Klosterather Hof

Klosterather Hof
Torbogen des Klosterather Hofes

Der Klosterather Hof, der auch Kirchrather Hof genannt wird, war ein früheres Kloster und späteres Wohn- und Fabrikationsgebäude der Stadt Aachen.[1]

Der Klosterather Hof war seit dem Jahre 1536 das Aachener Stadthaus der Abtei Rolduc/Holl-Limburg. Als das Kloster aufgegeben wurde, erwarb die vermögende und sich auf die Fertigung von Stecknadeln spezialisierte Familie Schervier das Gebäude. Sie erteilte dem Architekten und Barockbaumeister Joseph Moretti den Auftrag, es in ein Wohnhaus mit Fabrikationsgebäuden umzubauen.[2]

Der Klosterather Hof war das Elternhaus der im Jahre 1974 selig gesprochenen Aachener Ordensgründerin Franziska Schervier (* 3. Januar 1819; † 14. Dezember 1876).[3]

Die Gebäude des Klosterather Hofes existieren nicht mehr. Lediglich ein Torbogen, der aus dem Jahre 1786 stammt, konnte erhalten und restauriert werden. Er vermittelt einen Eindruck von der aufwendigen Bauweise des Gebäudekomplexes.

Der Torbogen befindet sich im Hochschulviertel der RWTH Aachen und bildet einen Zugang zum Karman-Auditorium. Eine dort angebrachte Gedenktafel erinnert an die geschichtliche Relevanz des Hofes für Aachen.

Quellen

  1. High-Tech über alten Gärten
  2. Sehstation Aachen
  3. Schrittweise. Geschichte(n) zu Fuß erleben. Band 1: Aachen, Jülich, Heinsberg. Meyer & Meyer, Aachen 2008, ISBN 978-3-89899-446-0

Weblinks

 Commons: Klosterather Hof – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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