Last.fm


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last.fm
Motto the social music revolution
Kommerziell Ja
Beschreibung Internetradio/Musikportal
Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Polnisch, Türkisch, Russisch, Japanisch, Chinesisch
Eigentümer CBS
Urheber Felix Miller, Martin Stiksel und Richard Jones
Erschienen 2002
Ehemaliges Logo

Last.fm ist ein Internetradio auf Basis von sozialer Software, das entwickelt wurde, um Nutzern aufgrund ihrer Hörgewohnheiten neue Musik, Menschen mit ähnlichem Musikgeschmack und Konzerte in ihrer Umgebung empfehlen zu können. Es ist eine ehemalige Schwesterseite von Audioscrobbler, mit dem es sich früher eine Musikdatenbank teilte. Plattenfirmen und Musiker werden ermuntert, Last.fm Lizenzen zum Abspielen ihrer Musik zu erteilen. Last.fm hat derzeit ein Verzeichnis von über 80 Millionen einzelner Stücke und davon sieben Millionen für sein Internetradio zum Streaming sowie 150.000 kostenlose MP3-Downloads vorrätig.

Last.fm fusionierte am 9. August 2005 mit Audioscrobbler und übernahm somit auch dessen Funktionen. Diese speichern alle auf dem PC abgespielten Musikstücke in einer Datenbank, erzeugen individuelle oder globale Charts und verbinden Benutzer mit musikalischen Nachbarn. Bei musikalischen Nachbarn handelt es sich um Personen, die einen ähnlichen Musikgeschmack haben. Aus der Datenbank werden Schnittmengen aus den Interpreten der Lieder innerhalb des angemeldeten Personenkreises errechnet. Stimmen viele Interpreten mit einer anderen Person überein, wird diese als musikalischer Nachbar bezeichnet.

Hört ein Nutzer von Last.fm einen Musiktitel, so wird dessen Bezeichnung (Titelzeile und Interpret) an Last.fm übertragen und dort im Nutzerprofil gespeichert und anderweitig statistisch ausgewertet. Diesen Übertragungsvorgang bezeichnet Last.fm als „scrobbeln“ (to scrobble).

Last.fm-Streams können im MP3-Format mit 128 kbit/s bei einer Abtastrate von 44,1 kHz abgerufen werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Audioscrobbler wurde als Informatikprojekt von Richard „RJ“ Jones an der Universität Southampton in England begonnen. Jones entwickelte die ersten Plugins und öffnete die Programmierschnittstelle (API) für die Entwicklergemeinschaft, nachdem viele Musik-Player auf verschiedenen Betriebssystem-Plattformen unterstützt waren. Audioscrobbler war darauf limitiert, auf einem registrierten Computer gespielte Musik zu protokollieren, was Charts und kollaborative Filter ermöglichte.

Last.fm wurde im Jahre 2002 von den österreichischen und deutschen Staatsbürgern Felix Miller, Martin Stiksel, Michael Breidenbruecker und Thomas Willomitzer als eine Internetradio-Station und Musik-Community-Site gegründet und ging aus dem Netlabel „Insine“ hervor.[1] Die Musikprofile der verschiedenen Nutzer werden miteinander verglichen und die so ermittelten Ähnlichkeiten dazu benutzt, um dynamische Wiedergabelisten zu generieren. So soll der Musikgeschmack der Hörer möglichst genau getroffen werden. Die „Lieben“- und „Bannen“-Buttons erlauben es Benutzern, ihre Profile während der Wiedergabe anzupassen. Last.fm hat den Europrix 2002 gewonnen und wurde für den Prix Ars Electronica im Jahre 2003 nominiert.[2]

Die Teams von Audioscrobbler und Last.fm begannen eng zusammenzuarbeiten, beide Teams zogen in die gleichen Büros in Whitechapel, London, und im Jahre 2003 war Last.fm vollkommen in die Audioscrobbler-Profile integriert. Eingaben konnten durch ein Audioscrobbler-Plugin oder eine Last.fm-Musikstation kommen. Die beiden Webseiten teilten auch manche Community-Foren. Am 9. August 2005 wurde die Audioscrobbler-Website auf audioscrobbler.com vollständig in die Last.fm-Website integriert. Audioscrobbler.net wurde am 5. September 2005 als entwicklungsorientierte Website gestartet.

