Klassikstiftung Weimar

Klassikstiftung Weimar

Die Klassik Stiftung Weimar ist ein Zusammenschluss der ehemaligen Weimarer Institute Stiftung Weimarer Klassik und den Kunstsammlungen zu Weimar. Gebildet wurde die Stiftung am 1. Januar 2003. Bis 2006 hieß sie Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen.

Inhaltsverzeichnis

Die Stiftung Weimarer Klassik

Die Stiftung Weimarer Klassik existierte seit Oktober 1991. Sie wurde nach der Wiedervereinigung als Nachfolgeinstitut der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar (NFG) gegründet.

Die Anfänge der heutigen Stiftung gehen auf die Gründung des Goethe-Nationalmuseums im Jahr 1885 und des Goethe- und Schiller-Archives zurück.

Nach der Bildung des Landes Thüringen ging das Goethe-Nationalmuseum zusammen mit einer Reihe anderer Gebäude Weimars aus der klassischen Zeit sowie den Weimarer Schlössern in das Eigentum des Landes über. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden weitere Gebäude Weimars dem Goethe-Nationalmuseum zugeordnet.

Im Jahre 1953 kamen diese in die Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der Klassischen deutschen Literatur in Weimar und 1954 noch die Dornburger Schlösser, 1956 das Nietzsche-Archiv, 1961 das Schloss Ettersburg, 1968 die thüringische Landesbibliothek (heute Herzogin Anna Amalia Bibliothek), später der Park an der Ilm, der Schlosspark Tiefurt und der Park in Belvedere hinzu.

Kunstsammlungen zu Weimar

Die Kunstsammlungen von internationalem Rang entstanden im wesentlichen in den Jahren 1922-1928 aus Museen und Sammlungsbeständen des abgedankten großherzoglichen Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach. Zahlreiche Schenkungen, Ankäufe, Leihgaben und Übergabe großer Sammlungskonvolute ergänzten seither die historischen Bestände, die damit an zeitgenössische Kunstentwicklungen anknüpfen.

Entwicklung, Finanzierung, Investitionen

Die Klassikstiftung Weimar muss sich für ein Investitionsprogramm von 28 Millionen Euro bis 2010 von einigen Immobilien wie dem Goethehaus Stützerbach trennen, und sich auf ihre Kernbereiche konzentrieren: die Wiederherstellung der brandgeschädigten Anna Amalia Bibliothek (12,8 Millionen Euro für die Gebäudesanierung, 67 Millionen Euro bis 2015 für die Wiederherstellung der Bibliothek); die Sanierung des Schiller-Museums (880.000 Euro); ein zentrales Kunstdepot (zehn Millionen Euro sind veranschlagt). Das Stadtschloss sieht man als Zentrum der Stiftung mit einer neuen Dauerausstellung Kosmos Weimar vor, so der Stiftungspräsident nach einer Tagung des Stiftungsrates.

Die Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen wurde in das im Jahre 2001 erschienene Blaubuch aufgenommen. Das Blaubuch ist eine Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland und umfasst zur Zeit 20 sogenannte kulturelle Leuchttürme. Die Auswahl der Kulturstätten erfolgte auf Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Abstimmung mit den ostdeutschen Kultusministern. Die Finanzierung trägt mehrheitlich der Bund.

2008 soll die Stiftung von Bund und Ländern deutlich - insgesamt 2,6 Millionen Euro mehr bekommen (mit 22,6 Millionen Euro gefördert werden; Bund und Land: jeweils 10,3 Millionen / Stadt Weimar: zwei Millionen). Weitere Erhöhungen - 2009 auf 23 Millionen und in den darauf folgenden Jahren auf je 24 Millionen Euro - sind vorgesehen. Von 2010 an soll die zweitgrößte deutsche Kulturstiftung dauerhaft vier Millionen Euro mehr als bisher haben.

Weitere Einrichtungen

in Weimar:

in der Thüringer Umgebung:

wissenschaftliche Einrichtungen:

Verbundene oder nahestehende Vereine sind:

  • Goethe-Gesellschaft Weimar e.V.
  • Freundeskreis des Goethe-Nationalmuseums e.V.
  • Freunde und Förderer der Kunstsammlungen zu Weimar
  • Vereinigung der Freunde des Liebhabertheaters Schloss Kochberg e.V.
  • Gesellschaft Anna Amalia Bibliothek e.V.
  • Kolleg Friedrich Nietzsche

Siehe auch

Weblinks


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