Kastell Böhming


Kastell Böhming
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Kastell Böhming
Limes ORL 73a (RLK)
Strecke (RLK) Rätischer Limes,
Strecke 14
Datierung (Belegung) 1. Hälfte des 2. Jh. n. Chr.
bis spätestens 259/260 n. Chr.
Typ Numeruskastell
Einheit höchstwahrscheinlich ein Numerus, Name unbekannt
Größe 95 × 85 m = 0,73 ha
Bauweise a) Holz-Erde b) Steinkastell
Erhaltungszustand deutlich sichtbare 1,5 m hohe Erderhebung
Ort Böhming
Geographische Lage 48° 56′ 46″ N, 11° 21′ 39″ O48.94611111111111.360833333333
Vorhergehend Kleinkastell Hegelohe (nordwestlich)
Anschließend Kleinkastell Güßgraben (ostsüdöstlich)
Rückwärtig Kastell Pfünz (südwestlich)

Das Kastell Böhming ist ein ehemaliges römisches Kastell, das nahe am Obergermanisch-Rätischen Limes, einem UNESCO-Weltkulturerbe, errichtet wurde und westlich des Dorfes Böhming im Landkreis Eichstätt in Bayern liegt. Die höchstwahrscheinlich für eine 150 bis 200 Mann starke Besatzung (Numerus) zur Grenzsicherung errichtete Befestigung ging spätestens mit dem Limesfall 259/260 n. Chr. unter.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Forschungsgeschichte

Das Kastell mit seinem Limesumfeld
Das Kastell nach den historischen Befunden der Reichs-Limes-Kommission, Ergebnissen neuerer Luftbildaufnahmen und der 2008 veröffentlichten Magnetometererfassung

Das in der Altmühlniederung gelegene Kastell Böhming liegt 400 m westlich von Böhming auf der Flur „Kirchfeld“ und ist durch seine markanten 1,5 m hohen Wallkanten sehr gut im Gelände sichtbar. In rund 200 Metern Entfernung fließt die Altmühl am Kastell vorbei. Den Bereich des Stabsgebäudes, den Principia, überlagert heute teilweise die freistehende Dorfkirche St. Johannes mit Mesnerhaus, Friedhof und Nebengebäude. Bis zum südlich gelegenen Kohortenkastell Pfünz[A 1] sind es rund 15 km. In etwa 900 m westlicher Entfernung des Numeruskastells Böhming läuft der Limes auf den bewaldeten Bergsporn „Pfahlbuck“, der von hochaufragenden, steilen Felswänden getragen wird. Ein antiker Weg läuft über den Steilhang direkt zur ehemaligen römischen Reichsgrenze und zu den Wachtürmen Wp 14/74–78. Bis Kipfenberg, dort quert der Limes das Altmühltal, sind es 2,5 km.

Der Ausgräber Friedrich Winkelmann, ein Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission (RLK), erläuterte die Lage des Kastells mit seinem Vicus folgendermaßen:

Sehr auffallend ist die Lage des Kastells, das sich nur 2,2 m über den mittleren Wasserstand der Altmühl erhebt, also noch innerhalb des Bereiches der häufig auftretenden Hochwasser. Ein zwingender Grund, diese Lage zu wählen, kann wenigstens in den Terrainverhältnissen nicht gefunden werden, da hinter der Südostseite der Boden ganz flach ansteigt. Es scheint, dass das Bett der Altmühl in römischer Zeit tiefer eingeschnitten war.[1]

Wie eine Überprüfung der seit 1980 angefertigten archäologischen Luftbilder von Böhming ergab, erreicht der Fluss jedoch auch bei Hochwasser nicht das Lagergelände.[2]

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatte man die Wälle von Böhming als römerzeitlich erkannt. Unter Winkelmann fanden dann von 1898 und 1905 die ersten gezielten Ausgrabungen statt. Wichtigster Fund war neben dem Architekturbefund die vollständig erhaltene Bauinschrift. 1959 konnte man zusätzlich zu den Beobachtungen der RLK einen weiteren Zwischenturm an der südöstlichen Schmalseite der Anlage ausmachen. Im gleichen Jahr entdeckte man das Brandgräberfeld.

2007 fand eine großflächige Begehung des Kastellplatzes mithilfe der Geomagnetik statt, wobei ohne Ausgrabung erstmals die Strukturen des Areals detaillierter nachgewiesen werden konnten, als dies zu Zeiten der Reichs-Limes-Kommission möglich gewesen ist. Eine Ausgrabung wurde aber vom bayerischen Landeskonservator für Bodendenkmäler, Sebastian Sommer, „kategorisch abgelehnt“. Fördermittel ständen nur für eine Bepflanzung des Areals zur Sichtbarmachung der ehemaligen Strukturen zur Verfügung.[3]

Die nichtbebauten Flächen des Kastells werden heute landwirtschaftlich genutzt.

