Moeckli-Affäre


Moeckli-Affäre

Georges Moeckli (* 14. Februar 1899 in La Neuveville; † 9. Juni 1974 in Delémont) war ein Schweizer Politiker aus dem Berner Jura.

Georges Moeckli gehörte der Sozialdemokratischen Partei an. Für sie war er von 1932 bis 1935 im Grossen Rat des Kantons Bern, von 1935 bis 1938 im Nationalrat, von 1938 bis 1954 im Regierungsrat des Kantons Bern und von 1948 bis 1959 im Ständerat.

Moeckli-Affäre

Eine als Moeckli-Affäre bekanntgewordene Episode war Auslöser jahrelanger Auseinandersetzungen (siehe auch Jurafrage), die schliesslich zur Gründung des Kantons Jura führten. Georges Moeckli war im Berner Regierungsrat für die Armenfürsorge zuständig. Als Amtskollege Ernst Reinhard im September 1947 starb, wollte Moeckli dessen Posten im Bau- und Eisenbahndepartement übernehmen. Der neugewählte Grindelwaldner Samuel Brawand, ein Parteikollege Moecklis, wollte ebenfalls diesen Posten. Der Regierungsrat sah Moeckli für diesen Posten vor, doch auf Antrag von Grossrat Hans Tschumi sprach der Grosse Rat am 9. September 1947 mit 92 gegen 62 Stimmen das Amt Brawand zu. Dass Brawand deutschsprachig war, Moeckli aber französischsprachig, spielte dabei eine entscheidende Rolle. Ein Wiedererwägungsantrag scheiterte am 17. September. Dies führte zu einer Protestkundgebung von zweitausend Personen am 20. September in Delémont. Unter anderem sprach an dieser Kundgebung der Industrielle Daniel Charpilloz, der die Gründung eines Kantons Jura forderte.

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