Kriegs- und Domainenkammer

Kriegs- und Domainenkammer

Kriegs- und Domänenkammern hießen die Provinzialbehörden im Königreich Preußen, die König Friedrich Wilhelm I. bei der Reorganisation der Verwaltung im Jahre 1723 geschaffen hatte. Sie gingen hervor aus der Zusammenlegung der Kriegskommissariate mit den Amtskammern.

  • Kriegskommissariate waren Behörden, die die Steuern und Abgaben zu erheben hatten, welche für die Bedürfnisse der Armee, für das stehende Heer, bestimmt waren.
  • Amtskammern verwalteten die Domänen und zogen die Pachtgelder für diese staatlichen Güter ein.

Die Kriegs- und Domänenkammern standen unter der Leitung des General-Oberfinanz, Kriegs- und Domänendirektoriums (Generaldirektoriums) in Berlin. Diese Ämter bestanden bis zur großen Verwaltungsreform durch Stein und Hardenberg im Jahre 1808, als sie die Bezeichnung „Regierungen“ erhielten.

Es bestanden unter anderem folgende Kriegs- und Domänenkammern:

Regierung waren in jener Zeit die Provinzialgerichtshöfe, die ab 1808 Oberlandesgericht hießen.


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужно решить контрольную?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Industrie- und Handelskammer Kassel — Hauptverwaltung der IHK Kassel Logo der IHK Kassel Die …   Deutsch Wikipedia

  • Klingert — Karl Heinrich Klingert (* 16. Januar 1760 in Herrnprotsch b. Breslau (Pracze Odrzanskie); † 1. März 1828 in Breslau (Wrocław)) war ein deutscher Mechanikus und Erfinder. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Leistungen 3 Veröffentlichungen …   Deutsch Wikipedia

  • Regierungsbezirk Gumbinnen — Verwaltungsgliederung der Provinz Ostpreußen vor dem Ersten Weltkrieg nach der Neuschaffung des Regierungsbezirks Allenstein im Jahr 1905: Regierungsbezirk Königsberg …   Deutsch Wikipedia

  • Karl Heinrich Klingert — (* 16. Januar 1760 in Herrnprotsch b. Breslau; † 1. März 1828 in Breslau) war ein deutscher Mechanikus und Erfinder. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Leistungen 3 Veröffentlichungen …   Deutsch Wikipedia

  • Majewo (Milejewo) — Majewo …   Deutsch Wikipedia

  • Jacob Sigismund Waitz von Eschen — Jacob Sigismund Freiherr Waitz von Eschen (* 16. Mai 1698 in Gotha; † 7. November 1776 in Berlin) war ein hessischer und preußischer Minister aus dem Haus Waitz von Eschen. Leben Jacob Sigismund Waitz wurde als Sohn des Gothaer Bürgermeisters und …   Deutsch Wikipedia

  • Johann Moritz Schwager — (* 24. September 1738 in Kalkkuhl; † 29. April 1804 in Jöllenbeck) war ein deutscher evangelischer Theologe und Schriftsteller. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Gödenser Haus — Das Gödenser Haus am Roten Siel, rechts der Turm der Neuen Kirche, links der Emder Fernsehturm Das Gödenser Haus ist eines der ältesten noch erhaltenen Gebäude in der Seehafenstadt Emden in Ostfriesland. Das zweigeschossige Backsteinhaus im… …   Deutsch Wikipedia

  • Werner [2] — Werner, Friedr. Ludw. Zacharias, ein Hauptvertreter der romantischen Schule, geb. 1768 zu Königsberg, studierte Rechts und Kameralwissenschaften sowie unter Kants Anleitung Philosophie, wurde 1793 Kriegs u. Domainenkammer Sekretär in Südpreußen,… …   Herders Conversations-Lexikon

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”