Am 14. Juli 2006 wurde eine Neufassung von Last.fm veröffentlicht. Dabei wurden die Wiedergabe von Last.fm-Radio-Streams und das „Scrobbling“, also die Übermittlung von Titeln, die mit anderen Programmen wie iTunes, Winamp oder Amarok abgespielt werden, erstmals unter einer Programmoberfläche vereinigt. Weitere Neuerungen sind die Verbesserung des Freunde-Systems und die Vereinfachung von bidirektionalen Freundschaften sowie das Last.fm Dashboard, in welchem Benutzer auf einer Seite alle Daten ihres Profils sehen können. Dies umfasst unter anderem kürzliche Journaleinträge, Musikempfehlungen und Antworten auf Forumsnachrichten sowie erweiterte Optionen für Musikkäufe im Internet.

Am 15. Juli 2006 wurde eine japanische Version der Website gestartet.

Seit dem 19. Dezember 2006 ist die Seite auch in einer deutschen Version verfügbar. Ein deutschsprachiger Browser wird in der Regel direkt zur deutschen Seite geleitet.

Am 10. Mai 2007 wurde eine Neufassung von „Playlists“ veröffentlicht. Damit kann man sich eine Wiedergabeliste mit mindestens 15 Songs zusammenstellen, die dann als Musikstücke in voller Länge im Zufallsmodus abgespielt werden. Neu wurde auch eine Rubrik namens Widgets eingeführt. Neben einem Abspielwidget für Wiedergabelisten enthält er auch Widgets für digitale Charts (mit 30-Sekunden-Abspielfunktion), ein Radioplayer-Widget sowie die schon bekannten „Quilts“ (Widgets, die eine konfigurierbare Liste der häufigsten Titel anzeigen). Die Widgets lassen sich in andere Communitys wie MySpace, Virb.com usw. einfügen.

Am 17. Mai 2007 wurden Musikvideos eingeführt, aber noch keine Musikvideo-Kanäle.

Am 30. Mai 2007 wurde bekannt, dass Last.fm für 280 Millionen Dollar an das amerikanische Unternehmen CBS Corporation verkauft wurde.[3]

Spiegel Online implementierte am 14. Juni 2007 zunächst vorübergehend Last.fm in sein Webangebot, was die erste größere Kooperation dieser Art seitens Last.fm war.[4] Aufgrund von Mängeln des Jugendschutzfilters nahm der Verlag zunächst das Angebot wieder heraus.[5] Nach einer Verbesserung des Filters wurde das Angebot wieder aufgenommen.[6]

Im Moment beginnt Last.fm, auch Musik, die auf iPods abgespielt wurde, zu berücksichtigen und dem Benutzerkonto zuzuordnen. Allerdings ist diese Unterstützung noch experimentell und funktioniert noch nicht zuverlässig.

Am 17. Juli 2008 wurde die Gestaltung des Angebots nach mehrmonatigem Betatest grundlegend verändert. Neben anderem Farbschema und veränderter Struktur wartet das neue Design mit neuen Funktionen auf, während andere wegfielen.

Seit dem 22. April 2009 kostet die Radiofunktion für Nutzer außerhalb der USA, Großbritanniens und Deutschlands 3 Euro/Britische Pfund/US-Dollar im Monat.[7]

Name

Der Name „last.fm“ setzt sich zusammen aus „last“, dem englischen Wort für „der/die/das letzte“, und „FM“, der Abkürzung für Frequenzmodulation. Er soll also signalisieren, dass Last.fm der einzige (und damit letzte) Radiosender sei, den man brauche.[8]

Nutzung und Wiedergabe

Last.fm-Website

Die Website von Last.fm bietet zahlreiche Daten-Feeds in mehreren Formaten (derzeit eigene XML-Formate, RSS, Klartext und XSPF). Auf diese Art ist es für Entwickler von Programmen und Websites sehr einfach möglich, auf die Informationen von Last.fm zuzugreifen. Für eine vereinfachte Nutzung der Last.fm-Dienste steht des Weiteren das Audioscrobbler Web Services API zur Verfügung. Die Webdienste von Last.fm können, wenn nicht anders angegeben, im Rahmen der Creative-Commons-Lizenz by-nc-sa in Anspruch genommen werden.

Flash-Player

Die Website selbst bietet zur Wiedergabe der Last.fm-Radiostreams sowohl einen integrierten Flash-Player als auch die Wiedergabe über externe Applikationen über ein eigenes URL-Protokoll (lastfm://) an.

Last.fm-Player

Die Last.fm-Software (Version für Microsoft Windows)

Der Last.fm-Player ist ein Client-Programm für die Dienste von Last.fm und dient gleichzeitig als Referenzimplementierung der verfügbaren Schnittstellen. Eine intuitive Oberfläche erlaubt eine komfortable Verwendung der Radiostreams und zahlreicher Dienste der Website, ohne dass hierfür der Webbrowser geöffnet sein muss.

