Memoiren


Memoiren

Der Ausdruck Memoiren (Pluraletantum; v. franz. memoire „schriftliche Darlegung, Denkschrift“ aus lat. memoria „Gedächtnis“) bezeichnet Denkwürdigkeiten oder Aufzeichnungen von selbsterlebten Begebenheiten.

In Abgrenzung zur Autobiografie stellt der Memoirenschreiber seine soziale Rolle in den Mittelpunkt der Darstellung (z. B. Politiker und andere Funktionsträger). Beschreibt die Autobiografie den Werdegang des noch nicht sozialisierten Menschen, gehen Memoiren von der gefestigten Identität eines seiner sozialen Rolle bewussten Individuums aus. Dabei stellt der Memoirenschreiber die Geschichte seines Gewordenseins hinter die der Darstellung seiner Zeit und seines Wirkens in ihr zurück.

Im Deutschen werden Memoiren meist als Erinnerungen bezeichnet.

Siehe auch

Literatur

  • Bernd Neumann: Identität und Rollenzwang. Zur Theorie der Autobiografie, Athenäum-Verlag, Frankfurt/M. 1970.

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  • Memoiren — Memoiren …   Deutsch Wörterbuch

  • Memoiren — (franz., spr. mūāren, »Denkwürdigkeiten«), Darstellungen historischer Tatsachen, die der Verfasser selbst erlebt und schriftlich ausgezeichnet hat. Sie unterscheiden sich von den gleichzeitigen Chroniken dadurch, daß der Erzählende sich in den… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Memoiren — (frz., spr. mŏahren), Denkwürdigkeiten, die histor. Darstellung von selbsterlebten Ereignissen …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Memoiren — Memoiren, historische Schriften, von Theilnehmern od. Augenzeugen der erzählten Ereignisse abgefaßt, ein Zweig der Literatur, der besonders in Frankreich, diesem zunächst in England ausgebildet ist. Die franz. M. literatur beginnt mit Ludwig XI …   Herders Conversations-Lexikon

  • Memoiren — Spl std. (18. Jh.) Entlehnung. Entlehnt aus frz. mémoires, der Pluralform von frz. mémoire f. Gedächtnis, Erinnerung , aus l. memoria Gedächtnis , Pl. Jahrbücher , zu l. memor sich erinnernd .    Ebenso nndl. memoires, ne. memoirs, nfrz. mémoires …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Memoiren — »Lebenserinnerungen«: Das Fremdwort wurde Anfang des 18. Jh.s als Bezeichnung einer bestimmten Literaturgattung aus gleichbed. frz. mémoires, dem Plural von frz. mémoire »Erinnerung; Gedächtnis«, entlehnt. Dies geht zurück auf lat. memoria… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Memoiren — Autobiografie; Lebenserinnerungen; Autobiographie * * * Me|moi|ren [memo̯ a:rən], die <Plural>: [als Buch o. Ä.] veröffentlichte Lebenserinnerungen [unter besonderer Berücksichtigung des persönlichen Entwicklungsganges sowie der Darstellung …   Universal-Lexikon

  • Memoiren — die Memoiren (Mittelstufe) geh.: Lebenserinnerungen einer Person Beispiel: Von diesem Ereignis haben wir erst aus seinen Memoiren erfahren. Kollokation: seine Memoiren schreiben …   Extremes Deutsch

  • Memoiren — Me|moi|ren 〈 [ moa:rən] nur Pl.〉 (zeitgeschichtl. interessante) Erinnerungen aus dem eigenen Leben, Lebenserinnerungen   Memoiren: (Worttrennung am Zeilenende) Die Worttrennung am Zeilenende folgt auch bei Fremdwörtern der im Deutschen… …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Memoiren — Me·moi·ren [me mo̯aːrən] die; nur Pl; ein Bericht über die Erlebnisse und Ereignisse seines Lebens, die jemand schreibt, wenn er alt ist < seine Memoiren schreiben, veröffentlichen> || K : Memoirenschreiber …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache


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