Edmund Dejanicz von Gliszczynski

Edmund Dejanicz von Gliszczynski

Edmund Joseph Dejanicz von Gliszczynski (* 1825; † 1896 auf Rittergut Costau bei Kreuzburg, Provinz Schlesien) war Gutsbesitzer, Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für die Zentrumspartei sowie königlich preußischer Generalmajor.

Inhaltsverzeichnis

Familie

Er entstammte aus dem pommerellischen Adelsgeschlecht Glisczynski, welches seinen Namen nach dem Ort Gliśno Wielkie führt, wo die Familie im Jahr 1374 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Er war mit Therese Gräfin von Schmackowsky verheiratet.

Leben

Er erhielt seine Ausbildung im preußischen Kadettenkorps und trat 1842 in die Armee ein. Er diente zunächst als Sekondeleutnant beim Kaiser Franz Garder-Grenadier-Regiment Nr. 2. Er war am ersten Deutsch-Dänischen Krieg 1848 beteiligt. Von 1850 bis 1852 war er militärischer Berater des Erbprinzen Heinrich XIV. von Reuß jüngere Linie auf der Universität Bonn. Die Kriegsakademie in Berlin besuchte er 1854/55. Seit 1860 diente er als Kompaniechef beim 4. Garde-Grenadier-Regiment (Königin). Im Jahr 1864 nahm er am Deutsch-Dänischen Krieg teil. Beim Sturm auf die Düppeler Schanzen wurde er schwer verwundet. Ebenso nahm er an dem Kriegen 1866 und 1870/71 teil. Im Juli 1870 wurde er Oberst und Kommandeur des 2. Garde-Grenadier-Landwehr-Regiments. Im August des gleichen Jahres wurde er Regimentskommandeur des Mecklenburgischen Füsilier-Regiments Nr. 90, hier wurde er vor Orleans wurde er erneut verwundet. Seit 1873 war er Kommandant von Stralsund. Ein Jahr später verließ Glisczynski im Rang eines Generalmajors das Militär.

Glisczynski war Herr auf Gut Costau mit Vorwerk Antonienhof (827 Hektar) und später Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Kreuzburg-Rosenberg.

Literatur

  • Handbuch für das preußische Haus der Abgeordneten. Berlin, 1886 S.201f.

Weblinks


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