Mörbisch

Mörbisch
Wappen Karte
Wappen von Mörbisch am See
Mörbisch am See (Österreich)
DEC
Mörbisch am See
Basisdaten
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Bundesland Burgenland
Politischer Bezirk Eisenstadt-Umgebung (EU)
Fläche 28,5 km²
Koordinaten 47° 45′ N, 16° 40′ O47.7516.666666666667122Koordinaten: 47° 45′ 0″ N, 16° 40′ 0″ O
Höhe 122 m ü. A.
Einwohner 2.387 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 84 Einwohner je km²
Postleitzahl 7072
Vorwahlen 0 26 85
Gemeindekennziffer 1 03 07
AT112
Adresse der
Gemeindeverwaltung
Hauptstr. 22
7072 Mörbisch am See
Offizielle Website
Politik
Bürgermeister Peter Vargyas (SPÖ)
Gemeinderat (2007)
(23 Mitglieder)
14 SPÖ, 6 ÖVP, 1 FPÖ, 2 FBL
Lage der Gemeinde Mörbisch am See

Mörbisch am See (ungarisch: Fertőmeggyes, kroatisch: Merbiš) liegt im nördlichen Burgenland am südwestlichen Ufer des Neusiedlersees, ca. 70 km südöstlich von Wien.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der Ort liegt südlich direkt an der Staatsgrenze zu Ungarn, am Südwestufer des Neusiedler Sees. Es hat einen sehr breiten Schilfgürtel, so dass man den See nur über einen 1950 aufgeschütteten Damm erreichen kann. Am Ende des Dammes befinden sich die Seebühne, das moderne Seebad Mörbisch, der Yachthafen, zwei Schifffahrtsunternehmen, die den Fährbetrieb nach Illmitz bedienen, Tennis- und Beachvolleyballplätze, eine Segel- und Surfschule sowie ein Bootsverleih.

Nachbargemeinden

Klima

Durch die Lage am Neusiedlersee herrscht ein mildes, pannonisches Klima vor.

Geschichte

Mörbisch war bereits 5000 v.Chr. besiedelt. Auch die Römer hatten Siedlungen hier.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mörbisch 1244 als Possessio Meggyes. Der spätere deutsche Ortsname stammt aus dem Ungarischen.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Sopron). Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Trotzdem war die ganze Wirtschaft und Kultur bis 1945 nach Ödenburg (Sopron) ausgerichtet.

Kirche von Mörbisch

Politik

Bürgermeister ist Peter Vargyas von der SPÖ. Amtsleiter ist Franz Schindler.

Die Mandatsverteilung (23 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 14, ÖVP 6, FPÖ 1, Grüne 0 und FBL 2 Mandate.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eingang der Seefestspiele Mörbisch
360°x180° Panoramabild der Seefestspiele Mörbisch 2004

Die Hofgassen in Mörbisch sind seit 2001 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Musik und Theater

Weithin bekannt sind die Seefestspiele Mörbisch, bei denen jeweils im Juli und August Operetten österreichischer Komponisten gespielt werden. Dazu kommen die Veranstaltungsserie „Musik im Park“, bei der Konzertaufzeichnungen auf einer Großbildleinwand vorgeführt werden, sowie regelmäßige Gästekonzerte und Auftritte der Volkstanzgruppe.


Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau

Mörbisch ist mit seiner Lage im Anbaugebiet Neusiedlersee-Hügelland ein traditioneller Weinbauort. 500 Hektar Rebfläche werden von 100 Winzern bewirtschaftet; ausgeschenkt wird u.a. in den 15 Heurigenschenken des Ortes.[1]

Fremdenverkehr

Mörbisch am See zählt mit rund 113.000 Übernachtungen jährlich (2005)[2] zu den größten Tourismusgemeinden des Burgenlandes. Mit dem Aufschwung des Fremdenverkehrs im Burgenland hat auch Mörbisch profitiert; durch die Seefestspiele Mörbisch wurde dieser Effekt noch verstärkt.

Gleich neben Seebühne liegt das 1996 ausgebaute und erweiterte Mörbischer Seebad mit Liegewiesen und einer eigenen Bade- und Ruheinsel sowie einer Erlebnisbad-Infrastruktur.[3]

Wie das gesamte Burgenland ist ist Mörbisch mit einem engen Netz an Radwegen ausgestattet. So verbindet der Radweg B31 die Gemeinde mit dem „Burgenland-Jubiläumsradweg“[4] und der Neusiedler-See-Radweg führt ebenfalls durch Mörbisch. Für Nordic-Walking-Sportler wurden in Kooperation mit den Nachbargemeinden Rust und Oggau 15 Touren entwickelt.

Verkehr

Mörbisch ist nur auf dem Straßenweg erreichbar. Das Straßennetz endet am Grenzübergang zu Fertőrákos (dt. Kroisbach) in Ungarn, der jedoch nur für Radfahrer und Fußgänger geöffnet ist. Von anderen Seegemeinden gibt es planmäßige Bootsfahrten (Radfähre).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.weinpanorama.at/cms/index.php?idcat=171
  2. http://www.wien-konkret.at/reisen/ausflugsziele/neusiedlersee/
  3. http://www.moerbischamsee.at/de/c_tourismus_und_freizeit/seebad/TUF_SBD_seebad.jsp
  4. http://www.bikeburgenland.at/index2.html (Flash erforderlich)

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