Karttikeya


Karttikeya
Kartikeya/Murugan mit den typischen Pfauenfedern dekoriert bei einem Fest

Kartikeya (sanskrit: कार्तिकेय, Kārtikeya), auch als Skanda, Murugan oder Subramanya sowie diversen weiteren Namen bekannt, ist ein Gott des Hinduismus. Unter dem Namen Kartikeya verehren ihn die Gläubigen meist in Nord- und Südindien, wogegen Subramanya und Murugan hauptsächlich südindische Formen sind. Besonders für Hindus in Südindien ist er eine wichtige Manifestation des Göttlichen.

Kartikeya ist neben dem elefantenköpfigen Ganesha der zweite Sohn Shivas, seine Mutter ist die Göttin Parvati, in Nordindien jedoch gilt er auch oft als Sohn von Shiva mit Ganga, der als Fluss manifestierten Göttin. Seine Begleiterinnen sind 'Valli', die Tochter Indras, sowie Devasena. Oft sieht man ihn als Feind der Ehe an, und im indischen Bundesstaat Maharashtra besuchen Frauen seinen Tempel nicht.
Meist stellt man Kartikeya als Kumara, d.h. als göttlichen Buben, dar, mit einem, sechs und mehr Köpfen sowie mit zwei, zwölf oder mehr Armen, die seine mystischen Kräfte repräsentieren. Er gilt als Kriegsgott. Die Mythologie berichtet, er sei als Sohn Shivas geschaffen, um den dämonischen Taraka Asura, der die Welt tyrannisierte, zu überwinden. Darum wird er oft in Kampfrüstung auf einem Pfau, manchmal auf einem Hahn reitend dargestellt, mit einem Bogen in der Hand und in einem Köcher mit Pfeilen auf dem Rücken. Sein wichtigstes Emblem ist der Speer, den laut Mythologie der göttliche Architekt Vishvakarman aus Teilen der Sonne angefertigt haben soll. Einerseits steht diese in der hinduistischen Ikonographie immer wiederkehrende Waffe in den alten Geschichten als Instrument zur Vernichtung von Feinden; andererseits symbolisiert der als „überaus strahlend“ beschriebene Speer das Licht der Sonne, und steht auf spiritueller Ebene für das geistige Licht zur Vernichtung von Unwissenheit. Damit weist der Speer den Träger als Kämpfer für Moksha, die Erlösung, aus.

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