Nicolas Cage

Nicolas Cage
Nicolas Cage bei den 66. Filmfestspielen von Venedig 2009

Nicolas Cage (* 7. Januar 1964 in Long Beach, Kalifornien; eigentlich Nicholas Kim Coppola) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Er ist der Neffe des Filmregisseurs und -produzenten Francis Ford Coppola und der Schauspielerin Talia Shire.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Cages Vater ist der Italo-Amerikaner August Coppola. Seine Mutter, die Tänzerin und Choreographin Joy Vogelsang, stammt aus Cochem an der Mosel. Cage interessierte sich schon in seiner frühesten Kindheit für das Filmgeschäft. Mit 15 Jahren nahm er professionellen Schauspielunterricht. Zwei Jahre später brach er die High School ab, um sich auf seine Karriere zu konzentrieren. Nicholas Coppola nannte sich Cage, um nicht immer mit seinem Onkel Francis Ford Coppola verglichen zu werden.

Schauspielerische Karriere

Sein Leinwanddebüt gab er 1982 in der Komödie Ich glaub’, ich steh’ im Wald. Kurze Zeit später änderte er seinen Nachnamen in Cage (nach der Comic-Figur Luke Cage bzw. dem Musiker John Cage), um nicht im Schatten seines berühmten Onkels Francis Ford Coppola zu stehen. Dieser verschaffte ihm 1983 eine Rolle in Rumble Fish.

Nach dem Abschluss der UCLA School of Theater, Film and Television war er u. a. in den Filmen Cotton Club, Valley Girl, Peggy Sue hat geheiratet und Arizona Junior zu sehen. Der Durchbruch gelang ihm Ende der 1980er mit der Oscar-prämierten Komödie Mondsüchtig und in David Lynchs Wild at Heart, der als bester Film der Filmfestspiele von Cannes 1990 ausgezeichnet wurde.

1996 erhielt Cage für Leaving Las Vegas den Oscar als Bester Hauptdarsteller.

Die Filme The Rock – Fels der Entscheidung, Con Air, Face/Off – Im Körper des Feindes und Nur noch 60 Sekunden bescherten ihm in den Folgejahren vier seiner größten Erfolge an der Kinokasse. 1998 spielte er neben Meg Ryan in Stadt der Engel, einer Neuverfilmung des Wim Wenders-Films Der Himmel über Berlin.

Ebenfalls 2002 erhielt er für Adaption. erneut eine Oscar-Nominierung. Zu sehen war er auch in dem Abenteuerfilm Das Vermächtnis der Tempelritter. Im Jahr 2006 kamen die Filme Lord of War und World Trade Center in die deutschen Kinos.

Cage in Venedig (2009)

Seine deutsche Synchronstimme wird ihm überwiegend von Martin Keßler verliehen, im Film Wild at Heart allerdings von Rolf Zacher, in Adaption. von Ronald Nitschke und in Leaving Las Vegas von Michael Christian.

Immer noch zählt Cage laut dem amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden männlichen Schauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 38 Mio. US-Dollar und rangiert hinter Will Smith, Johnny Depp, Eddie Murphy, Mike Myers, Leonardo DiCaprio, Bruce Willis und Ben Stiller auf Platz acht.[1]

Privates

Aus seiner Beziehung mit der Schauspielerin Christina Fulton hat er einen Sohn, Weston Coppola Cage (* 1990) alias Arcane, der in der Black-/Death-Metal-Band Eyes of Noctum singt.[2] 1995 heiratete Cage die Schauspielerin Patricia Arquette; 2001 ließ er sich von ihr scheiden. 2002 heiratete er Lisa Marie Presley, die Tochter von Elvis Presley und Ex-Frau von Michael Jackson, von der er sich vier Monate später wieder trennte. In dritter Ehe ist er seit 2004 mit Alice Kim verheiratet. Seine derzeitige Frau hat am 3. Oktober 2005 seinen zweiten Sohn Kal-El geboren, benannt nach dem kryptonischen Namen von Superman. Cage ist ein bekennender Comic-Fan. In einigen Filmen, in denen Cage mitspielt, übernahm Alice Kim einen Cameo-Auftritt, so zum Beispiel in Next, in dem sie bei einem Zaubertrick eine Frau aus dem Publikum spielt.

