Gerd Stieler von Heydekampf

Gerd Stieler von Heydekampf

Gerd Stieler von Heydekampf (* 5. Januar 1905 in Berlin; † 25. Januar 1982 in Heilbronn) war ein deutscher Industrieller und Manager.

Leben

Heydekampf studierte 1923–1927 an der Technische Universität Braunschweig Maschinenbau und ging nach der Promotion zum Dr.-Ing. und Praktika in den USA nach Rüsselsheim zur Adam Opel AG. Dort stieg er 1936 als Leiter des Einkaufs in den Vorstand des Unternehmens auf und wurde im Oktober 1938 als Leiter des Lkw-Werkes in Brandenburg/H. Nachfolger von Hanns Grewenig. 1942 wechselte er zu Henschel & Sohn nach Kassel, wo er Generaldirektor und stellvertretender Vorsitzender des Henschel-Konzerns war. Am 21. Dezember 1943 übernahm Stieler von Ferdinand Porsche den Vorsitz der Panzerkommission des Ministeriums für Rüstung und Kriegsproduktion (Albert Speer), und wurde damit Chef der deutschen Panzerproduktion bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.[1]

Nach 1945 war Heydekampff zunächst als Berater und Außendienstmitarbeiter, dann als Verkaufsleiter der NSU Motorenwerke in Neckarsulm tätig und wurde 1951 Vorstandsmitglied, 1953 Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender. Unter seiner Leitung entwickelte sich NSU Anfang der fünfziger Jahren zum größten Zweirad-Produzenten Europas und schaffte nach 1957 erfolgreich die Umstellung auf die Automobilproduktion. Nach der Übernahme durch den VW-Konzern und der Fusion mit deren Tochter Auto Union zur Audi NSU Auto Union AG 1969 leitete er noch zwei Jahre den Vorstand des Unternehmens und schied dann aus gesundheitlichen Gründen aus.

Heydekampf gehörte zu den wichtigsten Wiederbegründern der deutschen Automobilindustrie nach dem Zweiten Weltkrieg.

Einzelnachweis

  1. Vgl. Boelcke, Deutsche Rüstung, 1969, S. 321.

Weblinks


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