Baugeschichte

Archäologisch fundiertes Modell des Kastells im Römer- und Bajuwarenmuseum auf der Burg Kipfenberg
Die Kirche von Böhming steht auf Teilen der Principia des ehemaligen Kastells.
Nordostwall des Kastells. Auf dem Bergsporn „Pfahlbuck“ im Hintergrund stand der Limesturm Wp 14/78 in Sichtkontakt mit dem Kastell
Südostwall des Kastells. Auf dem Höhenzug im Hintergrund läuft die Limesmauer

Unter dem Steinkastell wurden immer wieder Hinweise auf eine ausgedehnte Brandschicht entdeckt, darin Eichen- und Fichtenbohlen, Terra Sigillata und verbrannte Lehmbrocken. Daraus konnte geschlossen werden, dass dem späteren Steinkastell eine durch Feuer zerstörte Holz-Erde-Anlage mit Fachwerkbebauung vorausgegangen ist. Deren Gründung ist unsicher. Als frühester Zeitpunkt ist die Regierungszeit Kaiser Hadrians (117 bis 138 n. Chr.) anzusehen. Damals wurde die römische Reichsgrenze in der Provinz Raetien auf ihre endgültige Linie gebracht. So wird die Gründung des nördlicher gelegenen Numeruskastells Ellingen in die Zeit um 120 gelegt. Zu dem in Böhming entdeckten Zerstörungshorizont der Holz-Erde-Anlage gehört die zeitliche Stellung der Markomannenkriege (166 bis 180), die auch in diesem Gebiet wüteten und der möglicherweise auch das Kastell Pfünz zum Opfer fiel. Eine aus diesem Kastell stammende, zeitlich passende Bauinschrift von 183/184,[4] die möglicherweise von Reparaturmaßnamen kündet, wurde dort entdeckt.

Wie die 1898 von Winkelmann aufgefundenen Bauinschrift aus Ellinger Sandstein andeutet, wurde das bisher in Holzbauweise errichtete Kastell Böhming im Jahr 181 unter der Statthalterschaft des Quintus Spicius Cerialis von einer Abteilung der Legio III Italica aus Regensburg, die der Centurio Iulius Iulinus führte, „über der Brandschicht der ersten Bauten“[5] in Stein ausgebaut. Die Legionäre waren für die Wehrmauer mit Toren und Türmen zuständig. Nach deren Fertigstellung machte sich die in Pfünz stationierte Cohors I Breucorum unter ihrem Kommandanten Aelius Fortis, ebenfalls ein Centurio der Regensburger Legion, an die Innenbebauung. Man nimmt an, dass der in Böhming stationierte Numerus zu wenig eigene Bauhandwerker hatte und daher andere Kräfte den Steinausbau übernahmen. Dies ist vermutlich der Grund, warum der Name des Numerus nicht in der Bauinschrift, die ursprünglich am Südwesttor angebracht war, auftaucht.[6] Als nächste militärische Baumaßnahme am Limes unter Statthalter Cerialis ist der Steinausbau des Kastells Ellingen im Jahre 182 bekannt.

Umwehrung

Die 95 × 85[2] große und 0,73 ha umfassende Wehranlage von Böhming war in seiner Längsachse genau von Südosten nach Nordwesten gedreht, dort lag auch die Prätorialfront. Um das eigentliche Lager lag ein Doppelspitzgraben, der sowohl am Südwest, als auch am Nordosttor auf einer Breite von zehn bis zwölf Metern aussetzte. Nur an der Porta praetoria, dem Nordwesttor, mussten die beiden Gräben mittels hölzerner Übergänge passiert werden. Wie die Magnetometererkundung 2007 feststellte, könnte sich an der Nordseite des Südwesttores ein dritter Grabenstich befinden, der jedoch nur rund 25 Meter lang ist. Näheres ließe sich jedoch nur mit einer klassischen Ausgrabung sagen. Bisher konnten drei zweispurige Tore, flankiert von jeweils zwei Tortürmen an den Durchfahrten entlang der Längs- und Breitseiten festgestellt werden. Ob es auch eine Porta decumana an der Kastellrückseite im Südosten gegeben hat, bleibt künftigen Forschungen offen zu klären.[7] Neben zwei nachgewiesenen und zwei vermuteten Ecktürmen sowie den Tortürmen wurden in Böhming keine weiteren Zwischentürme entdeckt. Der Befund deckt sich mit der Bauinschrift, welche vier Türme und Tore erwähnt. Es könnte sein, dass sich die Zahl „4“ auf dieser Inschrift (portas cum turribus IIII) auch auf die Anzahl der errichteten Tore bezieht.

Innenbebauung

Das Stabsgebäude (Principia) lag in der kleineren Südosthälfte der Fortifikation. Ihre Reste wurden von der Reichslimeskommission angeschnitten, ohne dass man jedoch ein klares Bild ihres Aussehens zeichnen konnte, da der Kirchhof weiterführende Grabungen verhinderte. Für die 2007 durchgeführten Messungen blieben selbst die damals freigelegten steinernen Überreste der Principia unkenntlich. Schematisch gut bekannt ist die Bebauung der Praetentura, dem Vorderlager. Es zeigt sich, dass das Lagerinnere dicht bebaut, jedoch klar gegliedert gewesen ist. Entlang der Via principalis sind links und rechts deutlich die Umrisse von vier rund 18x25 Meter großen Holzgebäuden erkennbar. Deren innere Strukturen sind jedoch sehr stark gestört. Hier könnte Brandschutt die Raumfluchten überdecken.[2] Dieser wurde bereits von Winkelmann mehrfach beobachtet. Die Funktion dieser vier bauten bleibt bis zu einer Spatengrabung ungeklärt. Wesentlich deutlicher lassen sich drei sechs bis acht Meter breite und rund 35 Meter lange hölzerne Mannschaftsbaracken ausmachen, die entlang der Längsseiten zwischen den Eck- und Tortürmen standen.[7] Eine vierte, vermutete Soldatenunterkunft könnte ebenfalls nur durch eine Ausgrabung ermittelt werden.

