Literaturmuseum der Moderne


Literaturmuseum der Moderne
Bauarbeiten am Literaturmuseum der Moderne, November 2005

Das Literaturmuseum der Moderne (LiMo) ist Teil des Deutschen Literaturarchivs Marbach und steht auf der Schillerhöhe in Marbach am Neckar.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Übergabe des Gebäudes fand am 9. Januar 2006 statt, die offizielle Eröffnung am 6. Juni 2006 in Anwesenheit des Bundespräsidenten Horst Köhler.

Architektur des Literaturmuseums der Moderne

Das LiMo wurde vom britischen Architektenbüro David Chipperfield Architects geplant und gewann den RIBA Stirling Prize 2007 des Royal Institute of British Architects und wurde beim Deutschen Architekturpreis 2007 ausgezeichnet. Projektarchitekt war Alexander Schwarz.

Der Bau verschmilzt Motive klassischer Architektur, wie die eines Peripteros, mit modernen Elementen und Materialien wie Holz, Muschelkalk, Sichtbeton und Werkstein.

Aufbau und Exponate des LiMo

Das Museum zeigt auf 1000 m² Exponate aus den Beständen des Deutschen Literaturarchivs zum 20. Jahrhundert und zur Gegenwart.

Die Dauerausstellung gliedert sich in drei Räume. Im Raum fluxus stellen prominente Kuratoren ihre persönliche Literatur der Gegenwart vor; im Raum stilus können die Besucher mit dem interaktiven Museumsführer durch moderne Literatur stöbern; und schließlich der Raum nexus. Dieser bildet das Kernstück der Ausstellung, er zeigt die Spuren, die Menschen in und mit der Literatur hinterlassen. Es werden rund 1300 Exponate ausgestellt, darunter Briefe und Zeugnisse, Personalausweise, Notizbücher, Fotoalben, Lieblingsbücher und Erinnerungsstücke wie beispielsweise die Zettelkästen von Hans Blumenberg, Thomas Manns Taufkleid oder Hans-Georg Gadamers Schere, Manuskripte von Kafkas Proceß, Hesses Steppenwolf, Döblins Alexanderplatz, Kästners Emil und die Detektive. Zusätzlich zur Dauerausstellung gibt es auch Raum für wechselnde Ausstellungen.

Wechselausstellungen

Im Jahre 2009 war die Ausstellung „Autopsie Schiller. Eine literarische Untersuchung“ zu sehen. Sie erinnerte an den 250. Geburtstag von Friedrich Schillers.

  • 2010: Die erste Ausstellung im Jahre 2010 mit dem Titel Randzeichnungen stellte Zeichnungen von verschiedenen Autoren auf ihren Manuskripten aus.
  • 2010: Deutscher Geist. Ein amerikanischer Traum; Ausstellungskatalog von Ernst Osterkamp und David E. Wellberry: Marbacher Magazin 132, 2010 ISBN 978-3-937384-68-9
  • 2011: Schicksal. 7 mal 7 unhintergehbare Dinge: Briefe, Bücher und Objekte zu Thema Macht des Schicksals
  • 2011: Briefe an Ottla. Von Franz Kafka und anderen

Ziele des LiMo

Der Zweck des LiMo ist nach eigener Aussage: „Dass Archivbestände das Gedächtnis unserer Kultur sind, dass sie die Spuren des Lebens, der alltäglichen Zufälle und der großen Geschichte genauso verzeichnen wie die Arbeit am künstlerisch strukturierten Text, das sind Gemeinplätze, die unter jährlich wechselnden Leitmotiven auf die Probe gestellt werden sollen.“

Es will dabei zusätzliches „Sichtfenster in das reichste literarische Archiv im deutschsprachigen Raum“ sein, will einweihen „in die verschiedenen Weisen des ästhetischen Denkens, Schreibens und Lesens“ und „kulturelle Überlieferungsformen und historische Zusammenhänge vor Augen führen.“ (Zitate nach Selbstdarstellung)

Leitung des LiMo

Das Literaturmuseum der Moderne wird von Dr. Heike Gfrereis geleitet.

Weblinks

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