Reichblütige Ölweide

Reichblütige Ölweide
Reichblütige Ölweide
Reichblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora)

Reichblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)
Gattung: Ölweiden (Elaeagnus)
Art: Reichblütige Ölweide
Wissenschaftlicher Name
Elaeagnus multiflora
Thunb.
Reichblütige Ölweide

Die Reichblütige Ölweide (Elaeagnus multiflora Thunb.), auch Essbare Ölweide, Rote Sommer-Ölweide, Langstielige Ölweide, Japanische Ölweide genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ölweiden (Elaeagnus) innerhalb der Familie der Ölweidengewächse (Elaeagnaceae).

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Die Pflanzenart ist in Nordostasien von China, Korea und Japan verbreitet. In Deutschland findet man sie in Parks, Gärten und an Straßenrändern in naturnahen Hecken.

Beschreibung

Die Reichblütige Ölweide ist ein frostharter und robuster, Laub abwerfender, unbewehrter Strauch mit oberseits mattgrünen, unterseits silbrig braunschuppigen Blättern. Die weißen, im Verblühen gelblichen, süß duftenden Blüten erscheinen im Mai/Juni. Die dunkelrotbraunen bis orangeroten Steinfrüchte sind essbar, saftig, süß-sauer, sie reifen im August/September.

Ökologie

Ähnlich wie Hülsenfrüchtler (Leguminosen) und andere Ölweidengewächse ist die Reichblütige Ölweide in der Lage, mit Hilfe von in Symbiose lebenden Bakterien (Frankia) Luftstickstoff in knöllchenartigen Gebilden an der Wurzel zu binden, umzuwandeln und den Pflanzen verfügbar zu machen. Analog zu den Mykorrhiza nennt man diese Form der Symbiose Aktinorrhiza. Die Pflanze gedeiht daher auch auf nährstoffarmen Böden, ist widerstandsfähig gegen Hitze, Trockenheit und Wind, und somit als Pioniergehölz zur Befestigung von Böschungen und Dünen geeignet. Zur Blütezeit ist sie eine gute Bienenweide.

Verwendung

Die Reichblütige Ölweide findet als Ziergehölz mit Fruchtschmuck Verwendung. Außerdem ist sie ein Nutzgehölz - wegen der Fähigkeit, auf nährstoffarmen Boden zu wachsen. Die saftigen, süß-sauren Steinfrüchte können zu Marmelade, Gelee oder Kompott, gemischt mit anderen Früchten, verarbeitet werden. Nur reife Früchte sind als Naschobst zum Frischverzehr schmackhaft. Die Früchte können auch zu alkoholischen Getränken vergoren werden.

Sonstiges

Die Reichblütige Ölweide kann manchmal mit der sehr ähnlichen Korallen-Ölweide (Elaeagnus umbellata), die auch aus Nordostasien stammt, verwechselt werden. Die Sorte 'Sweet Scarlet' mit großen Früchten stammt aus der Ukraine und wurde in Kew Gardens (London) selektiert. Andere Sorten 'Red Cherry' mit duftenden Blüten und schmackhafte rote Früchte. Die Sorte 'Variegata' mit marmorierten hellgelb gemusterten Blättern.

Quellen

  • Andreas Bärtels: Enzyklopädie der Gartengehölze. Ulmer, Stuttgart 2001, S. 261
  • Bundessortenamt: Beschreibende Sortenliste 1999, ISSN 1430-9378, S. 54–58
  • Jeanne Dericks-Tan, Gabriele Vollbrecht: Auf den Spuren der Wildfrüchte in Europa, Abadi Verlag, Alzenau 2009, ISBN 978-3-00-021129-4, S. 201

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