Das kleine Kastellbad (Balineum) lag rund 100 Meter vom Südwesttor entfernt an der dort ausfallenden Römerstraße.

Bauinschrift

Die Bauinschrift[4] aus dem Jahr 181 lautet:

Imp(eratore) Caes(are) Luc(io) Aur(elio) Antoni(n)o
Aug(usto) C[ommod]o Armen(iaco) Parth(ico)
Germ(a)n(ico) Sarm(atico) trib(unicia) pot(estate) VI co(nsule) III p(atre) p(atriae)
Spicio Ceriale leg(ato) Aug(usti) pr(o) pr(aetore) vex(illarii)
leg(ionis) III Ital(icae) vallum fece(runt) c(uram) a(gente) Iul(io)
Iulino (centurione) leg(ionis) III Ital(icae) item portas cum
turrib(us) IIII perfec(tas) ab Ael(io) Forte (centurione)
leg(ionis) III Ital(icae) praep(osito) coh(ortis) I Br(eucorum) imp(eratore) III Bur[ro co(n)s(ulibus)

Übersetzung: „Für Kaiser Lucius Aurelius Antoninus Augustus Commodus, dem Sieger über Armenier, Parther, Germanen und Sarmaten, als er die sechs Jahren tribunizische Gewalt zum 6. Mal innehatte, Konsul zum 3. Mal war, dem Vater des Vaterlandes. Unter dem Statthalter und Oberbefehlshaber („legatus Augusti pro praetore“) Spicius Cerialis hat eine Abteilung der III. Italischen Legion [aus Regensburg] unter der Leitung des Centurios Julius Julinus die Umwehrung sowie die Tore mit vier Türmen errichtet. Fertiggestellt [wurden die Arbeiten] durch Aelius Fortis, Centurio der III. Italischen Legion sowie Kommandeur der I. Breukerkohorte [in Pfünz]. [Dies geschah], als der Kaiser zum 3. Mal und Burrus zum 1. Mal Konsulen waren.“

Auf Veranlassung seines Nachfolgers fiel Kaiser Commodus unter die Damnatio memoriae, der Austilgung seiner Person aus der Erinnerung der Menschen. Daher wurde sein Name nachträglich aus der Bauinschrift herausgemeißelt. Quintus Spicius Cerialis war im gleichen Jahr, als er die Baumaßnahmen von Böhming leitete, raetischer Statthalter und Oberkommandeur der Truppen seiner Provinz geworden und blieb bis 184 in diesen Ämtern.

Weiheinschrift

Aus Böhming ist eine datierbare Weiheinschrift aus der Regierungszeit Kaiser Caracallas bekannt, die von der in Pfünz liegenden Cohors I Breucorum stammt und vielleicht nach Abschluss einer erfolgreichen Militäraktion aufgestellt worden ist (Belegstelle: IBR 00290). In der Vergangenheit wurde dieser Einsatz mit dem Feldzug Caracallas 213 in Verbindung gebracht,[8] als dieser möglicherweise am Limestor Dalkingen nahe dem Kastell Buch die römische Reichsgrenze überschritt.

] Fo[r]-
[tuna]e Red(uci)
[coh(ors) I Br(eucorum)] Anto(niniana)
v(otum) [s(olvit) l(ibens)] l(aetus) m(erito)
Laeto II co(n)[s(ule)]

Übersetzung: „Der zurückführenden Fortuna. Die 1. Kohorte der Breuker hat ihr Gelübde gern, freudig und nach Gebühr eingelöst unter dem Konsul Laetus II.“

Der feststehenden Begriff Fortuna Redux ist sowohl auf Steininschriften als auch auf Münzen überliefert. Die Römer verwendeten ihn in Bezug auf eine glückliche Heimkehr, die ihnen von der Göttin Fortuna geschenkt worden war. Quintus Maecius Laetus II ist zusammen mit Marcus Munatius Sulla Cerialis im Jahre 215 Konsul gewesen.

Vicus, Tempel, Brandgräberfeld

Der für das kleine Kastell verhältnismäßig große Vicus (Lagerdorf), konnte vor allem im Süden und Südwesten beobachtet werden. Unmittelbar neben dem Kastellbad wurde ein weiteres kleines Gebäude aufgedeckt, das vielleicht als Tempel interpretiert werden kann, da dort ein Altar für die Göttin Fortuna redux aus dem Jahre 215 aufgefunden worden ist.[9]

Das 1959 beim Bau einer Wasserleitung entdeckte Brandgräberfeld mit Bestattungen aus dem 2. und 3. Jahrhundert befand sich rund 200 m südöstlicher Entfernung des Kastells an der römischen Straße nach Kipfenberg und reicht heute bis unter das Dorf Böhming. Von ihm wurden 15 Bestattungen ergraben, welche allesamt sehr bescheiden ausgestattet waren.

