Mutterlauge

Mutterlauge

Als Mutterlauge wird die Flüssigkeit bezeichnet, aus der sich bei der Stoffreinigung durch Umkristallisation ein gewünschter Stoff in Form von Kristallen abgeschieden hat. Die Abtrennung der Kristalle von der Mutterlauge kann dabei durch Dekantieren oder Filtration[1] erfolgen.[2]

Mutterlaugen enthalten daher Reste des auskristallisierten Stoffes und die ursprünglichen Verunreinigungen, die oft in einem Folgeschritt aus diesen Lösungen gewonnen werden können.[3] Aus der Mutterlauge kann nach dem Abdampfen eines Teiles des Lösungsmittels anschließend durch Abkühlen oft auch eine zweite Kristallfraktion des gewünschten Stoffes gewonnen werden.[4] Diese zweite Kristallfraktion ist in der Regel nicht so „sauber“ (chemisch homogen), wie die erste Kristallfraktion.

In technischen Verfahren werden anfallende Mutterlaugen bisweilen recycliert, um die Ausbeuten zu optimieren.

Einzelnachweise

  1. Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 129, ISBN 3-211-81116-8.
  2. Otto-Albrecht Neumüller (Herausgeber): Römpps Chemie Lexikon, Frank'sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1983, 8. Auflage, S. 2696, ISBN 3-440-04513-7.
  3. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 910.
  4. Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 217−218, ISBN 3-211-81116-8.

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  • Mutterlauge — Mutterlauge, 1) (Muria), die von der Krystallisation irgend einer Salzlauge übrig bleibende Flüssigkeit, welche, nebst Rückständen des angeschlossenen Salzes, meist auch noch andere, nicht krystallisirbare Bestandtheile enthält; 2) so v.w.… …   Pierer's Universal-Lexikon

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