Maria H. Dettenhofer


Maria H. Dettenhofer

Maria H. Dettenhofer (* 21. Juli 1960 in Münchberg) ist eine deutsche Althistorikerin.

Maria H. Dettenhofer studierte von 1979 bis 1985 Anglistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. 1985 legte sie das 1. Staatsexamen in den Fächern Englisch, Geschichte, Psychologie und Pädagogik für das Lehramt an Gymnasien ab. Ein Jahr später folgte der Abschluss als Magister Artium in Alter Geschichte, Neuerer Geschichte und Englischer Sprachwissenschaft. 1990 wurde Dettenhofer in München mit der Dissertation Perdita iuventus. Zwischen den Generationen von Caesar und Augustus promoviert. Es folgte bis 1992 eine Anstellung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Alte Geschichte der LMU. Anschließend war sie bis 1996 Postdoktorandenstipendiatin der DFG und Forschungsstipendiatin der Gerda Henkel Stiftung. 1997 erfolgte in München die Habilitation zum Thema Herrschaft und Widerstand im augusteischen Principat. Die Konkurrenz zwischen Res publica und domus Augusta. Nach einiger Zeit als Privatdozentin wurde Dettenhofer 2004 außerplanmäßige Professorin in München. Im Sommersemester 2004 war sie zudem Gastprofessorin für Gender Studies an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Seit dem Wintersemester 2008/09 lehrt sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zudem war sie im Wintersemester 2008/09 als Gastwissenschaftlerin an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology mit dem Projekt Europäische und Chinesische Antike im Vergleich tätig.

Schwerpunkte in Dettenhofers Arbeit sind die Römische Geschichte, vor allem die Republik und das Prinzipat. Im Bereich der Griechischen Geschichte beschäftigt sich Dettenhofer mit Sparta sowie mit Gesellschaftsmodellen und Verfassungsutopien der klassischen sowie der hellenistischen Epoche. Hinzu kommt das Interesse für antike Sozialgeschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschlechtergeschichte. Zudem hat Dettenhofer ein interdisziplinäres Projekt zu interkulturellen Studien zur Europäischen und Chinesischen Antike ins Leben gerufen, das sie erstmals 2002 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Hong Kong in China realisierte. Daneben war sie bis Juni 2008 Fachgebietsherausgeberin für den Bereich der Alten Geschichte (19./20 Jahrhundert) für den letzten Supplementband „Lexikon der Gelehrten und Wissenschaftler der Klassischen Altertumswissenschaften (14.-20. Jh)“ des Neuen Pauly.

Schriften

  • Perdita iuventus. Zwischen den Generationen von Caesar und Augustus, C.H. Beck, München 1992 (Vestigia, Bd. 44) ISBN 3-406-35856-X
  • Reine Männersache? Frauen in Männerdomänen der antiken Welt (Hg.), Böhlau, Köln-Weimar-Wien 1994 ISBN 3-412-08693-2
  • Herrschaft und Widerstand im augusteischen Principat. Die Konkurrenz zwischen Res publica und domus Augusta, Steiner, Stuttgart 2000 (Historia. Einzelschriften, Band 140) ISBN 3-515-07639-5

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