Melolontha melolontha


Melolontha melolontha
Feldmaikäfer
Feldmaikäfer (Melolontha melolontha), ♂ beim Abflug

Feldmaikäfer (Melolontha melolontha), ♂ beim Abflug

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Gattung: Maikäfer (Melolontha)
Art: Feldmaikäfer
Wissenschaftlicher Name
Melolontha melolontha
(Linnaeus, 1758)

Der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha), auch als Gemeiner Maikäfer bekannt, ist eine Art aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Feldmaikäfer werden zwei bis drei Zentimeter lang. Der Kopf, der Thorax sowie Großteile der Bauchseite sind schwarz gefärbt, Beine, Flügeldecken und Fühler sind rotbraun. Die Flanken sind weiß. Das Ende des Hinterleibs ist unbedeckt und spitz zulaufend. Auf jeder Flügeldecke kann man vier glänzende Längsrippen erkennen. Die Fühler gehen am Ende fächerförmig auseinander. Beim Männchen bestehen diese Fächer aus sieben Lamellen, beim Weibchen sind es nur sechs. Insgesamt sind die Lamellen des Männchens länger als die des Weibchens.

Vorkommen

Feldmaikäfer waren in Europa ursprünglich sehr weit verbreitet, inzwischen sind sie jedoch selten geworden. Heute kann man die Tiere noch gelegentlich dabei beobachten, wie sie abends im Frühling in Laubwäldern und an Waldrändern herumfliegen.

Lebensweise

Nach der Paarung im Frühling legen die Weibchen ihre Eier in den Boden. Die daraus schlüpfenden Larven, die in der Erde leben, bezeichnet man als Engerlinge. Sie ernähren sich von den Wurzeln verschiedener Pflanzenarten, darunter der Löwenzahn. Nach zweimaligem Überwintern verpuppen sich die Larven im Boden. Im Herbst schlüpfen dann die fertigen Käfer. Diese bleiben aber bis zum folgenden Frühling noch in der Puppenwiege und kriechen erst dann aus der Erde. Insgesamt dauert die Entwicklung also vier Jahre, was dazu führt, dass alle vier Jahre mit einem verstärkten Auftreten von Maikäfern zu rechnen ist. Solche Jahre nennt man Maikäferjahr.

Die erwachsenen Käfer ernähren sich vor allem von Eichen- und Buchenblättern, sie lassen aber auch Obstbäume nicht links liegen. Bei Massenauftreten können sie ganze Wälder leer fressen (Kalamität).

Sowohl als erwachsene Käfer als auch als Engerlinge können sie erhebliche Schäden an der Vegetation herbeiführen. Deshalb wurden sie in der Vergangenheit intensiv bekämpft.

Feldmaikäfer und der Mensch

Als ziemlich große und häufige Käfer, die darüber hinaus einfach zu fangen waren, waren sie bei Kindern als Spielzeug sehr beliebt. Die Maikäfer wurden je nach Färbung von den Kindern dann in drei Gruppen getrennt, die unterschiedlichen Tauschwert hatten: Schornsteinfeger, Müller und Kaiser.

Zeugnis von der Häufigkeit und Beliebtheit geben heute noch das Kinderlied Maikäfer, flieg und der fünfte Streich von Max und Moritz.

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