Zschopenthal

Zschopenthal
Zschopenthal, Rolle-Mühle und Blaufarbenwerk
Zschopenthal, Blick von der Brücke über die Zschopau

Zschopenthal ist ein Ortsteil von Waldkirchen/Erzgeb., der seit dem 1. März 2009 zur neu entstandenen Gemeinde Grünhainichen gehört.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort war ehemals eine eigenständige, an der Zschopau gelegener Werkweiler und wurde in Kirchenbüchern erstmals 1663 erwähnt.

August Schumann nennt 1826 im Staatslexikon von Sachsen Zschopenthal betreffend u. a.:

„Durch den Ort führt auch die Straße von Zschopau sowohl über Schellenberg nach Oederan, als über Waldkirchen nach Freiberg und Dresden; eben so jene von Chemnitz nach Lengefeld und Olbernhau. Ueber die Zschopau geht eine bedeckte Brücke, vor welcher ein hohes und malerisch schönes Wehr liegt.
Der ganze Ort begreift: am linken Flußufer das Wirthshaus, den sogenannten alten Hammer, welcher aber eigentlich zur Witzschdorfer Gemeinde und unter’s Marienberger Bergamt gehört, und 6 Häuslerstellen, davon 2 ganz neu angesetzte entfernt vom Orte an der Zschopauer Straße stehn; am rechten Ufer hingegen das Farbenwerk selbst, die Mahl- und Schneidemühle desselben, eine kleine Ziegelei, und 3 Häuslerstellen. Die Zahl aller Einwohner geht auf etwa 100 hinauf, und sie sind meist am Werke beschäftigt.“
[1]

1918 wurde Zschopenthal mit Waldkirchen zum Ort Waldkirchen-Zschopenthal vereinigt. Der Ortsname wurde am 1. Oktober 1939 auf Anordnung des Reichsstatthalters Martin Mutschmann in Waldkirchen/Erzgeb. geändert. Der alte Ortsname ist noch heute am Bahnhofsgebäude zu lesen.

In Zschopenthal befindet sich eine noch heute produzierende Getreidemühle sowie das Gebäude des 1687 gegründeten und 1835 nach Niederpfannenstiel verlegten Blaufarbenwerks Zschopenthal.

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl [2]
1788 4 Häusler
1834 65
Jahr Einwohnerzahl
1871 226
1890 236

Söhne und Töchter Zschopenthals

Literatur

Weblinks

  • Zschopenthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise

  1. vgl. Zschopenthal oder Zschoppenthal. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 13. Band, Zwickau 1826, S. 775 f.
  2. vgl. Zschopenthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
50.76583333333313.093611111111

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Zschopenthal — Zschopenthal, ein 1845 eingegangenes Blaufarbenwerk bei Waldkirchen, s.d. 1) …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Blaufarbenwerk Zschopenthal — Gedenktafel für August Fürchtegott und Kurt Alexander Winkler am Turmhaus des Blaufarbenwerkes Zschopenthal …   Deutsch Wikipedia

  • August Fürchtegott Winckler — Gedenktafel für August Fürchtegott und Kurt Alexander Winkler am Turmhaus des ehemaligen Blaufarbenwerkes Zschopenthal August Fürchtegott Winkler (auch Winckler) (* 18. Dezember 1770 in Zschopenthal; † 9. September 1807) war ein deutscher… …   Deutsch Wikipedia

  • Waldkirchen/Erzgeb. — Waldkirchen/Erzgeb. Gemeinde Grünhainichen Koordinaten …   Deutsch Wikipedia

  • Waldkirchen/Erzgebirge — Waldkirchen/Erzgeb. Gemeinde Grünhainichen Koordinaten …   Deutsch Wikipedia

  • August Fürchtegott Winkler — Gedenktafel für August Fürchtegott und Kurt Alexander Winkler am Turmhaus des ehemaligen Blaufarbenwerkes Zschopenthal August Fürchtegott Winkler (auch Winckler) (* 18. Dezember 1770 in Zschopenthal; † 9. September 1807) war ein deutscher… …   Deutsch Wikipedia

  • Christian Friedrich Krafft — (* 30. März 1716 in Zschopenthal; † 13. April 1775 ebenda) war ein deutscher Kunstmaler, der im mittleren Erzgebirge, in Frankenberg und im Raum Großenhain wirkte und daneben auch als Lehrer tätig gewesen ist. Leben Christian Friedrich Krafft… …   Deutsch Wikipedia

  • Kurt Alexander Winkler — (* 3. September 1794 in Zschopenthal bei Zschopau; † 15. Mai 1862 in Niederpfannenstiel) war ein deutscher Chemiker und Metallurge. Inhaltsverzeichnis 1 Leben und Wirken 1.1 Privates 2 Werke …   Deutsch Wikipedia

  • Blaufarbenwerk — In Blaufarbenwerken wurden blaue Glasfarben hergestellt. Meist wurde das hierfür notwendige Pigment Kobaltblau aus kobalthaltigem Erz hergestellt, wie dies auch in den hier gelisteten Werken geschah. Blaufarbenwerke Das Blaufarbenwerk… …   Deutsch Wikipedia

  • Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel — Nickelhütte Aue GmbH Unternehmensform Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gründung 1635 als Blaufarbenmühle, Namensänderung in Nickelhütte Anfang des 20. Jahrhunderts Unternehmenssitz Aue (Sachsen), Deutschland …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”