Der Torso einer aus Bronze gegossenen Jupiter-Plastik wurde zusammen mit der Bauinschrift in das ur- und frühgeschichtliche Museum Eichstätt verbracht.[9]

Von all diesen Grabungen ist heute nichts mehr sichtbar.

Truppe

Der Archäologe Thomas Fischer vermutet, dass eine Einheit der Pfünzer Cohors I Breucorum hierher abgestellt worden ist.[10] Auch andere Experten gehen heute von dieser These aus.[2]

Die nach Böhming abkommandierte, namentlich unbekannte Abteilung, war möglicherweise ein Numerus (dt. „Einheit“). Diese Einheiten gehörten zu den römischen Hilfstruppen, waren aber nicht so standardisiert, wie die Auxilia, welche in den Gründungstagen der Numeri bereits fester Bestandteil des römischen Heeres waren. Die Numeri entstanden am Ende des 1. Jahrhunderts, als die ersten Limesstrecken eingerichtet wurden. Der Bedarf an kleineren Einheiten zur Grenzüberwachung wuchs enorm, was auch finanzielle Folgen für das Reich hatte. So wurden junge Einheimische regional ausgehoben und mit geringerem Sold und weniger striktem Standard in neuerrichtete Standorte abkommandiert. Die Numeri wurden wie die Auxilia nach ihrer ursprünglichen völkischen Herkunft benannt und haben scheinbar bei der Entlassung nicht das römische Bürgerrecht erhalten.[11]

Wie die geomagnetischen Untersuchungen von 2007 ergaben, kann man in Böhming von einer grobgeschätzt 200 Mann starken Truppe ausgehen.[7] Diese Zahlenangabe würde sich mit der klassischen Größenordnung eines Numerus decken.

Ende und nachkastellzeitliche Entwicklung

Es hat den Anschein, als ob Böhming, dessen antiker Name unbekannt ist, von dem Alamannensturm 233, dem höchstwahrscheinlich das rückwärtige Kastell Pfünz zum Opfer fiel, nicht betroffen war. Das Ende Böhmings könnte vielleicht während des nächsten großen Alamanneneinfall um 242/244 n. Chr. gekommen sein. Diesen Einfall ermittelte der Archäologe und Numismatiker Hans-Jörg Kellner anhand von vielen Münzfunden in anderen rätischen Kastellen.[12][13][14][15] Spätestens jedoch mit dem dritten schweren Alamannenangriff um 259/260, als der Limes fiel, wurde das Kastell für immer aufgegeben. Bislang fanden sich keine Anzeichen einer gewaltsamen Zerstörung wie im rückliegenden Kastell und Vicus von Pfünz beobachtet werden konnten. Es ist durchaus möglich, dass die Truppe kurz vor dem Rückzug das Lager selbst angezündet hat. Für den Bau der ersten Kirche von Böhming, die um 1182 an der gleichen Stelle geweiht worden war, wurde das Baumaterial aus dem Kastellbereich geholt.

Funde

Zu den wenigen Funden, die aus der Brandschicht unter den Steinbauten stammen, gehören unter anderem Terra-Sigillata-Gefäßscherben vom Typ Drag. 37 die allgemein der Zeit zwischen 150 bis 230 zugeordnet werden und ein Becherfragment Drag. 33. Dieser Formentypus entstand zwischen 150 bis 300. Ein identisches Stück wie dieser Becher fand sich auch in Pfünz.[16] Um das Auffinden von zwei Rheinzaberner Sigillata-Bruchstücke in dieser Brandschicht hält die Diskussion seit Jahrzehnten an. So wurde der Fund von Bilderschüsselresten, bei denen Kellner die Hersteller Belsus I/ Gruppe Ib und Comitialis V/Gruppe IIa, identifizierte, unterschiedlich bewertet. Da diese Hersteller ihre Produktion nach Meinung des Terra-Sigillata-Spezialisten Paul Karnitsch, des Archäologen Hans Schönberger und anderer Forscher erst nach 175/180 aufnahmen[17] und damit die Datierung der Brandschicht und der Bau des Steinkastells später ansetzen müßte, bezweifelten einige Wissenschaftler, wie Fischer, die Zugehörigkeit dieser Fundstücke zu der Brandschicht.[18] Hans-Günther Simon sah 1968 in dieser Befundlage die Möglichkeit, daß die genannten Töpfer mit ihrer Produktion vielleicht bereits vor 175 begonnen haben, wofür es seiner Meinung nach noch von anderen Fundstätten her Hinweise gab.[19] Ihm folgte unter anderem der Althistoriker Richard Klein, der dazu aufforderte, Karnitschs zeitliche Einteilungen der Sigillaten eventuell zu modifizieren.[20] Auch die Archäologen Stefan Groh und Helga Sedlmayer argumentierten Jahrzehnte später ebenfalls mit der Überlegung einer früheren Funddatierung.[18]

