Schanzen (Bern)


Schanzen (Bern)
Grosse Schanze (oben) und Kleine Schanze (unterste Bastion) im 17. Jh.
Ostermontagsschwingfest auf der Grossen Schanze um 1775
Blick von der Kleinen Schanze, nach 1872

Die Schanzen, bestehend aus der Grossen und der Kleinen Schanze, sind Teile der letzten Berner Stadtbefestigung im Westen der Altstadt aus dem 17. Jahrhundert.

Grosse Schanze

Die Grosse Schanze (599887 / 199855)46.9497777777787.43715 geht auf Pläne des Hugenottenführers und Festungsbaumeisters Théodore Agrippa d’Aubigné zurück, die in reduzierter Form umgesetzt wurden. Der Bau der Schanze wurde am 30. März 1622 beschlossen und im April gleichen Jahres in Angriff genommen. 1634 wurden die Arbeiten abgeschlossen. Zwischen 1834 und 1846 wurde die Anlage grösstenteils eingeebnet; auf ihren letzten Überresten steht heute das 1903 eingeweihte Hauptgebäude der Universität Bern.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts fand auf der Grossen Schanze jährlich am Ostermontag ein Wettkampf im Schwingen statt. Um die Preise eines Schafes und den Titel eines Schwingerkönigs eiferten die besten Schwinger des Kantons und Männer aus Unterwalden und Luzern.

Kleine Schanze

Die Kleine Schanze (600140 / 199399)46.9456777777787.4404694444444 besteht aus der 1623 fertiggestellten Bastion Wächter, wurde im 19. Jahrhundert in eine Parkanlage umgewandelt und ist heute Standort des Weltpost-Denkmals. In unmittelbarer Nähe zum Bundeshaus sammelte sich hier 1985 die von der Münsterplattform vertriebene offene Drogenszene, bis sie in der Weihnachtszeit 1990 durch die Polizei aufgelöst wurde und sich in den Kocherpark verlagerte.

Aber auch danach gab es im Umfeld der Kleinen Schanze noch Probleme mit dem dort abgewickelten Drogenhandel und einem Drogenstrich. Durch eine bauliche Umgestaltung und die Neueröffnung am 21. März 2000 versuchte man, dem schlechten Ruf entgegenzuwirken und die Kleine Schanze wieder zu einem Treffpunkt der gesamten Bevölkerung zu machen.

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