Langeais


Langeais
Langeais
Wappen von Langeais
Langeais (Frankreich)
Langeais
Region Centre
Département Indre-et-Loire
Arrondissement Chinon
Kanton Langeais
Koordinaten 47° 20′ N, 0° 24′ O47.3255555555560.406111111111145Koordinaten: 47° 20′ N, 0° 24′ O
Höhe 45 m (36–109 m)
Fläche 60,38 km²
Einwohner 3.992 (1. Jan. 2008)
Bevölkerungsdichte 66 Einw./km²
Postleitzahl 37130
INSEE-Code
Website http://www.langeais.fr

Langeais ist eine französische Gemeinde in der Region Centre im Département Indre-et-Loire; sie gehört zum Arrondissement Chinon und zum Kanton Langeais.

Das Château von Langeais
Das Château von Langeais
Die Kirche St-Jean-Baptiste von Langeais
Im Innern der Kirche St-Jean-Baptiste

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Gemeinde, die mit 60,38 Quadratkilometern zu den größeren Gemeinden Frankreichs zählt, liegt am Nordufer (am rechten Ufer) der Loire 21 km westlich von Tours auf 36 bis 109 m Meereshöhe und hat 3992 Einwohner (Stand 1. Januar 2008). Das Gemeindegebiet ist Bestandteil des Regionalen Naturparks Loire-Anjou-Touraine.

Geschichte

Die Maske von La Roche-Cotard ist ein aus dem Moustérien stammendes Artefakt, das als Proto-Figurine zu den Kunstwerken des Jungpaläolithikums bezeichnet wird. Sie wurde 2002 im Eingangsbereich der im Jahre 1912 entdeckten Grotte von La Roche-Cotard bei Langeais gefunden. Der neu entdeckte Moustérien-Horizont ist seit 25 Jahren bekannt. Der Ort bestand bereits im 5. Jahrhundert als „Alangavia“. Zum Ende des 10. Jahrhunderts ließ Graf Fulko Nerra von Anjou auf dem Hügel oberhalb der heutigen Ortes eine Burg errichten. Diese fiel im Hundertjährigen Krieg in die Hände der Engländer, die sie 1428 nur unter der Bedingung freigaben, dass sie bis auf den Donjon geschleift wird. So sind von dieser Burg nur noch einige Mauerreste des Donjon geblieben. Eine neue Burg entstand im 15. Jahrhundert auf Befehl des Königs zum Schutz der Krondomäne; Langeais blieb bis 1631 königlicher Besitz. 1886 erwarb es Jacques Siegfried, dem die Ausstattung des Schlosses mit historischem Mobiliar zu verdanken ist. Er vermachte die Burg samt Einrichtung und Kunstwerken 1904 dem Institut de France. In diesem Schloss Langeais fand am 6. Dezember 1491 die Hochzeit von König Karl VIII. und Anne de Bretagne statt.

Im 19. Jahrhundert war Langeais berühmt für seine Melonenzucht.

Bevölkerungsentwicklung

  • 1800: 2.205
  • 1851: 3.307
  • 1901: 3.371
  • 1936: 3.400
  • 1946: 3.511
  • 1954: 3.652
  • 1962: 3.849
  • 1968: 3.907
  • 1975: 3.902
  • 1982: 4.142
  • 1990: 3.960
  • 1999: 3.865
  • 2005: 3.848

Sehenswürdigkeiten

  • Das (neue) Schloss Langeais, eine nach außen trutzige Burg, zur Hofseite hin ein eleganter Landsitz, wurde 1465–1468 erbaut. Da das Schloss seitdem baulich kaum verändert wurde und mit Mobiliar des 15./16. Jahrhunderts ausgestattet ist, bietet es ein authentisches Bild dieser Zeit.
  • Die Reste des 950 errichteten rechteckigen Donjons (Wehrturm), des ältesten Frankreichs, befinden sich auf dem Schlossgelände.
  • Die Kirche Saint-Jean-Baptiste (Johannes der Täufer) stammt aus dem 12. Jahrhundert und zeigt romanische und gotische Bautenteile.
  • Die romanische Kirche Saint-Laurent aus dem 11. Jahrhundert war bis zur Revolution Pfarrkirche.
  • Die Loire-Brücke der D 57, vom Typ „Hängebrücke“, wurde 1872/74 erbaut und nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wiedererrichtet.

Städtepartnerschaften

Literatur

  • Bernard Bachrach: The Cost of Castle Building, The case of the tower at Langeais, 992-994, in: The Medieval castle, Romance and reality, Dubuque, Iowa 1984

Weblinks


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