heutig Sambia. Dort gelang es Mzilikazi nicht, die ansässigen Kololo zu bezwingen, was ihn wieder nach Süden zwang in das heutige Matabeleland, wo er sich 1840 endgültig niederließ, nachdem er die ansässigen Makalaka ausgerottet, ihr Vieh und ihre Frauen geraubt hatte.

Auf diesem 800 km langen Zug bewies er außerordentliches diplomatisches Geschick, indem es ihm gelang, die vielen unterworfenen Stämme in einem großen, zwar ethnisch inhomogenen, aber zentralisierten Reich zu vereinigen.

Im Matabeleland organisierte er seine Stämme in einem System von Regiment-Kraals, ähnlich wie im Zulureich der Fall war. Das erwies sich als so effizient, dass es ihm sogar gelang, die Angriffe der Buren in den Jahren 1847-1851 zurückzuschlagen und die Regierung der jungen Burenrepublik Transvaal zu einem Friedensvertrag zu zwingen.

Mzilikazi zeigte gegenüber den Weißen eine generell freundliche Haltung. Als diese 1867 in Matabeleland Gold entdeckten, folgte ihnen eine Flut von Siedlern, die Mzilikazi nicht mehr kontrollieren konnte, was offenbar zum Untergang seines Königreiches unter seinem Sohn und Nachfolger Lobengula führte.


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