Klavierbauer


Klavierbauer
Klavierbau Alexander Herrmann KG Sangerhausen, 1971

Klavierbauer ist die Berufsbezeichnung für Personen, die Klaviere, Flügel und Pianinos herstellen, reparieren, restaurieren, stimmen und intonieren. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und wird in einem Handwerksbetrieb oder einem Unternehmen absolviert.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung

Die Ausbildung umfasst in Stichworten:

  • Herstellen von Rasten (mit Stimmstock), Resonanzboden und Stegen
  • Einbau von Gussplatten und Aufziehen der Saiten
  • Einbau der Klaviatur und der Mechanik (mit Dämpfung und Hammer)
  • Komplette Regulation (Spielbarmachen)
  • Stimmen und Intonieren (Klangformung)
  • Herstellen von Gehäusen
  • Reparatur/Restaurierung jeglicher Teile von Klavieren und Flügeln
  • Neuanfertigung defekter Teile

Die Klavierherstellung erfolgt heute überwiegend industriell in Serienfertigung. Der komplizierte Aufbau der Instrumente zwingt jedoch zu einem großen Anteil zur Handarbeit (z. B. das Aufziehen der Saiten, den Einbau der Mechanik, Dämpfung und der Hammer, die Regulation des Spielwerks). Diese Arbeiten werden von hochqualifizierten Klavierbauern ausgeführt.

Mittlerweile hat auch die computerunterstützte Fertigung Einzug in den Klavierbau gehalten (CNC-Bohren der Gussplatte, Fertigung von Mechanikteilen, Herstellen der Gehäuse, Polieren der Oberfläche etc.)

Klavierhersteller

Zu den bekannten Klavierbaufirmen zählen

Siehe auch

Literatur

  • Hubert Henkel: Lexikon deutscher Klavierbauer. Edition Bochinsky, 2000, ISBN 3923639376
  • Hagen W. Lippe-Weißenfeld: Das Klavier als Mittel gesellschaftspolitischer Distinktion, Kultursoziologische Fallstudie zur Entwicklung der Klavierbauindustrie in England und Deutschland an den Beispielen Broadwood und Bechstein. Peter Lang Verlag 2006, ISBN 3-631-56268-3

Weblinks

 Commons: Klavierbauer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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