Marcel Niggli


Marcel Niggli

Marcel Alexander Niggli (* 16. Mai 1960 in Zug) ist ein Schweizer Rechtswissenschaftler und Rechtsphilosoph mit Schwerpunkt in den Gebieten Strafrecht und Rechtsphilosophie.

Marcel Alexander Niggli

Inhaltsverzeichnis

Privat

Marcel Alexander Niggli ist verheiratet und Vater von drei Söhnen. Er wohnt mit seiner Familie in Murten FR.

Werdegang

Niggli besuchte 1967-1973 die Primarschule in Steinhausen und Cham ZG und von 1973 bis 1979 das Gymnasium in Zug, das er mit Matura mit Schwerpunktfach Latein (Typus B) beendete. 1979-1984 folgte das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich (1984 lic.iur.). 1984 bis 1987 folgten ein Italienaufenthalt und eine Arbeit im Rechtsdienst einer Versicherung. Marcel Niggli war 1987-1993 Assistent in der Rechtswissenschaftlichen Bibliothek der Universität Zürich und zugleich 1989-1993 Assistent von Günther Kaiser am Kriminologischen Institut der Universität Zürich. 1992 promovierte Niggli zum Doktor der Rechtswissenschaften (Dr.iur.) an der Universität Zürich, danach Mitarbeiter bei der Bezirksanwaltschaft Zürich sowie beim Bezirksgericht Zürich. Er war als Lehrbeauftragter an den Universitäten Zürich (für Methodenlehre) und Fribourg (für Kriminologie) tätig. 1995 wurde Niggli Assistenzprofessor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität Freiburg im Üechtland. 1998 habilitierte Marcel Niggli in Strafrecht, Kriminologie und Rechtsphilosophie an der Universität Zürich. 1999 wurde Marcel Niggli zum Ordinarius für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie an der Universität Freiburg im Üechtland ernannt. Seit 2001 ist er Ordinarius für Strafrecht und Rechtsphilosophie und seit 2009 auch Dekan der rechtswissenschaftlichen Fakultät an dieser Universität.

Positionen

Maßgebend für die eigene Position sind - auf dem Gedankengut des Skeptizismus aufbauend - die Positionen von Ludwig Wittgenstein, Friedrich Nietzsche sowie Paul Feyerabend.

Selbständige Publikationen

  • Das Verhältnis von Eigentum, Vermögen und Schaden nach schweizerischem Strafgesetz dargelegt am Beispiel der Sachbeschädigung nach geltendem Recht und dem Entwurf 1991 - Zürcher Studien zum Strafrecht Bd. 20, Schulthess, Zürich. (Dissertation)
  • Rassendiskriminierung. Ein Kommentar zu Art. 261bis StGB und Art. 171c MStG – mit Rücksicht auf das "Übereinkommen vom 21. Dezember 1965 zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung" und die entsprechenden Regelungen anderer Unterzeichnerstaaten. Schulthess, Zürich.
  • Menschliche Ordnung – Zu den metaphysischen Grundlagen der modernen Gesellschafts-, Norm- und Straftheorie - (=Bindung und Norm. Recht, Verhaltenssteuerung und Postmoderne, Bd. 1), Basel u.a.: Helbing & Lichtenhahn. (Habilitation)
  • Kommentar zum zehnten Titel des StGB (Art. 240-250 sowie Art. 327 und 328) - Fälschung von Geld, amtlichen Wertzeichen, amtlichen Zeichen, Mass und Gewicht, Kommentar zum schweizerischen Strafrecht; Martin Schubarth (Hrsg.), Bd. 6a, Bern: Stämpfli.

Herausgeberschaft

  • Jugend und Strafrecht - Reihe Kriminologie, Bd. 16, Rüegger, Chur und Zürich. Herausgegeben zusammen mit Stefan Bauhofer, Pierre-Henri Bolle und Volker Dittmann.
  • Grundlegendes Recht - Basel: Helbing & Lichtenhahn 2001 ff. (Bd. 1: Christoph Mettler: Staatsanwaltschaft, Basel 2001. Bd. 2: Dorrit Schleiminger: Konfrontation im Strafprozess, Basel 2001. Bd. 3: Esther Omlin: Intersubjektiver Zwang und Willensfreiheit. Basel 2002. Bd. 4: Edgar Imhof: Obliation und Subjektives Recht. Basel 2003. Bd. 5: Gianni Suppa: Der vernünftige Mensch im Strafrecht. Basel 2003. Bd. 6: Ramon Mabillard: Gesellschaftsrechtliche Aspekte der Vertragsverhandlungen, Basel 2004. Bd. 7: Christof Riedo: Der Strafantrag, Basel 2004. Bd. 8: Gerhard Fiolka: Das Rechtsgut, Basel 2006)
  • Medien, Kriminalität und Justiz - Reihe Kriminologie, Bd. 19, Rüegger, Chur und Zürich 2001. Herausgegeben zusammen mit Ursula Cassani und Renie Maag.
  • Das schweizerische Strafrecht - Sämtliche Erlasse des Bundes zum Straf- und Strafprozessrecht, mit Hinweisen versehen, Zürich: Orell Füssli, 2001.
  • Strafverteidigung. Handbücher für die Anwaltspraxis - Bd. VII, Basel u.a.: Helbing & Lichtenhahn 2002. Herausgegeben zusammen mit Philippe Weissenberger. Mit Beiträgen von: P. Albrecht, H. Baumgartner, M. Brunner, M. Dähler, T. Graf, H. Hofer, V. Landmann, B. Pauen, F. Riklin, N. Ruckstuhl, R. Schaffhauser, P. Wirth, D. Zehntner.
  • Strafjustiz und Rechtsstaat/Justice pénale et État de droit - Symposium zum 60. Geburtstag von Franz Riklin und José Hurtado Pozo. Zürich: Schulthess 2003. Herausgegeben zusammen mit Nicolas Queloz. Mit Beiträgen von: Frank Höpfel, Detlef Krauss, Jean Pradel, Günter Stratenwerth, Klaus Tiedemann, Stefan Trechsel.
  • Kommentar zum Strafgesetzbuch (Basler Kommentar zum Strafgesetzbuch) - 2 Bde., Herausgegeben zusammen mit H. Wiprächtiger, Basel: Helbing & Lichtenhahn 2003.
  • Das schweizerische Strafrecht - Sämtliche Erlasse des Bundes zum Straf- und Strafprozessrecht, mit Hinweisen versehen, 2. Auflage, Zürich: Orell Füssli 2006.

Varia

Ehrenphilister der AV Fryburgia (seit GV Zug 2006), einer Studentenverbindung des Schweizerischen Studentenvereins.

Weblinks


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