U-Boot-Klasse 202

U-Boot-Klasse 202
Flagge
Klasse 202-Klasse
Übersicht
Typ Kleinst Jagd-U-Boote
Einheiten Friedrich Techel S-172
Hans Schürer S-173
Bauwerft

Atlas-Werke AG, Bremen

Bestellung 1954
Dienstzeit

1965 - 1966

Verbleib Alle verschrottet
Technische Daten
Verdrängung

100 t über Wasser
137 t getaucht

Länge

23,10 m

Breite

3,4 m

Tiefgang

2,7 m

Besatzung

6

Antrieb

330 PS/245 kW DB Diesel mit Ladegenerator
350 PS/260 kW Elektromotor
27 PS/20 kW Schleichfahrt-Elektromotor

Geschwindigkeit

10 kn Überwasser
13 kn Unterwasser

Reichweite

400 sm bei 10 kn Überwasser
270 sm Unterwasser bei 5 kn getaucht

Bewaffnung

2 × 533 mm Bug-Torpedorohre mit 2 Torpedos

Elektronik

Navigationsradar
Waffenleitanlage
Sonar

Die U-Boote der Klasse 202 waren eine kurzzeitig von der Bundesmarine eingesetzte U-Boot-Klasse. Ihre Aufgabe war primär der Küstenschutz in der Ostsee.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bei der Aufstellung der Bundesmarine wurde gleich zu Beginn der Neuaufbau einer U-Boot Waffe projektiert. Der Bau von zwölf Kleinst-U-Booten für den Küstenschutz wurde von der WEU 1956 genehmigt. Diese durften nicht größer sein als 350ts.[1]

Ursprünglich sollten bis zu 40 U-Boote der Klasse gebaut werden, da die Marine eine intensive Überwachung der Ostsee plante. [2]

Auseinandersetzungen über Zielsetzung und Ausstattung eines derartigen U-Bootes und immer neue Änderungswünsche seitens der Marine verzögerten aber den Bau erheblich. Eine Zeit lang war geplant, das dritte Boot mit einer neuen Walter-Antriebsanlage zu versehen, doch wurden die Vorarbeiten hierfür eingestellt. Schließlich wurde beschlossen, nur zwei Boote als akustische Erprobungsträger für ein neues Sonarsystem zu bauen. Gegen die Tradition, U-Boote nur mit Nummer zu versehen, wurden die beiden 202er nach den Konstrukteuren „Hans Techel“ und „Friedrich Schürer“ benannt, die an der deutschen U-Boot-Entwicklung maßgeblich beteiligt gewesen waren.[2]

Der Bau der beiden Boote begann 1961 und dauerte bis 1965. Hans Techel, getauft am 15. Oktober 1965, erhielt als Patengemeinde Ottenhöfen, Friedrich Schürer wurde am 6. April 1966 getauft.

Nachdem die beiden Boote die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt hatten und die Marine keine Verwendung für diese kleinen Fahrzeuge hatte, wurden sie aus Kostengründen bereits am 15. Dezember 1966 außer Dienst gestellt und im Marinearsenal Kiel aufgelegt. Die beiden Boote wurden einige Jahre danach verschrottet. Als Baukosten für diese beiden Boote wurden 30 Millionen DM angegeben.[2] [3]

Technik

Die zwei Boote unterschieden sich in der Heckruderausführung und U-Schürer erhielt eine Kortdüse, U-Techel entsprach der „normalen“ Heckruderausführung der Klasse 205.

Alle U-Boote der Klasse 202 der Deutschen Marine
Bezeichnung Indienststellung Außerdienststellung
Friedrich Schürer S-173 6. April 1966 15. Dezember 1966
Hans Techel S-172 15. Oktober 1965 15. Dezember 1966

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Oli, „TR 66 › Einführung “, Taucher Dot Net, Abgerufen 17. Dezember 2008
  2. a b c Reinhardt Jischewsky, „Unterseeboot Hans Techel“, Unterseeboot U34, Abgerufen 18. Dezember 2008
  3. Alexander Richter, „Die U-Boote der Marine seit 1955“, Spiegel Online, Abgerufen 18. Dezember 2008

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