James P. Mitchell


James P. Mitchell
James P. Mitchell

James Paul Mitchell (* 12. November 1900 in Elizabeth, New Jersey; † 19. Oktober 1964 in New York City) war ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei.

Biografie

Mitchell war zunächst Sonderberater für Arbeit beim Direktor der Arbeitsförderungsverwaltung des Staates New York und dann im Anschluss von 1942 bis 1945 Direktor der Abteilung für Industriepersonal der United States Army. Am 6. April 1953 wurde er zum Assistenten (Assistant Secretary) des Heeresstaatssekretärs (Secretary of the Army) Robert Ten Broeck Stevens ernannt und war als solcher zuständig für Personal- und Reservistenangelegenheiten.

Am 9. Oktober 1953 berief ihn der republikanische US-Präsident Dwight D. Eisenhower als Nachfolger von Martin Patrick Durkin als Arbeitsminister (Secretary of Labor) in sein Kabinett. In dieser Funktion sprach er am 20. September 1954 der Gewerkschaftsorganisation American Federation of Labor (AFL) ab, eine objektive Bewertung der Leistungen der Regierung Eisenhower hinsichtlich des US-Arbeitsmarktes abgeben zu können. Die Beziehungen zwischen Mitchell, der AFL und der anderen großen Dachgewerkschaft Congress of Industrial Organizations (CIO) war anschließend angespannt. Seine Gegenspieler auf Seiten der Gewerkschaft waren dabei der Präsident der AFL, George Meany, und der Präsident der CIO, Walter Reuther. Am 1. Februar 1955 warf ihm der Exekutivrat der AFL vor, arbeitsrechtliche Verletzungen durch Niedriglöhne bei Baumaßnahmen der Regierung zu tolerieren. Mitchell wies diese Anschuldigungen jedoch unmittelbar zurück. Andererseits forderte er die Einführung eines Mindeststundenlohns von 90 Cent, während Funktionäre von AFL und CIO einen Mindeststundenlohn von 1,25 US-Dollar verlangten. Im August 1955 setzte der US-Kongress den Mindestlohn schließlich auf 1 US-Dollar fest.

Der von der Regierung Eisenhower 1958 vorgelegte Entwurf eines Arbeitsgesetzes war im Wesentlichen von Mitchell verfasst. Darin sprach er sich für Reformen bei den Gewerkschaften aus. Insbesondere forderte er die Einführung jährlicher Finanz- und Rechenschaftsberichte, die Wahl der örtlichen Gewerkschaftsfunktionäre durch direkte und geheime Wahlen sowie die Wahl der nationalen Gewerkschaftsleiter ebenfalls durch direkte und geheime Wahlen oder durch Delegierte. Der Gesetzentwurf wurde jedoch am 18. August 1958 durch das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten abgelehnt.

Nach dem Ende von Eisenhowers Amtszeit schied Mitchell am 21. Januar 1961 aus der Regierung aus. Im November desselben Jahres trat er, mittlerweile zu den Republikanern gewechselt, als deren Kandidat bei der Wahl zum Gouverneur von New Jersey an. Er erzielte einen Stimmenanteil von 48,7 Prozent und belegte damit knapp geschlagen den zweiten Platz hinter dem Demokraten Richard J. Hughes.[1]

Einzelnachweise

  1. www.ourcampaigns.com

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • James Coffield Mitchell — (* März 1786 in Staunton, Virginia; † 7. August 1843 bei Jackson, Mississippi) war ein US amerikanischer Politiker. Zwischen 1825 und 1829 vertrat er den Bundesstaat Tennessee im US Repräsentantenhaus. Werdegang James Mitchell besuchte die… …   Deutsch Wikipedia

  • James P. Mitchell — James Paul Mitchell (November 12, 1900 ndash; October 19, 1964) was an American politician from New Jersey. Nicknamed the social conscience of the Republican Party, he served as United States Secretary of Labor from 1953 to 1961 in the Eisenhower …   Wikipedia

  • James K. Mitchell — James Kenneth Mitchell (* 19. April 1930 in Manchester (New Hampshire)) ist ein US amerikanischer Bauingenieur für Geotechnik. Mitchell studierte am Rensselaer Polytechnic Institute (Bachelor 1951) und am Massachusetts Institute of Technology, wo …   Deutsch Wikipedia

  • James P. Mitchell — James P. Mitchell. James Paul Mitchell (12 de noviembre de 1900 – 19 de octubre de 1964) fue un político estadounidense de Nueva Jersey. Tenía por sobrenombre la conciencia social del Partido Republicano, fue Secretario del Trabajo de los Estados …   Wikipedia Español

  • James Leslie Mitchell — (Pseudonym: Lewis Grassic Gibbon; * 13. Februar 1901 in Hillhead of Segget, Auchterless, Aberdeenshire, Schottland; † 7. Februar 1935 in Welwyn Garden City, Hertfordshire, England) war ein schottischer Schriftsteller. Nach seinem Dienst in der… …   Deutsch Wikipedia

  • James S. Mitchell — (1784 1844) was a member of the U.S. House of Representatives from Pennsylvania.Mitchell was born near Rossville, Pennsylvania, in 1784. He was a member of the Pennsylvania House of Representatives from 1812 to 1814.Mitchell was elected as a… …   Wikipedia

  • James G. Mitchell — Infobox Scientist image width = 150px name = James George Mitchell box width = birth date = 1943 birth place = Kitchener, Ontario death date = death place = residence = citizenship = nationality = Canadian ethnicity = field = Computer Science… …   Wikipedia

  • James Coffield Mitchell — See also the founder of Florence, Nebraska at James C. Mitchell (settler) James Coffield Mitchell (1786 ndash; 1843) was an American politician who represented Tennessee in the United States House of Representatives. Mitchell was born in Staunton …   Wikipedia

  • James Clyde Mitchell — J. (James) Clyde Mitchell (* 21. Juni 1918; † 15. November 1995) war ein britischer Ethnologe (Social Anthropologist). Er war ein bedeutender Vertreter der Manchester School . Er erforschte in den 1940er bis 1960er Jahren u.a. am Rhodes… …   Deutsch Wikipedia

  • James C. Mitchell (settler) — James C. Mitchell (1810 1860) was the founder of the town of Florence in the Nebraska Territory in 1854.BiographyBorn in Pangborn, Pennsylvania, Mitchell ran away from home at the age of fifteen to become a seaman. By age eighteen, he was captain …   Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.