Masttransformator

Masttransformator

Ein Masttransformator ist ein auf einem Hochspannungsmast montierter Transformator. Wegen des hohen Gewichts von Transformatoren werden Masttransformatoren in Deutschland nur für Spannungen bis etwa 30 kV eingesetzt. Als Masttransformatoren können gewöhnliche ölisolierte Transformatoren bis zu einer Nennleistung von 160 kVA eingesetzt werden. Bei entsprechender Masttragfähigkeit sind auch Transformatoren mit einer Nennleistung von 250 und – in Deutschland allerdings nicht üblich – 400 kVA möglich.

In Italien werden Masttransformatoren auch in der Hochspannung (Spannungen bis 60 kV) eingesetzt. Die Anordnung sieht dann so aus, dass auf dem Hochspannungsmast ein Masttrafo montiert ist. Vom Hochspannungsmast verläuft ein Feld einer Mittelspannungsfreileitung zu einer Mittelspannungsmaststation. Dort ist ein weiterer Masttransformator montiert. Dieser speist ins Niederspannungsnetz ein.

Sofern der Trafo in einer wetterfesten Umhüllung montiert ist, kann auch ein Gießharztransformator verwendet werden. In Wasserschutzgebieten muss ein Gießharztransformator oder ein mit nicht wassergefährdender Flüssigkeit (synthetische Ester wie z. B. Midel 7131, Shell Fluid 4600) befüllter Transformator verwendet werden.

Im Regelfall werden Maststationen zur Versorgung außerhalb von Orten liegender Abnehmer, z. B. Bauernhöfen oder Stromeinspeisern verwendet. Vielfach werden aber auch Wohnplätze mit z. B. 50 Häusern, also größere Weiler, über Maststationen mit elektrischer Energie aus dem Mittelspannungsnetz versorgt. Bei Masttrafos von Aussiedlerhöfen kann auf der Niederspannungsseite die Zickzackschaltung verwendet werden (Besseres Verhalten des Trafos bei unsymmetrischen Belastungen).

Eine andere Anwendung ist die Speisung elektrischer Einrichtungen aus der Oberleitung wechselstrombetriebener Bahnen (z. B. Weichenheizungen, Zugvorheizanlagen, …). In diesem Fall werden einphasige Masttransformatoren verwendet.

Es gibt auch Masttransformatoren ohne Freileitungsabgänge. Sie sind Folge einer Verkabelung der zu- und abführenden Leitungen.

Literatur

  • A. Senner: Fachkunde Elektrotechnik. 4.Auflage. Verlag – Europa Lehrmittel, 1965
  • Wilfried Knies, Klaus Schierack: Elektrische Anlagentechnik. 5. Auflage, Carl Hanser Verlag, München und Wien, 2006, ISBN 3-446-40574-7

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