Elektrische Geige

Elektrische Geige
E-Geige von Yamaha

Der Begriff elektrische Geige (kurz: E-Geige) bezeichnet entweder eine akustische Geige mit elektrischem Tonabnehmer oder ein elektrisches Instrument mit solidem Körper, der die Resonanz verhindert. Sie kommt dem Klang der akustischen Geige sehr nahe und hat dabei den Vorteil, dass sie elektrisch verstärkt ist, und somit auch von Bands z. B. des Rock- oder Metalgenres genutzt werden kann.

Eine E-Geige hat oft ein spezielles Aussehen, das sich von dem einer klassischen Geige unterscheidet. Da die Erzeugung des Klanges nicht mehr zwingend an den Korpus des Instruments gebunden ist, kann dieser künstlerisch und vielfältig gebaut werden. Beispielsweise existieren Modelle in der Form eines „S“ oder eines Dollarzeichens „$“. Hingegen sehen andere Modelle fast wie akustische Geigen aus, nur mit Aussparungen an jeder Seite, so dass das Instrument sehr schlank und kraftvoll wirkt. E-Geigen werden häufig vor allem in zeitgenössischer Musik als Experimentalinstrumente verwendet und sind dort seltener als E-Gitarre und E-Bass anzutreffen. Daher gibt es auch viele verschiedene Variationen der elektrischen Geige: zum Beispiel mit Bünden, mehr als vier Saiten, einem Maschinenkopf, Bariton-Saiten, die eine Oktave tiefer als normal klingen, oder mitschwingenden Saiten.

Eine bekannte Popgruppe, die E-Geigen einsetzt, ist das britische Damen-Quartett bond. Auch im Metal-Bereich gibt es eine bekannte slowenische Band, Naio Ssaion, die dieses Instrument wirkungsvoll einsetzt. Die Pop-Punk Band Yellowcard spielt ebenfalls einige bekannte Songs mit Begleitung einer E-Geige. Solo-Künstler, die die E-Geige häufig einsetzten und so einem breiteren Publikum bekannt machten, sind u. a. Emilie Autumn, Vanessa Mae, Nigel Kennedy und der Jazz-Geiger Jean-Luc Ponty.

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: E-Geige – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Elektronische Geige – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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