Da der Player in C++ programmiert ist und das Qt-Framework verwendet, ist er für sehr viele Betriebssysteme verfügbar.

Abspielprogramme mit Last.fm-Integration

In der Open-Source-Szene hat sich in der jüngeren Vergangenheit ein Trend hin zur Integration von Last.fm in Multimedia-Programme gezeigt. Mehrere namhafte Projekte nutzen bereits in großem Umfang die Dienste von Last.fm oder beabsichtigen eine derartige Integration in näherer Zukunft.

Freie Programme

  • Amarok: Mit Version 2.0 ist die Integration von Last.fm Bestandteil der Software. Die noch auf Qt 3 basierende Version 1.4 konnte durch ein Last.fm-Plugin erweitert werden.
  • aTunes: Bietet Übermittlung gespielter Stücke an und zeigt weitere Last.fm-Informationen zu Liedtitel, Album und Künstler an.
  • Banshee: Bietet eine umfangreiche Integration der Funktionen von Last.fm. Eine Unterstützung der Radio-Streams ist seit Version 0.13.2 als Plugin integriert.
  • BMPx: Bietet eine sehr umfangreiche Integration der Funktionen und unterstützt Radio-Streams.
  • Clementine, Audioplayer, Qt 4 Fork von Amarok 1.4
  • Exaile
  • MediaPortal: Media-Center-Anwendung mit Last.fm-Unterstützung.
  • Pana, Audioplayer, Fork von Amarok 1.4.10
  • Rhythmbox
  • Songbird
  • Jaangle Übermittelt gespielte Stücke und bezieht Künstler-Informationen inklusive Bildern von Last.fm
  • Squeezecenter: Überträgt gespielte Stücke an persönlichen Last-fm-Account und erlaubt Abspielen von Last.fm-Radio-Streams via Plugin.
  • Vagalume: Ein ursprünglich für die Maemo-Plattform für mobile Endgeräte entwickelter Last.fm-Player, der auch für GNOME weiterentwickelt wird.[9]
  • XBMC
  • Auch das offizielle Abspielprogramm, der Last.fm-Player, ist freie Software im Sinne der GPL.[10]
  • Mobbler Abspielprogramm für Mobiltelefone auf Basis von Symbian S60
  • VLC media player (seit Version 0.9.0 fester Bestandteil des Players)

Proprietäre Programme

  • AlbumPlayer: Unterstützt die Radiostreams, Empfehlungen und das Übermitteln gespielter Stücke.
  • MP3Toys: Unterstützt die Radiostreams, Empfehlungen und das Übermitteln gespielter Stücke.
  • TrillyTunes: Mediaplayer-Plugin für den Instant Messenger Trillian, unterstützt die Radiostreams, Empfehlungen und das Übermitteln gespielter Stücke.[11]
  • SongStory: Programm für das iPhone. Liefert Song-, Album- und Künstlerinformationen. [12]
  • Simfy: Musik-Streaming-Dienst, scrobbelt gespielte Stücke an den persönlichen Last.fm-Account.
  • Spotify: Scrobbelt (übermittelt) gespielte Stücke an den persönlichen Last.fm-Account.

Plugins

Es sind für nahezu alle verbreiteten Abspielprogramme Last.fm-Plugins mit mehr oder weniger großem Funktionsumfang verfügbar. Der Radiostream wird derzeit nur von sehr wenigen Plugins unterstützt.

Einige Abspielprogramme, für die Plugins verfügbar sind:

Proxy-Programme

Es gibt mehrere Programme, die den Last.fm-Radiostream konvertieren. Diese fungieren ihrerseits als HTTP-Streamingserver, und ermöglichen es daher, das Last.fm-Radio mit nahezu jedem Streaming-kompatiblen Player abzuspielen. Zu diesen zählen unter anderem MyLastFM oder LastFMProxy.


Aufnahme

Dies ist zum Beispiel mit den freien Programmen TheLastRipper[13] und LastSharp[14] möglich, für das ursprüngliche Abspielprogramme Vagalume[15] existieren Patches, womit dies möglich ist. Das sogenannte Rippen wird jedoch insbesondere nach einer Anmeldung in den Nutzungsbedingungen von last.fm nicht genehmigt, stellt aber keine strafbare Handlung im Sinne des Urheberrechts dar.[16]

Abonnements

Es besteht auch die Möglichkeit, den Last.fm-Dienst kostenpflichtig zu abonnieren. Als Gegenleistung erhält der Abonnent eine werbefreie Oberfläche, priorisierte Radiostreams sowie verschiedene weitere personalisierte Radios. Zurzeit (Stand: Dezember 2009) kostet dieser Service 3 Euro/USD/GBP pro Monat.