Limesverlauf zwischen dem Kastell Böhming und dem Kleinkastell Güßgraben

Spuren der Limesbauwerke zwischen dem Kastell Böhming und dem Kleinkastell Güßgraben.
ORL[A 2] Name/Ort Beschreibung/Zustand
ORL 73a[A 3] Kastell Böhming siehe oben
Wp 15/1 [A 4] Am rechten Altmühlufer Wp 15/1 liegt im Tal der Altmühl, die ein tiefes Flussbett in die hügelige Landschaft gegraben hat. Die Aufstiege aus dem Tal sind zumeist sehr steil. Der Limes passierte diesen Geländeeinschnitt ohne Rücksicht auf topographische Gegebenheiten zu nehmen in westöstlicher Richtung. Bei dem am Ostufer gelegenen Wp 15/1, sollte der Altmühlübergang der befestigten römischen Reichsgrenze gesichert werden. Am gegenüberliegenden Ufer dieses antiken Übergangs, der bei der heutigen Brücke vermutet wird, lag möglicherweise Wp 14/79. Dieser Turm konnte bisher jedoch nicht nachgewiesen werden. In der Forschung wird vermutet, dass bereits die Römer eine Brücke für den schnellen Truppendurchzug am Limes zur Flußüberquerung nutzten. Wp 15/1 lag rund 50 m östlich dieses Übergangs.[21] Aufgrund der damaligen Forschungen konnte auch der genaue Verlauf der Rätischen Mauer, die nach dendrochronologischen Befunden am Limespfahlrost bei Kastell Dambach im ersten Jahrzehnt des 3. Jahrhunderts errichtet wurde, durch den hier gelegenen Markt Kipfenberg festgestellt werden. Heute ist von den Ausgrabungen nichts mehr zu sehen.[A 5]
Wp 15/2 Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 6]
Wp 15/3 Vögelebuck
Die Lage von Wp 15/3
Der Grundriss von Wp 15/3
Wp 15/3 befindet sich auf 495 Höhenmetern hoch über dem Altmühltal und ist fast an der Spitze eines schmalen Bergsporns errichtet worden. Von hier aus bestand Sichtverbindung zur Turmkette nach Westen und Osten. Außerdem konnte das südwestlich im Tal gelegene Kastell Böhming eingesehen werden. Von dem Holzturmhügel haben sich nur schwache Spuren erhalten. Er wird in seinem nördlichen Bereich von der später errichteten Steinmauer des Limes überschnitten. 30 m nordwestlich dieser Stelle liegt das Fundament eines mittelalterlichen Turmes, genau östlich fand sich der Steinturm. Diese Steintürme wurden in der Nachfolge der zumeist wohl witterungsbedingt verfallenden Holzwachtürme am gesamten Limes errichtet. Etwas später entstand in Rätien die Limesmauer, welche zumeist an die Flanken der Steintürme ansetzte. Auch bei dem nicht vollständig erhaltenen, 4,5 × 4 m[21] umfassenden Fundament von Wp 15/3 konnte dieser Maueransatz beobachtet werden. Einige Meter vor der Mauer des Limes wurde der Palisadengraben aufgedeckt, der dem Verlauf der Mauer entspricht. Die einst hölzerne Palisade folgte zeitgeschichtlich der Rätischen Mauer voraus und wurde nach Ausweis einiger inzwischen vorliegenden dendrochronologischen Befunde aus Rätien im Zeitraum zwischen 160 bis kurz vor bzw. um 165 n. Chr. errichtet.[22][23][24] Der Limes verläuft im Altmühltal bis zum Fuß des steilen Osthangs fast genau in westöstliche Richtung. Dann machte er offenbar einen starken Knick nach Südosten. Auf seinem weiteren Weg, den Hang hinauf haben sich keine Spuren der Mauer erhalten. Erst nachdem er die obere Hangkante des Bergssporns, auf dem Wp 15/3 stand erreichte, konnten seine Spuren durch die Forschung wieder gesichert werden. Die Mauer knickte an der Kante erneut deutlich in östlichere Richtung ab und behielt diese Richtung bis zum Kleinkastell am Hinteren Seeberg bei.[A 7][A 8]
Wp 15/4 Streubuck Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 9]
Wp 15/5 Am Gelbelseer Weg
Der Grundriss von Wp 15/5
Bei Wp 15/5 ergrub die RLK eine Anomalie im Verlauf der in diesem Bereich streckenweise gut sichtbaren Rätischen Mauer, die möglicherweise mit einem hier bestehenden Limesdurchgang zu tun hatte. An der schnurgerade durchlaufenden römische Grenze wurde mit dem Bau der Steinmauer ein Durchlass vor der Ostflanke des Steinturms eingeplant. Die Mauer schloss von Nordwesten kommend an der linken Ecke der Turmvorderfront ab, setzte dann jedoch nicht direkt vor dessen rechter vorderer Ecke wieder an, sondern ließ für eine knapp fünf Meter breite Passage Platz. Dieser Weg wurde während eines späteren Zeitpunkts jedoch wieder vermauert. Erst im Anschluss an diesen zeitweilig bestehenden Durchgang führte die Mauer in ihrer bisherigen Richtung nach Südosten weiter. Die Ausgräber stellten fest, dass eine zweite Mauer, die vom Turm weg einen über sechs Meter breiten Durchlass bot, östlich von der rechten Ecke der Turmrückseite in Richtung der Hauptachse des Limesverlaufs fluchtete. Nach rund 52 Metern schloss dieses Mauerstück in einem spitzen Winkel an die allgemeine Limestrasse an. Auch der Turm weist Besonderheiten auf. Er war 3,6 × 6 m groß und richtete seine Schmalseite ins Barbaricum.[25] Außerdem fand die RLK an seiner Nordwestfassade einen seitlich versetzten ebenerdigen Zugang. Unmittelbar nordwestlich schloss sich der ältere Holzturmhügel an, der in seinem vorderen Bereich von der Mauer überschnitten wurde. Im Inneren konnten noch die beiden Eckpfostenlöcher der Turmrückseite beobachtet werden. Zudem fanden sich hier noch weitere Spuren der Basiskonstruktion. Die Holzpalisade verläuft in der selben Flucht wie die jüngere Limesmauer. Hier konnte kein Durchgang festgestellt werden. Möglicherweise liegt dieser auch unter der Straße Kipfenberg–Gelbelsee, welche die Palisade vor Wp 15/5 quer überschneidet. Über den zeitlichen Ablauf der verschiedenen Einzelbauphasen an dieser Wachturmstelle ist nichts bekannt.[A 10][A 11]
