Maintal-Hochstadt


Maintal-Hochstadt
Hochstadt
Stadt Maintal
Koordinaten: 50° 9′ N, 8° 50′ O50.1533333333338.835100Koordinaten: 50° 9′ 12″ N, 8° 50′ 6″ O
Höhe: 100 m ü. NN
Einwohner: 5270 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 63477
Vorwahl: 06181
ehemaliges Gemeindewappen von Hochstadt

Hochstadt ist ein Stadtteil von Maintal im Main-Kinzig-Kreis in Hessen. Die Stadtverwaltung von Maintal befindet sich in Hochstadt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Hochstadt liegt im geographischen Zentrum von Maintal. Die Stadt Frankfurt liegt ca. 15 Kilometer westlich , die Stadt Hanau liegt ca. 5 Kilometer südöstlich von Hochstadt entfernt.

Nachbarstädte

Hauptstraße

Hochstadt grenzt im Westen an den Stadtteil Bischofsheim, im Süden an den Stadtteil Dörnigheim, im Osten an Hanau-Hohe Tanne, im Nordosten an den Stadtteil Wachenbuchen und im Norden an die Gemeinde Schöneck.

Geschichte

Hochstadt wird urkundlich 846 erstmals erwähnt, ist aber sicherlich älter. Um 1350 wurde die heute noch größtenteils vorhandene Ringmauer errichtet. Vor dem 20. Jahrhundert spielte sich Hochstadts Dorfleben größtenteils innerhalb dieser Wehrmauer ab. Haupterwerbszweige in dieser Zeit waren Landwirtschaft und Weinbau.

In den 1930er Jahren entstand eine Siedlung westlich des Ortskerns, in den 1960er Jahren die ersten größeren Mehrfamilienhäuser im Osten und zur letzten Jahrtausendwende das Wohngebiet auf dem Gelände der Firma Kling, dem ehemals führenden Furnierwerk Europas.

Heute ist die Norma-Rasmussen GmbH, ein auf Verbindungstechnik spezialisierter Zulieferer der Automobilindustrie, der größte Betrieb am Ort. Ihren Ursprung hat das Werk in der „Zschopauer Maschinenfabrik J. S. Rasmussen“ (Marke: DKW).

Hochstadt ist Teil der Hessischen Apfelweinstraße, die von Frankfurt nach Hanau führt. Sie erschließt das größte zusammenhängende Streuobstwiesen-Gebiet des Landes. Besondere Bedeutung haben die in der Hochstädter Gemarkung noch vorhandenen alten Speierlings-Bäume. Im Einzugsbereich der Streuobstwiesen befindet sich seit 1779 die Landkelterei Höhl, eine der ältesten Apfelweinkeltereien in Deutschland.

Am 1. Juli 1974 schlossen sich die Gemeinden Hochstadt, Bischofsheim, Wachenbuchen sowie die Stadt Dörnigheim zur neuen Stadt Maintal zusammen.

Sehenswürdigkeiten

Wahrzeichen des Stadtteils sind das erhöht gelegene Obertor, Teil einer mittelalterlichen, noch weitgehend erhaltenen Ringmauer und das nördlich in den Streuobstwiesen gelegene Schützenhäuschen aus der frühen Neuzeit.

Bedeutendstes Baudenkmal ist die in der Nähe des Obertores gelegene Wehrkirche St.Kilian. Wesentliche Teile der Kirche und seiner Umfassungsmauer gehen auf die Zeit vor der ersten Jahrtausendwende zurück. Das Innere ist mit wertvollen Decken- und Wandmalereien ausgestattet. Ungewöhnlich ist ein Gedenkstein für die 1642 am Ort geborenen, nach wenigen Tagen bereits verstorbenen Siamesischen Zwillinge Schernink. Der Wehrturm am Zugang zur Kirche ist heute Glocken- und Uhrturm. Der ursprüngliche Kirchturm existiert nicht mehr.

Verkehr und Infrastruktur

Hochstadt liegt im Rhein-Main-Gebiet und ist somit ein guter Wirtschaftsstandort. Im Süden grenzt Hochstadt an das Gewerbegebiet Maintal-Mitte, in dem viele Firmen ihren Standort haben. Hochstadt liegt verkehrsgünstig: Der Bahnhof Maintal-Ost liegt im Süden des Stadtteils an der Hanauer Bahn und wird von Regionalzügen der Relation Frankfurt–Maintal–Hanau(–Aschaffenburg) angefahren. Die Bahnstrecke trennt Hochstadt von Dörnigheim. Die Bundesautobahn 66 verläuft durch den Stadtteil und trennt den Ortskern vom Gewerbegebiet. Über Landstraßen sind die anderen Maintaler Stadtteile und Hanau-Hohe Tanne in wenigen Minuten erreicht.


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