Maria (Atoll)

Maria (Atoll)

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Maria
NASA-Aufnahme des Maria-Atolls
NASA-Aufnahme des Maria-Atolls
Gewässer Pazifischer Ozean
Archipel Austral-Inseln
Geographische Lage 21° 48′ S, 154° 41′ W-21.8-154.68333333333Koordinaten: 21° 48′ S, 154° 41′ W
Maria (Französisch-Polynesien)
Maria
Anzahl der Inseln 4
Hauptinsel Île du Nordêt
Landfläche 1,3 km²
Lagunenfläche 3 km²
Einwohner (unbewohnt)

Das Atoll Maria (franz.: Ilôts Maria oder Îles Maria), auch als Hull Island oder Nororotu bekannt, ist eine Gruppe von vier unbewohnten Inseln, die zu den Austral-Inseln, genauer zur Gruppe der Tubuai-Inseln im südlichen Pazifischen Ozean gehört. Die Inseln sind die am weitesten westlich und nördlich gelegenen der Austral-Gruppe.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Maria ist ein in seiner Entwicklung weit fortgeschrittenes Atoll, das geologisch älteste der Tubuai-Gruppe, dessen vulkanische Zentralinsel bereits vor langer Zeit versunken ist. Nur die vier dem Saumriff aufsitzenden Motus sind übrig geblieben. Die von einem ringförmigen Riff umgebene Lagune ist bereits weitgehend verlandet.

Die einzelnen Inseln sind nach ihrer Lage im Atoll benannt:

  1. Île du Sud
  2. Île Centrale
  3. Île de l' Ouest
  4. Île du Nordêt

Île du Nordêt, die größte der vier, misst lediglich 2 × 1 km. Alle Inseln bestehen aus Korallensand und –trümmern und ragen nur wenig über die Meeresoberfläche hinaus. Sie haben eine Landfläche von zusammen 1,3 km².

Vegetation

Der Botaniker Raimond Fosberg von der University of Hawaii besuchte Maria im Jahr 1934 und fand ein ungestörtes Habitat vor. Eine Luftbildüberprüfung von Botanikern der Victoria University im Jahr 1960 scheint diesen Zustand zu bestätigen. Seitdem sind keine wissenschaftlichen Untersuchungen der Fauna und Flora mehr vorgenommen worden, ob der unberührte Zustand noch besteht, ist nicht bekannt.

Alle vier Inseln des Atolls sind von dichtem tropischem Wald bedeckt, der sich hauptsächlich aus Pisonia grandis, Heliotropen der Art Heliotropium foertherianum (Synonyme: Argusia argentea, Tournefortia argentea) und Pandanus tectorius zusammensetzt. In den Randbereichen wachsen Büsche von Scaevola taccada.[1]

Geschichte

Da es keine Süßwasservorkommen gibt, war Maria wahrscheinlich niemals dauerhaft bewohnt. Der neuseeländische Anthropologe Peter Buck vermutete jedoch, dass die Inseln als Landmarke und Zwischenstation auf den Handelsreisen der frühen Polynesier zwischen den südlicher gelegenen, bewohnten Austral- und den Cookinseln gedient haben könnten. [2] Archäologische Untersuchungen erfolgten bisher nicht.

Das Atoll ist benannt nach dem Walfangschiff Maria aus Nantucket, dessen Kapitän George Washington Gardner (1778-1838) es 1824 entdeckte.[3] John R. Sands, der Kapitän der Walfang-Bark Benjamin Tucker aus New Bedford (Massachusetts), taufte die Inseln am 19. Oktober 1845 „Sands Islands“, da er sich für den Erstentdecker hielt.[4]

Politik und Verwaltung

Die unbewohnten Inseln werden von der Teilgemeinde (commune associée) Mutuarau der Gemeinde Rimatara (Commune de Rimatara) verwaltet und gehören politisch zu Französisch-Polynesien.

Einzelnachweise

  1. D. Mueller-Dombois und F.R. Fosberg: Vegetation of the tropical Pacific islands, Springer-Verlag, New York-Berlin 1998, S. 406-407
  2. Peter Buck: Vikings of the Sunrise, New York 1938, S. 170
  3. John Dunmore: Who's Who in Pacific Navigation, Melbourne 1992, S. 114-115
  4. Alexander George Findlay: A directory for the navigation of the Pacific ocean, London 1851, S. 800-801

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