Wp 15/6 Geigerbrut Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 12]
Wp 15/7 Am Pfahl
Die Lage von Wp 15/7
Der Grundriss von Wp 15/7
Frei hinter der Mauer stehend, konnte das 7,35 × 5,29 m umfassende Fundament von Wp 15/7 freigelegt werden. Als weitere Besonderheit trafen die Ausgräber der RLK einen seitlich versetzten ebenerdigen Zugang an. Nur etwas nordwestlich von dieser Stelle befand sich der Holzturmhügel, den die Rätische Mauer in seinem vorderen Bereich durchschnitt. Bei den Untersuchungen wurden noch drei der einst vier Eckpfostenlöcher des einstigen Holzturms entdeckt. Von der hölzernen Palisade wurde direkt vor dem in diesem Bereich gut zu verfolgenden Schuttwall der Limesmauer nichts festgestellt, jedoch befand sich etwas weiter nordöstlich ein erhaltener Abschnitt der deutlich macht, dass die Holzpfostenreihe des älteren Annäherungshindernisses etwas vorgelagert dem Verlauf der Teufelsmauer folgte. Kurz hinter Wp 15/7 geht es hinab in eine Senke, die am östlichen Ausgang des Wassertals liegt. Dieses Tal verläuft fast parallel im Rücken der Turmstellen Wp 15/4 bis 7[A 13][A 14]
Wp 15/8 Schachel Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 15]
Wp 15/9 Am Wolfsgalgen“/„Luder-Bichl'“
Der Grundriss von Wp 15/9
Bei dem in den 1960er Jahren noch sichtbare[26] Wachposten stellte die RLK einen 6 × 5,75 m großen Steinturm fest, der an seiner Rückseite sehr stark ausgebrochen war. Der Estrich am Boden des Turminneren war noch erhalten. Zudem konnte auf diesem Belag in der Nordwestecke eine Feuerstelle festgestellt werden. Der Limesverlauf, der auf topographische Gegebenheiten keine Rücksicht nimmt, hat verursacht, dass dieser Turm am nördlichen Rand in einer leichten Senke errichtet werden musste. Südlich, im Rücken des Turms, erhebt sich inmitten dieser Mulde der 522 m hohe Luderhügel. Nach Nordwesten konnte die römische Turmbesatzung die Nachbartürme Wp 15/8, sowie den am Hang über der Senke stehenden Wp 15/7 ausmachen. Auch im Südosten konnten mehrere Türme gleichzeitig Signalen von Wp 15/9 empfangen. Von der Rätischen Mauer haben sich in diesem Bereich keine sichtbaren Spuren erhalten und auch der Turm ist nicht mehr sichtbar.[A 16]
Wp 15/10 Im Schlierfeld
Schnitt durch die Mauer bei Denkendorf
Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 17]
Wp 15/11 In der Brünst
Die Lage von Wp 15/11
Der Grundriss von Wp 15/11
Der ältere Holzturmhügel mit den heute noch sichtbaren Resten des Ringgrabens wurde von der später errichteten Limesmauer schräg überschnitten. Östlich von dieser Stelle untersuchte die RLK an einem hohen Steinturmhügel den dazugehörigen, 5,75 × 5,95 m großen Turm, der einen rückwärtigen Eingang aufwies. Im Inneren wurde eine Feuerstelle freigelegt.[27][28][29][30] Da Wp 15/11 in einer wasserarmen Gegend lag, wurde außerhalb neben dem Steinturm eine Zisterne errichtet.[31][A 18][A 19]
Wp 15/12 Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 20]
Wp 15/13 Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 21]
Wp 15/14 Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 22]
Wp 15/15 Auf dem Fuchsberg
Die Lage von Wp 15/15
Der Grundriss von Wp 15/11
Auf dem Fuchsberg östlich von Zant erreicht der Limes den höchstgelegenen Punkt zwischen dem Altmühl- und dem Schambachtal. Hier liegen die sichtbaren Reste von Wp 15/15. Der ältere Holzturmhügel mit seinem Ringgraben konnte von der RLK in dem rund 35 m breiten Raum zwischen der noch als flacher Graben sichtbaren Palisade und der jüngeren Mauer ermittelt werden. Von den einst vier rechteckig zueinander angeordneten Pfosten des Turmes im Inneren des Ringgrabens konnten noch drei festgestellt werden. Deutlicher zeichnet sich im Gelände der rechteckige, 6,2 × 4,9 m große Steinturm ab, an dessen Schmalseiten die Limesmauer nachträglich angefügt wurde. Etwas seitlich nach Westen versetzt befand sich an der Rückseite ein 0,60 m breiter Eingang. Direkt zur Rechten des Eingangs konnten im Turminneren noch fünf Stufen einer steinernen Treppe festgestellt werden. Vor der Stiege fanden sich die Reste einer Feuerstelle.[A 23][A 24]
Wp 15/16 Kalteneck Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 25]
Wp 15/17 Die Turmstelle wird nur vermutet.[A 26]
Wp 15/18[A 27] „Teufelskopf/Güßgraben“
Lage von Wp 15/18 und dem Kleinkastell Güßgraben
Der Wall des Limes ist in diesem Bereich in einem sehr guten Zustand. Das Gelände gehört zur Wittelsbachschen Krongutverwaltung. Rund 9 m hinter der Limesmauer, die nach dendrochronologischen Befunden aus Dambach im ersten Jahrzehnt des 3. Jahrhunderts errichtet wurde,[32] liegt der Schutthügel des Steinturms Wp 15/18.[33] Vom Holzturm ist an diesem Platz nichts auszumachen und vom Steinturm blieb nur dessen Ausbruchsstelle.[34][A 28]
KK[A 29] Kleinkastell Güßgraben In der Nähe von Wp 15/18 liegt das folgende Kleinkastell.
Hauptartikel: Kleinkastell Güßgraben
[A 30]

