Guastalla

Guastalla
Guastalla
Wappen
Guastalla (Italien)
Guastalla
Staat: Italien
Region: Emilia-Romagna
Provinz: Reggio Emilia (RE)
Lokale Bezeichnung: Guastâla
Koordinaten: 44° 55′ N, 10° 40′ O44.91666666666710.66666666666724Koordinaten: 44° 55′ 0″ N, 10° 40′ 0″ O
Höhe: 24 m s.l.m.
Fläche: 52,5 km²
Einwohner: 15.191 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 289 Einw./km²
Postleitzahl: 42016
Vorwahl: 0522
ISTAT-Nummer: 035024
Demonym: Guastallesi
Schutzpatron: San Francesco, Madonna della Porta
Website: Guastalla

Guastalla ist eine norditalienische Stadt in der Provinz Reggio Emilia mit 15.191 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) und Bischofssitz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hauptartikel: Herzogtum Guastalla

Eine Gründung der Langobarden im 7. Jahrhundert, wurde Guastalla im 15. Jahrhundert eine eigenständige Grafschaft, die später unter die Herrschaft der Herzöge von Mantua aus dem Hause Gonzaga geriet. 1621 wurde Guastalla eigenständiges Herzogtum einer Nebenlinie der mantuanischen Gonzaga, die dort bis zu ihrem Aussterben 1746 regierte. Im Polnischen Erbfolgekrieg kam es am 19. September 1734 zur Schlacht bei Guastalla zwischen Frankreich/Piemont und Österreich/HRR.

Als erledigtes Lehen von Österreich besetzt, wurde Guastalla 1748 als Nebenstaat an die Bourbonen-Herzöge von Parma und Piacenza abgetreten. 1801 von Frankreich besetzt, wurde Guastalla per Dekret vom 30. März 1806 als Herzogtum von Napoléon Bonaparte seiner Schwester Pauline Bonaparte († 1825) übergeben. Allerdings entzog er es ihr bereits nach 8 Wochen wieder und inkorporierte es per Dekret dem Königreich Italien. Seine Schwester erhielt dafür eine Entschädigung von sechs Millionen Franken zum Ankauf von Gütern in Frankreich.

Nach dem Sturz Napoleons handelte Kaiser Franz I. von Österreich ähnlich, indem er Guastalla - neben dem wichtigeren Parma und Piacenza - seiner Tochter Marie Louise († 1847) übergab, um der Gattin des gestürzten Franzosenkaisers eine standesgemäße Versorgung zu sichern. Nach deren Tod im Dezember 1847 trat kurzfristig der neue Herzog von Parma und Piacenza, Karl Ludwig von Bourbon-Parma († 1883), auch in Guastalla die Herrschaft an, bevor zwischen 1848 und 1859 Herzog Franz V. von Modena aus dem Hause Österreich-Este die Regierung führte. 1859 schloss sich der kleine Staat dem revolutionären Modena an und ging 1861 im Königreich Italien auf.

Geographie

Guastalla liegt am längsten Fluss Italiens, dem Po, in der Region Emilia-Romagna zwischen Parma und Reggio nell’Emilia.

Bischofssitz

Der Dom ist Konkathedrale des Bistums Reggio Emilia-Guastalla (Kirchenprovinz Modena-Nonantola, Kirchenregion Emilia-Romagna).

Städtepartnerschaften

Es besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Forcalquier.

Sehenswürdigkeiten

Berühmte Bauwerke in Guastalla sind

  • Dom (16.-18. Jh.)
  • Palazzo Gonzaga (16. Jahrhundert).

Kultur

Das am meisten konsumierte Nahrungsmittel sind Gnocchi. Alle vier Jahre im Mai findet das Gnoccata-Fest statt. Die Stadt verteilt zu dieser Zeit auf dem Marktplatz am Dom Gnocchi für die ganze Stadt. Außerdem findet eine Parade statt, an der das ganze Volk sich wie im 15. Jahrhundert verkleidet.

Am 25. November findet jedes Jahr der Tag der Heiligen statt. Der Tag findet zu Ehren der Santa Caterina statt. An diesem Tag wird der Bevölkerung die alte Arbeit des Handwerks wieder durch Reproduktionen ins Gedächtnis gerufen.

Weblinks

 Commons: Guastalla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.

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