Kochlöffel (Fast-Food)

Kochlöffel (Fast-Food)
Kochlöffel
Kochlöffel Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1961
Sitz Lingen (Ems), Deutschland
Leitung Martha van den Berg (Geschäftsführerin)
Mitarbeiter 678 (2008[1])
Umsatz 42,9 Mio. EUR (2008, Summe GmbH und Franchisepartner[1])
Bilanzsumme 8,2 Mio. EUR (31. Dez. 2008[1])
Branche Kette von Schnellrestaurants
Website kochloeffel.de

Die Kochlöffel GmbH ist eine deutsche Systemgastronomiekette mit Hauptsitz in Lingen (Ems), Niedersachsen. Die heutige Produktpalette umfasst verschiedene Fleischgerichte vom Hühnchen, Schwein und Rind, verschiedene Beilagen, vegetarische Gerichte, Softdrinks sowie Desserts.

Leuchtschrift über dem Eingang eines Kochlöffel-Restaurants

Inhaltsverzeichnis

Umsatz

2003 wurden nach Unternehmensangaben insgesamt 2,9 Mio. ganze Hähnchen, 6 Mio. Hamburger, 1,8 Mio. Bratwürste, 1 Mio. Portionen Salat, rund 1000 Tonnen Pommes frites und 1,5 Mio. Liter Getränke verkauft.

2009 hatten die Restaurants der Kette ca. 13,5 Mio. Gäste. Der Umsatz 2008 setzte sich aus einem Nettoumsatz der Kochlöffel GmbH von 28,8 Mio. EUR (eigene Restaurants) und einem Bruttoumsatz von 16,1 Mio. EUR der Franchise-Partner zusammen. Die GmbH erzielte 2008 einen Bilanzgewinn von 872 Tsd. EUR.[1]

Geschichte

Der erste Kochlöffel wurde 1961 von Martha van den Berg in Wilhelmshaven eröffnet. Am Ende desselben Jahres existierten schon 24 Restaurants in Deutschland. Zur damaligen Produktpalette gehörten „deutsche Klassiker“ wie Braten, Haxe mit Kraut und Gulasch. Die heutige Produktpalette orientiert sich stärker an Fastfood und Fingerfood.

Bis 2007 wurde ein Ausbau des Filialnetzes auf 110 Restaurants in Deutschland angestrebt, aber klar verfehlt. Darüber hinaus wird die Expansion auf dem osteuropäischen Markt ins Auge gefasst. Anfang 2008 eröffneten ein Kochlöffel Express in Lingen (Ems) sowie ein Restaurant in Krefeld. Im September 2008 kam ein Express-Restaurant in Bremen dazu.

2010 existieren etwa 100 Restaurants, zum überwiegenden Teil in kleinen bis mittelgroßen Städten, von denen ca. 40 von Franchising-Partnern betrieben werden[2].

In Polen ist Kochlöffel seit 1995 unter dem Namen „conieco“ vertreten; derzeit gibt es dort 8 Restaurants. Im September 2010 eröffnete Kochlöffel im Istanbuler Stadtteil Besiktas sein erstes Restaurant in der Türkei[3].

Konzept

Seit 1995 wird verstärkt die Ausweitung der Geschäfte durch Franchising vorangetrieben. Das erklärte Ziel ist es, den Anteil der Franchise-Partner bei den Restaurants auf 60 % zu steigern. Erreicht werden soll das durch die Förderung der Systemgastronomie sowie die Unterstützung der Franchise-Partner in allen Geschäftsbereichen.

Kochlöffel tritt im Gegensatz zu anderen Ketten meist in Fußgängerzonen und Innenstadtbereichen an und das vorwiegend in kleineren bis mittleren Städten. Wie andere Ketten will auch Kochlöffel in Zukunft mit kleinen Express-Filialen in Einkaufszentren und Geschäftsstraßen den Schnellverzehr und das Geschäft mit Fertiggerichten stärken. Die geringeren Einstiegskosten sollen potentielle Franchise-Nehmer mit wenig Eigenkapital locken.

Die Kette verzichtet bis heute weitestgehend auf freistehende Filialen mit Autoschaltern; besetzt werden bevorzugt 1A-Innenstadtlagen. Kochlöffel bildet auch zum Fachpersonal für Systemgastronomie aus.

Belege

  1. a b c d Jahresabschluss der Kochlöffel GmbH, Lingen (Amtsgericht Osnabrück, HRB 100005) zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008. Veröffentlicht im Elektronischen Bundesanzeiger am 12. März 2010.
  2. Presseinformation der Kochlöffel GmbH
  3. Kochlöffel expandiert in die Türkei (AHGZ, abgerufen am 21. Juni 2010)

Weblinks


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