Denkmalschutz

Das Kastell Böhming und die erwähnten Anlagen sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind sie geschützt als eingetragene Bodendenkmale im Sinne des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind erlaubnispflichtig, Zufallsfunde sind den Denkmalbehörden anzuzeigen.

Siehe auch

Literatur

  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage, Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-786-12347-0, S. 306ff.
  • Dietwulf Baatz: Die Wachttürme am Limes. (Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands) Limesmuseum Aalen, 1976. S. 17.
  • Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes. 4. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 27./28. Februar 2007 in Osterburken. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 3), S. 153−171, insbesondere S. 161−163.
  • Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0.
  • Thomas Fischer: Kastelle Ruffenhofen, Dambach, Unterschwaningen, Gnotzheim, Gunzenhausen, Theilenhofen, Böhming, Pfünz, Eining. In: Jochen Garbsch (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. 100 Jahre Limesforschung in Bayern. Ausstellungskataloge der Prähistorischen Staatssammlung 22, 1992, 37 ff.
  • Wilhelm Schleiermacher: Der römische Limes in Deutschland. Ein archäologischer Wegweiser für Autoreisen und Wanderungen. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1967
  • Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0-351-2.

Grabungsbericht der Reichs-Limes-Kommission:

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zitiert nach: Der Limes in Bayern. Theiss 1983.
  2. a b c d Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Kommissionsverlag – Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 162.
  3. [1] Eichstätter Kurier: Freilegung von Kastell abgelehnt, 5. Mai 2008
  4. a b CIL 03, 14370
  5. Richard Klein; Marc Aurel. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979. ISBN 3534078020. S. 227.
  6. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 58.
  7. a b c Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Kommissionsverlag – Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 163.
  8. Bernhard Overbeck: Raetien zur Prinzipatszeit. In: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band 5, Halbband 2. Verlag Walter de Gruyter, Berlin und New York, 1977. ISBN 3-11-007197-5. S. 678.
  9. a b Walter E. Keller, Walter Grabert: Die Römer am Limes von der Ostalb bis zur Donau. 5. überarbeitete Auflage, Verlag Walter E. Keller, Treuchtlingen 1998, ISBN 3-924828-49-0, S. 79.
  10. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 138
  11. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 36–37
  12. Dietwulf Baatz: Römerstraßen im Ries. In: Führer zu den vorgeschichtlichen Denkmälern 41. Band 2. Nördlingen, Bopfingen, Oettingen, Harburg. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1979. S. 264.
  13. Robert Roeren: Zur Archäologie und Geschichte Südwestdeutschlands im 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. In: Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz. 7. Jahrgang. Verlag Rudolf Habelt, Bonn 1960. S. 217.
  14. Thomas Fischer, Michael Altjohann: Die römischen Provinzen. Eine Einführung in ihre Archäologie. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2001. ISBN 380621591X. S. 132.
  15. Hans-Jörg Kellner: Die römische Ansiedlung bei Pöcking (Niederbayern) und ihr Ende. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 25. 1960. S. 132–164.
  16. Richard Klein; Marc Aurel. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979. ISBN 3534078020. S. 237.
  17. Hans Schönberger: Die römischen Truppenlager der frühen und mittleren Kaiserzeit zwischen Nordsee und Inn. In: Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 66, 1985. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1986. S. 321–497.
  18. a b Stefan Groh, Helga Sedlmayer: Forschungen im Kastell Mautern-Favianis. Die Grabungen der Jahre 1996 und 1997. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002. ISBN 3700130783. S. 166.
  19. Hans-Günther Simon: Das Kleinkastell Degerfeld in Butzbach, Kr. Friedberg (Hessen). Datierung und Funde. Saalburg Jahrbuch 25, 1968. S. 23.
  20. Richard Klein; Marc Aurel. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1979. ISBN 3534078020. S. 240.
  21. a b Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. Friedrich Pustet Verlag, Regensburg, 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 147.
  22. Dieter Planck: Archäologie in Württemberg. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1988, ISBN 3-806205426, S. 269.
  23. Dietwulf Baatz: Der römische Limes – Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. Mann Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-786117012, S. 260.
  24. Wolfgang Czysz, Frank Herzig: Neue Dendrodaten von der Limespalisade in Raetien. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7. S. 183–194.
  25. Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. Friedrich Pustet Verlag, Regensburg, 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 148.
  26. Wilhelm Schleiermacher: Der römische Limes in Deutschland. Ein archäologischer Wegweiser für Autoreisen und Wanderungen. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1967. S. 200.
  27. Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage, Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-786-12347-0, S. 314.
  28. Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008. ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 149.
  29. Wilhelm Schleiermacher: Der römische Limes in Deutschland. Ein archäologischer Wegweiser für Autoreisen und Wanderungen. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1967. S. 200.
  30. Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0-351-2. S. 100.
  31. Dietwulf Baatz: Die Wachttürme am Limes. (Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands) Limesmuseum Aalen, 1976. S. 44.
  32. Bericht der bayerischen Bodendenkmalpflege, Fachzeitschrift des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Band 49. Verlag Dr. Rudolf Habelt, Bonn 2008, ISBN 978-3-7749-3609-6.
  33. Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. Friedrich Pustet Verlag, Regensburg, 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0. S. 150.
  34. Wilhelm Schleiermacher: Der römische Limes in Deutschland. Ein archäologischer Wegweiser für Autoreisen und Wanderungen. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1967. S. 201.

