Friedrich August Fischer

Friedrich August Fischer

Friedrich August Fischer (* 16. August 1727 in Wittenberg; † 7. Dezember 1787 ebenda) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Leben

Der Sohn des Wittenberger Postmeisters Friedrich Fischer, studierte an der Universität seiner Heimatstadt und absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaften. 1752 wird er kursächsischer Steuerprokurator, steigt 1758 in den Rat der Stadt Wittenberg auf und wird Doktor der Rechte. Nachdem ihm 1759 das Amt des Stadtrichters übertragen wurde, wird er Hofgerichts- und Konsistorialadvokat. 1763 wechselt er als ordentlicher Beisitzer an die juristischen Fakultät der Universität Wittenberg, legte 1764 seine Ämter als Steuerprokurator, als Stadtrichter und als Advokat am Konsistorium nieder.

Fischer übernahm die ordentliche Professur der Institutionen, womit er Beisitzer am Wittenberger Hofgericht und am Wittenberger Schöppenstuhl wurde. 1765 übernahm er die Professur der Dignesti infortiati et novi, wurde 1772 kurfürstlich sächsischer wirklicher Appellationsrat in Dresden, welches Amt er zwei mal im Jahr versah und schlussendlich übernahm er 1782 die Professur der Digesti veteris, womit ein Beisitz am Wittenberger Konsistorium verbunden war. Obwohl er in der Geschichte der Rechtswissenschaften nicht sonderlich in Erscheinung getreten ist, hat er sich an der Verwaltung der Wittenberger Universität beteiligt und war in den Sommersemestern 1769 und 1783 Rektor der Hochschule.

Werkauswahl

  1. Diss. inaug. de veritate per clericum emenda. Wittenberg 1758
  2. Diss. de petitione Apostolorum, atque postissimum eius fatali in Lusatia superiore a die latae sententiae computando. Wittenberg 1762.
  3. Diss. sistens observationes iuris Saxonici, de iure cognoscendi et ventlendi cerevisiam. Wittenberg 1765
  4. Prog. retractum consanguinitatis in heredes extraneos ne per litis quidem contestationem transmitti. Wittenberg 1764
  5. Diss. Observationum iurís criminalis specimen I. Wittenberg 1767
  6. Diss. queraadmodum militibus succedatur? Wittenberg 1773
  7. Prog. de dominio propter residuum pretium in fundorum venditione reservato. Wittenberg 1770
  8. Prog. de quaestione: num legatarius heredem ex testamento processu executivo convenire queat ? Wittenberg 1705

Literatur

  • Johann Georg Meusel: Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Bd. 12 S. 247



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