Lastprognose

Lastprognose

Unter Lastprognose wird in der Energiewirtschaft die Vorhersage des elektrischen Energieverbrauches (Last) eines bestimmten geografischen Gebietes oder eines Versorgungsnetzes bezeichnet. Es werden kurz- und langfristige Prognosen unterschieden.

Die kurzfristige Lastprognose - Zeithorizont eine Viertelstunde bis eine Stunde - ist für die Planung der Stromaufbringung von Bedeutung. Entsprechend der Prognose werden Kraftwerke hochgefahren oder gedrosselt bzw. Strom wird durch das Energieversorgungsunternehmen (EVU) an internationalen Strombörsen zugekauft oder an diese verkauft. Als Basis für die kurzfristige Lastprognose dient eine Vielzahl von unterschiedlichen Daten, darunter historische und Wetterdaten, aber auch das Fernsehprogramm. Da beispielsweise in der Halbzeitpause eines Fußballspiels viele Leute auf die Toilette gehen und sich ein frisches Bier holen, steigt in dieser Zeit der Stromverbrauch der Kühlschränke und der Pumpen in den Wasserwerken sehr stark an.

Die langfristige Lastprognose - Zeithorizont ein bis zwanzig Jahre - ist für die Energiewirtschaft u.a. für die Entscheidung zum Bau von neuen Kraftwerken von Bedeutung. Als Basis für die langfristige Lastprognose dienen vor allem makroökonomische Faktoren.


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