Am 24. März 2009 wurde angekündigt die Radiofunktionen außerhalb der USA, UK und Deutschlands nur für Abonnenten zur Verfügung zu stellen.[17] Diese Regelung wurde am 30. März 2009 vorerst aufgeschoben,[18] jedoch schließlich am 22. April 2009 offiziell eingeführt.

Finanzierung und Mitarbeiter

Last.fm finanziert sich durch Werbung auf der Webseite, den Verkauf von Musik (CDs, Downloads) und Konzertkarten sowie Spenden von Benutzern und den Beiträgen der Abonnenten. Im Jahre 2005 erhielt Last.fm die erste Finanzierung durch Business Angels, angeführt von Stefan Glänzer, der auch die Anteile von Michael Breidenbrücker übernahm. 2006 stieg der europäische Investor Index Ventures ein, deren General Partner Neil Rimer und Danny Rimer dem Board of Directors, bestehend aus Felix Miller, Martin Stiksel und Stefan Glänzer (Vorsitz), beitraten. Derzeit arbeiten ca. 80 Mitarbeiter bei Last.fm in Ost-London. Im Juni 2009 gab das Gründertrio Miller/Stiksel/Jones bekannt, dass sie Last.fm im Verlauf des Jahres verlassen werden.[19]

Kontroverse bezüglich Datenschutz

Am 22. Februar 2009 veröffentlichte das Internetmagazin TechCrunch in seinem Blog einen Artikel, in welchem Last.fm bezichtigt wurde, der RIAA beim Aufspüren von Personen, die das Urheberrecht verletzen, behilflich zu sein. TechCrunch berief sich dabei auf einen Informanten, welcher bei CBS - dem Eigentümer von Last.fm - arbeiten würde. Dieser hätte ausgesagt, dass die RIAA die IP-Adressen von Benutzern ausgehändigt bekommen hätte, welche das zum damaligen Zeitpunkt nur als illegale Kopie erhältliche Album No Line on the Horizon der Band U2 „gescrobbelt“- und es sich folglich auf illegalem Wege beschafft haben[20]. Last.fm bestritt diesen Vorwurf vehement; Der Mitbegründer Richard Jones bezeichnete die Vorwürfe als Gerüchte und diffamierte TechCrunch in seinem Blog mit den Worten "Techcrunch are full of shit" ("TechCrunch erzählen Schwachsinn").[21] TechCrunch legte nach und veröffentlichte einen weiteren Artikel, in welchem erneut Aussagen von neuen Informanten aufgeführt wurden, die eine Weitergabe von persönlichen Daten seitens CBS bestätigten[22]. Es folgte eine erneute, allerdings diplomatischer verfasste Verneinung der Vorwürfe vom Last.fm-Mitarbeiter Russ Garrett. TechCrunch reagierte mit einem dritten Artikel, in welchem angebliche Ungereimtheiten in Garretts Aussagen aufgelistet werden.[23]

Event-System

Seit Oktober 2006 besteht ein Event-System. Es erstellt dem Benutzer eine automatische Konzertliste, basierend auf dem Musikprofil des Benutzers. Darüber hinaus kann der Benutzer leicht eigene Events hinzufügen. Die Interaktion zwischen Nutzern soll damit verstärkt werden, da man erkennen kann, welche anderen Nutzer dasselbe Konzert besucht haben und besuchen wollen.

Im März 2007 wurde das Event-System ausgebaut, um größere Städte direkt via Link zugänglich zu machen.

Video-Channels

Am 17. Mai 2007 wurden auf der englischen Seite Musikvideos eingeführt und mittlerweile (2008) sind sie auch in der deutschen Version verfügbar. Nun können Musik-Labels und Bands Musikvideos in das System hochladen. Die Beschränkung auf Labels und Gruppen besteht, damit Last.fm nicht wie YouTube mit Urheberrechts-Klagen überzogen wird. Die Videos sind mit einer Bitrate von 128 kbit/s kodiert (derzeitiger YouTube-Standard: 64 kbit/s). Es besteht nun auch ein Reiter für Musikvideos auf den Band- und Track-Seiten. Ziel ist es, analog zum Last.fm-Radio Last.fm-Videokanäle anzubieten. Dem Benutzer werden also personalisierte Musikvideo-Streams gezeigt.

