Kirche St. Wenzel am Zderaz und Burg (Prag)

Kirche St. Wenzel am Zderaz und Burg (Prag)
St.-Wenzelskirche

Die Kirche St. Wenzel am Zderaz (Kostel sv. Václava na Zderaze) ist ein Kirchengebäude in der tschechischen Hauptstadt Prag.

Sie war im 12. Jahrhundert als Pfarrkirche der Ortschaft Zderaz durch die Hrabischitzer angelegt worden und wurde dem spätestens im 13. Jahrhundert dem Orden der Beschützer des Gottesgrabes, welche auch als Ritter mit dem Roten Kreuz bezeichnet werden, übergeben. Bei der Gründung der Prager Neustadt wurde die Ortschaft mit dieser vereint. Mauerreste des romanischen Kirchenschiffes und des Kirchturms sind in der Front noch sichtbar. Im Zusammenhang mit der Erhebung zur Burgkirche erfolgte vor 1399 auch ein gotischer Umbau der Kirche. Im Presbyterium blieben Fragmente gotischer Wandmalerei aus der Zeit um 1400 (Wurzel-Jesse-Darstellung?) erhalten. Erst 1586/87 erhielten die beiden Schiffe Sterngewölbe. Der Chor und die Sakristei sind frühbarock (17. Jahrhundert). 1909 und 1926 wurde die Kirche regotisiert.

Die Kirche ist eine der Pfarr- und Friedhofskirchen der Prager Neustadt.

Burg

Westlich der St.-Wenzelskirche ließ König Wenzel IV. ab 1380 auf einem Bergvorsprung über dem Moldauufer eine kleine gotische Burg erbauen. Diese war wohl zweigeschossig mit gewölbten Räumen, besaß einen fünfgeschossigen Turm und war von mindestens zwei zinnenbekrönten Mauern umgeben. Nach mehreren Umbauten wurde die Burg Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen, der Břežská-Felsen zum Teil abgetragen und die Straße Resslova als Verlängerung der Ječná bis zur Ufermauer der Moldau mit gleichmäßigem Gefälle angelegt.

50.07527777777814.4158333333337Koordinaten: 50° 4′ 31″ N, 14° 24′ 57″ O


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