Fusarinsäure

Fusarinsäure
Strukturformel
Struktur von Fusarinsäure
Allgemeines
Name Fusarinsäure
Andere Namen
  • Fusarsäure
  • 5-Butylpyridin-2-carbonsäure
  • 5-n-Butylpicolinsäure
Summenformel C10H13NO2
CAS-Nummer 536-69-6
PubChem 3442
Kurzbeschreibung

farblose lichtempfindliche Kristalle [1]

Eigenschaften
Molare Masse 179,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

108–109 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
EUH: keine EUH-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: keine S-Sätze
LD50

180 mg·kg−1 (Maus, peroral) [3]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Fusarinsäure ist ein Picolinsäure-Derivat, der als Sekundärmetabolit der pflanzenschädigenden Schimmelpilze der Gattung Fusarium und der Art Gibberella fujikuroi gebildet wird.

Fusarinsäure hat herbizide, insektizide und antibakterielle Wirkungen. Es ist für Pflanzen ein Welketoxin (verursacht vorzeitiges Welken), auf den tierischen Organismus wirkt es aber nur schwach toxisch. Es hemmt die Dopamin-β-Hydroxylase (ein Enzym das Dopamin zu Noradrenalin konvertiert), hat eine blutdrucksenkende Aktivität und hat Einfluss auf die Membraneigenschaften von Zellen. Sie wirkt teilweise synergistisch mit anderen Mykotoxinen wie z. B. Deoxynivalenol (DON). Daher ist ihre Bedeutung als Mykotoxin noch nicht vollständig geklärt.

Geschichte

Fusarinsäure wurde erstmals 1934 von Teijiro Yabuta an der Universität Tokyo als ein Metabolit des reisschädigenden Pilz Gibberella fujikuroi (Fusarium moniliforme) identifiziert.[4]

Einzelnachweise

  1. a b Thieme Chemistry (Hrsg.): Römpp Online. Version 3.1. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007.
  2. a b c Datenblatt Fusaric acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. April 2011.
  3. Fusarinsäure bei ChemIDplus
  4. T. Yabuta, K. Kambe, T. Hayashi (1937): Biochemistry of the bakanae fungus. I. Fusarinic acid, a new product of the bakanae fungus. In: J. Agric. Chem. Soc. Jpn. Bd. 10, S. 1059–1068.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Fusarinsäure — Fu|sa|rin|säu|re, Fu|sar|säu|re [nlat. Fusarium, eine Kleinpilzgattung (Mikrobiol.)]; Syn.: 5 Butylpyridin 2 carbonsäure: von Schadpilzen sezernierter ↑ Welkstoff, der phytotoxisch wirkt …   Universal-Lexikon

  • Liste mit Säuren — Die folgende Liste zeigt eine Auswahl von Säuren. Aufgelistet sind der gebräuchliche Trivialname der IUPAC Name (die offizielle Bezeichnung) die Summenformel oder eine vereinfachte Strukturformel Die Liste erhebt keinen Anspruch auf… …   Deutsch Wikipedia

  • Sauerstoffsäure — Die folgende Liste zeigt eine Auswahl von Säuren. Aufgelistet sind der gebräuchliche Trivialname der IUPAC Name (die offizielle Bezeichnung) die Summenformel oder eine vereinfachte Strukturformel Die Liste erhebt keinen Anspruch auf… …   Deutsch Wikipedia

  • Chemikalienliste — Die Chemikalienliste stellt eine alphabetisch sortierte Liste von Chemikalien dar, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Elemente sind fett gekennzeichnet, Stoffgruppen kursiv. Der Haupteintrag zu einer Chemikalie ist gleichzeitig der Name des… …   Deutsch Wikipedia

  • Fa — Die Abkürzung FA steht für: Fachabitur Facharbeit Facharzt Fat admirer (aus dem Englischen, Fetisch: Korpulente Menschen anziehend finden) Federal Alliance, eine südafrikanische Partei Falschalarm, bei Behörden und Organisationen mit… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste chemischer Verbindungen — Die Chemikalienliste stellt eine alphabetisch sortierte Liste von Chemikalien dar, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Elemente sind fett gekennzeichnet, Stoffgruppen kursiv. Der Haupteintrag zu einer Chemikalie ist gleichzeitig der Name des… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Säuren — Die folgende Liste zeigt eine Auswahl von Säuren. Aufgelistet sind der gebräuchliche Trivialname der IUPAC Name (die offizielle Bezeichnung) die Summenformel oder eine vereinfachte Strukturformel Die Liste erhebt keinen Anspruch auf… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von chemischen Verbindungen — Die Chemikalienliste stellt eine alphabetisch sortierte Liste von Chemikalien dar, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Elemente sind fett gekennzeichnet, Stoffgruppen kursiv. Der Haupteintrag zu einer Chemikalie ist gleichzeitig der Name des… …   Deutsch Wikipedia

  • Mykotoxikose — Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) sind sekundäre Stoffwechselprodukte aus Schimmelpilzen, die bei Wirbeltieren bereits in geringsten Mengen giftig wirken. Im Unterschied dazu werden die toxischen Inhaltsstoffe von Großpilzen als Pilzgifte bezeichnet …   Deutsch Wikipedia

  • Mykotoxine — (Schimmelpilzgifte) sind sekundäre Stoffwechselprodukte aus Schimmelpilzen, die bei Wirbeltieren bereits in geringsten Mengen giftig wirken. Im Unterschied dazu werden die toxischen Inhaltsstoffe von Großpilzen als Pilzgifte bezeichnet. Eine… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”