Fingerprinting

Das System von Last.fm ermöglicht das „Scrobbeln“ von Titeln unbekannter Künstler dadurch, dass diese bei Bedarf neu angelegt werden. Bedingt durch das manuelle Taggen der Musiktitel entstanden so für viele Künstler, Alben und Musikstücke verschiedene Schreibweisen, welche oft nur unzulänglich von der Last.fm-Software kompensiert werden können und somit unter anderem Statistiken verfälschen.

Last.fm beugt dem mittlerweile mit dem sogenannten Fingerprinting vor; dabei handelt es sich um eine Technik, die unabhängig von den Metadaten eine eindeutige ID eines Titels ermittelt, um Titel korrekt zu scrobbeln. Dies ermöglicht Last.fm, korrekte Schreibweisen zuzuordnen und die Katalogdaten zu säubern (so werden zum Beispiel „Simon and Garfunkel“ und „Simon & Garfunkel“ beide einer Schreibweise zugeordnet).

Dabei liest die Desktopanwendung den Fingerabdruck eines Titels aus und übermittelt diese. Bei neuen unbekannten Liedern muss die Software diesen erst ermitteln und überträgt diesen dann. Die Quelle des Titels wird nicht übermittelt, und eine Veränderung von beispielsweise MP3-Dateien findet auch nicht statt.

Bekannte Probleme

Das Last.fm-System ist nicht in der Lage, gleichnamige Interpreten auseinander zu halten; ihre Interpreten-Seiten werden zwangsläufig zusammengefasst.[24]

Hindernisse

Nach einer gewissen Zeit ohne Interaktion auf der Seite bricht für den nicht angemeldeten Nutzer regelmäßig die Musikfolge ab. Eine Tafel fordert zur Anmeldung bei Last.fm auf. Dann muss der Nutzer sich anmelden oder, wenn er das nicht will, neu einwählen. Die Dauer beträgt bei normalen Benutzern eine Stunde, während Abonnenten sechs Stunden ohne irgendeine Interaktion mit der Last.fm-Seite Radio hören dürfen. Diese Einschränkung betrifft aber nur den Flashplayer, der verwendet werden kann. Bei Benutzung des Clients oder einer anderen Software tritt diese Einschränkung nicht in Kraft.

Literatur

Arno Malcher, Personalisierte Webradios – Sendung oder Abruf? Die urheberrechtliche Einordnung internetbasierter Musikdienste am Beispiel personalisierter Webradios. Kovac, Hamburg 2011 (zugl.: Köln, Univ., Diss., 2010), ISBN 978-3-8300-5548-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Tonspion.de: Das letzte Radio (Interview mit Last.fm-Gründer Martin Stiksel)
  2. EUROPRIX Student Award Winners 2002. EUROPRIX. Abgerufen am 3. September 2006. (Englisch)
  3. Music site Last.fm bought by CBS. BBC NEWS. Abgerufen am 30. Mai 2007. (Englisch)
  4. DWDL: Bei „Spiegel Online“ gibt es was auf die Ohren
  5. DWDL: Spiegel Online hat Last.fm schon wieder deaktiviert
  6. Spiegel-Online: Last.fm-Comeback bei SPIEGEL ONLINE
  7. Richard Jones: Radio Subscriptions. last.fm, 22. April 2009, abgerufen am 23. April 2009 (englisch).
  8. Frank Patalong: Last.fm: Das letzte Radio. 14. September 2009, abgerufen am 11. August 2010.
  9. http://vagalume.igalia.com/
  10. Download auf http://www.last.fm/download/
  11. TrillyTunes: http://irsoft.de/web/TrillyTunes
  12. SongStory: http://paulsteinhilber.de/apps/songstory.php
  13. TheLastRipper: http://thelastripper.com/
  14. LastSharp: http://dev.xscheme.de/lastsharp/
  15. Vagalume: http://vagalume.igalia.com/
  16. Netzwelt: Ripping-Recht: Dürfen Sie last.fm und Co. mitschneiden? 27. Januar 2008
  17. Richard Jones: Last.fm Radio Announcement. last.fm, 24. März 2009, abgerufen am 23. April 2009 (englisch).
  18. Richard Jones: Radio Announcement Revisited. last.fm, 30. März 2009, abgerufen am 23. April 2009 (englisch).
  19. www.guardian.co.uk/media/2009/jun/10/last-fm-founders-to-leave
  20. Erster Artikel bei TechCrunch (eng)
  21. Blog-Eintrag bei Last.fm
  22. Zweiter Artikel bei TechCrunch (eng)
  23. Dritter Artikel bei TechCrunch (eng)
  24. http://www.last.fm/help/faq?category=Artist+Pages&setlang=en

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