Anmerkungen

  1. 48° 53′ 2″ N, 11° 15′ 50″ O48.88388888888911.263888888889
  2. ORL = Nummerierung der Limesbauwerke gemäß der Publikation der Reich-Limes-Kommission zum Obergermanisch-Rätischen-Limes
  3. ORL XY = fortlaufende Nummerierung der Kastelle des ORL
  4. Wp = Wachposten, Wachturm. Die Ziffer vor dem Schrägstrich bezeichnet den Limesabschnitt, die Ziffer hinter dem Schrägstrich in fortlaufender Nummerierung den jeweiligen Wachturm.
  5. Bei 48° 57′ 0,07″ N, 11° 23′ 22,09″ O48.95001944444411.389469444444
  6. 48° 57′ 0″ N, 11° 23′ 41,12″ O48.9511.394755555556
  7. 48° 56′ 55,32″ N, 11° 24′ 0,36″ O48.948711.4001
  8. 48° 56′ 54,95″ N, 11° 24′ 0,93″ O48.94859722222211.400258333333
  9. 48° 56′ 50,27″ N, 11° 24′ 20,61″ O48.94729722222211.405725
  10. 48° 56′ 43,36″ N, 11° 24′ 50,46″ O48.94537777777811.414016666667
  11. 48° 56′ 43,03″ N, 11° 24′ 51,08″ O48.94528611111111.414188888889
  12. 48° 56′ 35,14″ N, 11° 25′ 22,75″ O48.94309444444411.422986111111
  13. 48° 56′ 28,59″ N, 11° 25′ 49,66″ O48.94127511.430461111111
  14. 48° 56′ 28,25″ N, 11° 25′ 50,43″ O48.94118055555611.430675
  15. 48° 56′ 20,46″ N, 11° 26′ 21,65″ O48.93901666666711.439347222222
  16. 48° 56′ 11,8″ N, 11° 26′ 56,17″ O48.93661111111111.448936111111
  17. 48° 56′ 3,51″ N, 11° 27′ 29,87″ O48.93430833333311.458297222222
  18. 48° 55′ 54,8″ N, 11° 28′ 6,15″ O48.93188888888911.468375
  19. 48° 55′ 54,43″ N, 11° 28′ 6,82″ O48.93178611111111.468561111111
  20. 48° 55′ 44,71″ N, 11° 28′ 46,24″ O48.92908611111111.479511111111
  21. 48° 55′ 36,65″ N, 11° 29′ 18,07″ O48.92684722222211.488352777778
  22. 48° 55′ 27,64″ N, 11° 29′ 54,22″ O48.92434444444411.498394444444
  23. 48° 55′ 18,7″ N, 11° 30′ 30,03″ O48.92186111111111.508341666667
  24. 48° 55′ 19,24″ N, 11° 30′ 30,5″ O48.92201111111111.508472222222
  25. 48° 55′ 8,71″ N, 11° 31′ 8,29″ O48.91908611111111.518969444444
  26. 48° 55′ 0,88″ N, 11° 31′ 37,77″ O48.91691111111111.527158333333
  27. Wp = Wachposten, Wachturm. Die Ziffer vor dem Schrägstrich bezeichnet den Limesabschnitt, die Ziffer hinter dem Schrägstrich in fortlaufender Nummerierung den jeweiligen Wachturm.
  28. Bei 48° 54′ 51,02″ N, 11° 32′ 16,81″ O48.91417222222211.538002777778.
  29. KK = nicht nummeriertes Klein-Kastell
  30. 48° 54′ 49,21″ N, 11° 32′ 20,6″ O48.91366944444411.539055555556

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