Im Jahr 2006 übernahm Cage den Herrschaftssitz der Freiherren von Brand, Schloss Neidstein in Etzelwang bei Amberg (Oberpfalz). Jedoch verkaufte er das Anwesen Anfang 2009 aus Geldnot.[3][4] Außerdem besitzt er noch eine Bahamainsel.

Am 4. Dezember 2009 erhielt Cage für sein humanitäres Engagement bei Amnesty International von den Vereinten Nationen die Auszeichnung zum „Weltbürger des Jahres“ (Global Citizen of the Year) und wurde zum Botschafter guten Willens ernannt.[5]

Am 16. April 2011 wurde Nicolas Cage im French Quarter in New Orleans nach einem Handgemenge mit seiner Ehefrau in betrunkenem Zustand verhaftet.[6]

Filmografie

Produzent

Auszeichnungen

Oscars
Golden Globe
  • 1988: Nominierung Bester Hauptdarsteller – Komödie oder Musical (Mondsüchtig)
  • 1993: Nominierung Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical (… aber nicht mit meiner Braut – Honeymoon in Vegas)
  • 1996: Bester Hauptdarsteller – Drama (Leaving Las Vegas)
  • 2003: Nominierung Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical (Adaption.)
Blockbuster Entertainment Awards
Boston Society of Film Critics Awards
  • 1995: Bester Hauptdarsteller (Leaving Las Vegas)
Chicago Film Critics Association Awards
  • 1996: Bester Haupdarsteller (Leaving Las Vegas)
  • 2003: Nominierung Bester Hauptdarsteller (Adaption.)
Chlotrudis Awards
  • 1996: Nominierung Bester Hauptdarseller (Leaving Las Vegas)
  • 2003: Nominierung Bester Hauptdarsteller (Adaption.)
  • 2010: Nominierung Bester Hauptdarsteller (Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen)
Dallas Fort Worth Film Critics Association Awards
  • 1996: Bester Hauptdarsteller (Leaving Las Vegas)
Independent Spirit Awards
  • 1990: Beste männliche Leitung (Vampire's Kiss)
  • 1996: Beste männliche Leitung (Leaving Las Vegas)
London Critics Circle Film Awards
  • 1995: Nominierung Schauspieler des Jahres (Adaption.)
Los Angeles Film Critics Association Awards
  • 1995: Bester Hauptdarsteller (Leaving Las Vegas)
National Board of Review
  • 1995: Bester Hauptdarsteller (Leaving Las Vegas)
National Society of Film Critics Awards
  • 1996: Bester Hauptdarsteller (Leving Las Vegas)
  • 2010: 3ter Platz Bester Hauptdarsteller (Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen)
Ney York Film Critics Circle Awards
  • 1995: Bester Hauptdarsteller (Leaving Las Vegas)
Online Film Critics Society Awards
  • 2003: Nominierung Bester Hauptdarsteller (Adaption.)
Phoenix Film Critics Society Awards
Goldene Kamera
  • 2007: Film International
Walk of Fame
  • 1998: Stern auf der Hollywood Walk of Fame
MTV Movie Awards
Goldene Himbeere
San Sebastian International Film Festival
  • 1995: Bester Hauptdarsteller (Leaving Las Vegas)
Satellite Awards
  • 2003: Nominierung Bester Hauptdarsteller - Komödie/Musical (Adaption.)
Screen Actors Guild Awards
Sitges - Catalonian International Film Festival
  • 1989: Bester Hauptdarsteller (Vampire’s Kiss)
Teen Choice Awards
  • 2010: Choice Movie Actor: Action Adventure (Kick Ass)
Toronto Film Critics Association Awards
  • 2002: Bester Hauptdarsteller (Adaption.)
  • 2009: Bester Hauptdarsteller (Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen)
Visual Effects Society Awards
  • 2003: Nominierung Bester Hauptdarsteller Effektfilm (Adaption.)

Weblinks

 Commons: Nicolas Cage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. vgl. Johnson, Wesley: Hollywood's Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST
  2. STORMBRINGER-News: EYES OF NOCTUM - Debut Album Sample online (16. Oktober 2008)
  3. Spiegel Online, vom 31. März 2009: http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,616640,00.html
  4. Cinema.de: [1]
  5. „Weltbürger des Jahres“: Nicolas Cage zum UN-Botschafter ernannt - Artikel bei RP online
  6. Nicolas Cage Arrested for Domestic Abuse in New Orleans - ABC News

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